Schmierbrett

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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 25. April 2014, 18:23

Hier habe ich mal den Blogpost von Fefe rausgesucht, die Hyperlinks führen zu Darstellungen der postfeministischen Bildungsparamilitärs, und dem dem patriarchalischen Paradigma versklavten Humankehricht (also: Die Studis *ohne* Vollmeise).
Ich glaube, der "Incident" war recht... neulich. :D
*guck*
Ah, Februar 2014. Die Maden schlafen nie, das Feuer wird nie ausgelöscht.

Das mit der Subventionierung hatte ich nicht bedacht... aber natürlich hast du recht. Und das ist grausig. Genauso, wie du es noch einmal betont hast: Es wird Wein gepredigt, aber Wasser eingeschenkt: Man kämpft für die armen, armen unterdrückten Frauen (gerade ein furchtbar brisantes Thema in Deutschland, Eritrea und Äthiopien boten schon Hilfe an und entsandten humitäre Aufklärungsmissionen nach Füssen, Pullach, Freiburg und ähnliche Brennpunkte), dass sie Gleichberechtigung erhalten... aber tatsächlich will man keine Gleichstellung, sondern Zustände wie im finstersten Mittelalter, nur multipliziert mit Minus Eins.
Ich finde das *wirklich* beunruhigend, denn... sowas tummelt sich an Universitäten. Und schließt sich zusammen. Zu einem Bildungsthrombus. Ich will das Thema (und meine Nervosität) nicht weiter ins Lächerliche ziehen, deshalb:

Mann! Die sollen mal Konzerne leiten, Politik vorgaukeln, das Sagen haben! Sollten nicht Leute, die einen derart hohen Anspruch an sich stellen (Schrägstrich nach außen tragen), dass sie auf die beste-Schulform-wo-gibt-in-Deutschland gehen, nicht irgendwie... öh... gesunden Menschenverstand haben? Stattdessen ist die Argumentation, die Vorgehensweise und die Offenheit für Diskussionen ohne Flachs auf dem Niveau eines Lynchmobs. Oder eben einer Hinterhof-Koranschule im ländlichen Arabien.
Perikles hat geschrieben:BrandstiferInnen
Zur Erklärung für das Publikum: Das ist kein Tippfehler, Brandstifer ist ein englischer Germanismus, den Frau Professor hier anführt, bestehend aus "Brand" (vielmehr dem "Brannt" wie bei "Branntwein") und "Stifer" (homophone Nachbildung von "steifer" (Adjektiv zu einem Maskulinum, KEIN Subjekt!), der eine Person bezeichnet, die bei weniger Ethanolverköstigung bereits höchste Stadien des Deliriums (für Science-Fiction-Freunde: auch bekannt als das sog. OT-Level) erklimmt. Ein steifer Mensch ("stifer"), der starken geistigen Getränken ("brand") keine mannenhafte Gegenwehr an den Tag legt.

Sondern sich gleich auf die Karaokebühne schwingt.

Und lautstark Cyndi-Lauper-Instrumentals einfordert.

EDIT
Sebel hat geschrieben:Schau dir mal so manchen antifaschistsichen Blog an, da gibt es auch sowas wie HolocaustleugnerInnen, RechtsextremistInnen, usw.

Auch wenn ich diese Blogs inhaltlich zum großen Teil nicht verkehrt finde, diese sprachlichen Auswüchse sind richtig nervig.
Ich schätze, diese Antifa-Leute sind nicht aus derselben Gruppe wie diese Gender-Typen. Die wollen sich nur anbiedern, weil sie meinen, alle, die gegen das "Establishment" sind, würden auch für ihre Seite kämpfen. Mir geht dieses Ge-gender schon aufn Zwirn, wenn man irgendeinem Politiker ein Mikro vor die Gabelzunge hält. Das ist alles vertane Zeit, aber na ja, das ist nun mal, wie es ist: Style over Substance, weil, wenns mit dem Grips nicht reicht, um die Kernaussage zu erfassen, sich Leute gerne an Stil und Details festhalten.

Die Vorlage ist für dich, mein lieber Perikles. Nutze sie weise.
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Perikles hat geschrieben:Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.

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Re: Schmierbrett

Beitrag von Perikles » 25. April 2014, 18:50

@Sebel:
Ich gestehe unumwunden zu, dass meine Kenntnis antifaschistischer Blogs nicht die beste ist (was sich auch nicht ändern wird). Ich meine allerdings schon massenwirksamere Medien, linksliberal-progressive Zeitungen eben. Wenn so ein durchschnittlicher taz-Redakteur so angetan ist von dem Plastikdeutsch, müsste es ihm ja ein Leichtes sein, Stuß zu schreiben wie eben VergewaltigerInnen.

@lytron:
[...] sondern Zustände wie im finstersten Mittelalter [...]
Die übrigens vergleichsweise so übel nicht waren, sondern im Zuge der Aufklärung wie auch des antikatholischen Kampfes etwa im Deutschen Reich (man denke an Bismarck) zu einem guten Teil erst nachträglich angedichtet worden sind. Die meisten öffentlichen Badehäuser z.B. wurden erst in der frühen Neuzeit wieder geschlossen, die Analphabetenrate wie auch die Sterblichkeit stieg in den meisten Regionen Europas nach dem Mittelalter wieder, die Inquisition war, man soll es glauben oder nicht, juristisch ihrer Zeit nicht unwesentlich voraus (die Hexenverfolgung wurde ihrerseits zumeist in der Neuzeit ausgeübt und war an weltlichen Instanzen gebunden), die legendären Kupferstiche, die die Erde als Scheibe zeigen (was man schon in der Antike besser wusste, strittig war lediglich das heliozentrische Weltbild), stammen auch regelmäßig aus dem 18. und 19. Jhdt. usw. usf. etc. pp. Natürlich möchte niemand lieber im Mittelalter leben als heutzutage in einem Industriestaat, "finster" war das Mittelalter allerdings beileibe nicht.
Die sollen mal Konzerne leiten, Politik vorgaukeln, das Sagen haben!
Dazu eine lustige Randnote: Norwegen, das ja Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung ist, hat schon erste empirische Daten mit der Frauenquote eingefahren. Der Wert der börsennotierten Unternehmen ist ebenso gesunken wie die durchschnittliche Qualifikation der Verwaltungsräte (Quelle). Wer hätte das gedacht?
Das ist kein Tippfehler [...]
Ich bewundere Deine Ader für kreativen Blödsinn, ich hätte fast noch selbst daran geglaubt!

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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 25. April 2014, 19:51

Perikles hat geschrieben:
[...] sondern Zustände wie im finstersten Mittelalter [...]
Die übrigens vergleichsweise so übel nicht waren, sondern im Zuge der Aufklärung wie auch des antikatholischen Kampfes etwa im Deutschen Reich (man denke an Bismarck) zu einem guten Teil erst nachträglich angedichtet worden sind. Die meisten öffentlichen Badehäuser z.B. wurden erst in der frühen Neuzeit wieder geschlossen, die Analphabetenrate wie auch die Sterblichkeit stieg in den meisten Regionen Europas nach dem Mittelalter wieder, die Inquisition war, man soll es glauben oder nicht, juristisch ihrer Zeit nicht unwesentlich voraus (die Hexenverfolgung wurde ihrerseits zumeist in der Neuzeit ausgeübt und war an weltlichen Instanzen gebunden), die legendären Kupferstiche, die die Erde als Scheibe zeigen (was man schon in der Antike besser wusste, strittig war lediglich das heliozentrische Weltbild), stammen auch regelmäßig aus dem 18. und 19. Jhdt. usw. usf. etc. pp. Natürlich möchte niemand lieber im Mittelalter leben als heutzutage in einem Industriestaat, "finster" war das Mittelalter allerdings beileibe nicht.
Hm. Katholik? :D

Bei finsterem Mittelalter denk ich eher an den dreißigjährigen Krieg (wir hatten das Thema schon mal), wo, ich denke, beide Großkirchen ihren Anteil hatten (oder eben instrumentalisiert wurden, wie mans nimmt). Und, da mein Wissen auf dem Gebiet begrenzt ist (was wir auch schon mal hatten), kann ich immer noch nur Andreas Gryphius' "Tränen des Vaterlands" anführen (was wir auch schon mal hatten, diesmal allerdings mit halbwegs korrektem Titel), das subjektiv wie plastisch beschreibt, wie das Mittelalter zu seinem beleuchtungsbetreffenden Adjektiv kam.
Perikles hat geschrieben:
Die sollen mal Konzerne leiten, Politik vorgaukeln, das Sagen haben!
Dazu eine lustige Randnote: Norwegen, das ja Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung ist, hat schon erste empirische Daten mit der Frauenquote eingefahren. Der Wert der börsennotierten Unternehmen ist ebenso gesunken wie die durchschnittliche Qualifikation der Verwaltungsräte (Quelle). Wer hätte das gedacht?
Ein Gender-Studies-Mensch würde vermutlich argumentieren mit: Die Quelle stammt von einem Mann. Oder einer von einem Mann unterdrückten Frau. Oder einer emanzipierten Frau, die von einer Frau unterdrückt wird, die so oft von Männern unterdrückt wurde, dass sie jetzt Frauen unterdrückt, die sich gegen die Unterdrückung von Männern aufbäumt.
Ein wahrlich kafkaesk strukturierter Erklärungsabsatz.
Perikles hat geschrieben:
Das ist kein Tippfehler [...]
Ich bewundere Deine Ader für kreativen Blödsinn, ich hätte fast noch selbst daran geglaubt!
Tja, hättest du den Mund gehalten, wären wir beide damit durchgekommen. Jetzt musst du leider ins Zimmer 101, und ich kann nichts mehr für dich tun.

Es ist wunderbar, wie man als unbelesener Mensch mit einem bisschen Halbwissen und einem schnellen Klogriff bei Wikipedia hochstapeln kann. "Aber ja! Ich habe sie alle gelesen! Die großen deutschen Meister! Schiller, Lessing, Heine, Konsalik! Und Frau Dr. E. Fuchs!"
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Perikles hat geschrieben:Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.

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Re: Schmierbrett

Beitrag von Perikles » 25. April 2014, 20:23

Bei finsterem Mittelalter denk ich eher an den dreißigjährigen Krieg [...]
Die Neuzeit wird für gewöhnlich spätestens mit dem Ende des 15. Jhdt. angesetzt, der Dreißigjährige Krieg tobte von 1618-1648. Abgesehen davon greift es deutlich zu kurz, hier nur von einem Konfessionskrieg zu sprechen, folgende Aspekte sind mindestens ebenso wichtig, wenn nicht noch bedeutsamer:

- Die sog. "kleine Eiszeit", die zu Hungersnöten führte, da die Ernteerträge auf ein historisches Tief zurückgingen
- Der Widerstreit ständischer und absolutistischer Macht, der symbolträchtig in den Prager Fenstersturz gipfelte
- Weiter gefasst ließe sich von einem Kampf zentraler gegen föderale Macht sprechen, gleichsam ein Subsidiaritätskampf
- Einige marxistische Historiker wollen im Dreißigjährigen Krieg einen Kulminationspunkt sehen vom Übergang des Feudalstaats in den Kapitalismus
- Selbst wem das zu weit geht (mir inklusive), wird nicht von der Hand weisen können, dass etwa der Zusammenbruch etlicher bedeutsamer Handelshäuser ebenso eine ökonomische Komponente hinzufügt, wie es die Kapitalisierung des Krieges (man denke an die Vielzahl von Söldnerheeren) auch tat

Das alles (und einiges mehr) zusammenfassen zu wollen als reine Angelegenheit der Kirche, unterschätzte sehr weltliche Bedingungen ebenso, wie es sträflich den Einfluss der Kirche überschätzte. Und das sage ich als jemand, der mit Weber zeitlebens anführt, religiös unmusikalisch zu sein. :wink:
[...] Und Frau Dr. E. Fuchs!"
Damit sollte allerdings ein jeder in Berührung kommen. Es muss ja nicht gleich der ganze Barks'sche Fundus sein, einen guten Überblick über das Oeuvre sollte ein sprachlich interessierter Mensch sich gleichwohl verschaffen. Wo gibt es sonst Sprachperlen der Art "So was tötet Trichinen selbst hinter Tresortüren und treibt noch Taubstumme ins Irrenhaus" oder Wir pfeifen auf Pomade, auf Seife, Kamm und Schwamm! Und bleiben lieber dreckig und wälzen uns im Schlamm!"?

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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 25. April 2014, 20:43

Perikles hat geschrieben:- Die sog. "kleine Eiszeit", die zu Hungersnöten führte, da die Ernteerträge auf ein historisches Tief zurückgingen
- Der Widerstreit ständischer und absolutistischer Macht, der symbolträchtig in den Prager Fenstersturz gipfelte
- Weiter gefasst ließe sich von einem Kampf zentraler gegen föderale Macht sprechen, gleichsam ein Subsidiaritätskampf
- Einige marxistische Historiker wollen im Dreißigjährigen Krieg einen Kulminationspunkt sehen vom Übergang des Feudalstaats in den Kapitalismus
- Selbst wem das zu weit geht (mir inklusive), wird nicht von der Hand weisen können, dass etwa der Zusammenbruch etlicher bedeutsamer Handelshäuser ebenso eine ökonomische Komponente hinzufügt, wie es die Kapitalisierung des Krieges (man denke an die Vielzahl von Söldnerheeren) auch tat

Das alles (und einiges mehr) zusammenfassen zu wollen als reine Angelegenheit der Kirche, unterschätzte sehr weltliche Bedingungen ebenso, wie es sträflich den Einfluss der Kirche überschätzte.
Japp, auf Phoenix hatten sie auch dazu eine ganz nette Reportage neulich (oh, ich glaube, das hatte ich dir gegenüber auch schon mal erwähnt?), in der man einige Informationen anhand von Einzelpersonen darüber dargelegt hat. Unter anderem den Bericht über einen Soldaten, der zwischenzeitlich keine Schmerzen hatte, von der einen (ich meine, das war die schwedisch-protestantische Seite... sofern die Schweden Protestanten sind...? Ich bin zu faul, das jetzt nachzugucken, also lass ich die Blamage stehen. Aber hey, ich weiß, dass deren Oberganter Gustav Adolf hieß! Und, ich meine, es war V2.0 von Gustav Adolf!) auf die andere (die die "kaiserliche" genannt wurde, und ich meine die katholisch-bayrische war, und von Franz-Josef Strauß geführt wurde, gegen die Jubel-Perser, die vor Passau standen, wo die Bäcker morgens..., weshalb es heut' Croissants in Krim-Form... wegen der Punischen Kriege... und dann die Hacken dreimal zusammengeschlagen und gesagt: "1.21 Gigawatt").

Dieser angeführte Fall zeigte, dass die Religion nur ein Deckmäntelchen war, dass es aber um lächerlich säkulare Streitigkeiten ging. Nämlich: VHS oder Beta. Und ab 1642: VHS oder Fernstudium. Gute Güte, bin ich froh, dass Wochenende ist.

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Religion nur angeführt wurde, um irgendwie die Massen in Kriegsstimmung zu versetzen? In einer vor-bürgerlichen Gesellschaft kanns doch eigentlich wurscht sein, warum es die Obrigkeit nach Blutvergießen und Gedärm gelüstet, oder?
Perikles hat geschrieben:Und das sage ich als jemand, der mit Weber zeitlebens anführt, religiös unmusikalisch zu sein. :wink:
Huch, ein Informationskosmos, dem du dich verschließest!? O_O :P ;)
Perikles hat geschrieben:
[...] Und Frau Dr. E. Fuchs!"
Damit sollte allerdings ein jeder in Berührung kommen. Es muss ja nicht gleich der ganze Barks'sche Fundus sein, einen guten Überblick über das Oeuvre sollte ein sprachlich interessierter Mensch sich gleichwohl verschaffen. Wo gibt es sonst Sprachperlen der Art "So was tötet Trichinen selbst hinter Tresortüren und treibt noch Taubstumme ins Irrenhaus" oder Wir pfeifen auf Pomade, auf Seife, Kamm und Schwamm! Und bleiben lieber dreckig und wälzen uns im Schlamm!"?
Da ich, wie gesagt, nicht belesen bin, muss ich aber auch bei der Frau Doktor passen. Ich liebäugelte aufgrund eines ehem. Internetkontaktes mal mit dem Erwerb von "Dagobert Duck - Sein Leben, seine Millionen". Steckt da Frau Doktor dahinter, oder arbeitete die ausschließlich für die regelmäßig erscheinenden Printmedien?
Außerdem vergaßt du beim Beginn des zweiten Zitats die Anführungszeichen. Mann, pass doch mal auf. Deine Reputation geht flöten.

Und zwar bei Jethro Tull. Ha. Haha. Lustig, woll?
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Perikles hat geschrieben:Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.

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Re: Schmierbrett

Beitrag von Perikles » 25. April 2014, 21:15

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Religion nur angeführt wurde, um irgendwie die Massen in Kriegsstimmung zu versetzen?
Die Konfessionen spielten sehr wohl auch eine Rolle, ganz abseits der Agitation und Propaganda. Nach dem Augsburger Religionsfrieden galt ja der Grundsatz des cuius regio, eius religio, d.h. die Konfession des Reichsstandes bestimmte gleichfalls die Konfession der Untertanen (praktisch die zentrale Forderung der Protestanten), was insbesondere bei einem Wechsel an der Spitze zu Verwerfungen führte (s. z.B. den Straßburger Kapitelstreit). Eingedenk der schwierigen politischen Situation, unter der der Religionsfrieden zusammengekommen ist, war er bahnbrechend gerade deswegen, weil er sich um eine Klärung theologischer Themen drücken und einen praktisch orientierten Kompromiss finden konnte, bedauerlicherweise ging das mit einer ebenso krassen Kontrastierung der einzelnen Regionen einher, da nur noch das Reich selbst eine einheitliche religiöse Linie fuhr, während auf lokaler Ebene nach den entsprechenden Grenzen eben rivalisierende Lager entstanden. Das zusammen mit dem Aufkommen anderer religiöser Gruppierungen (Calvinismus), dem Erstarken des Katholizismus mitsamt der Wiedereroberung verlorener Gebiete sowie den dezidiert scharfen evangelischen Rundschreiben spitzten sich dann gegenseitig zu.
Huch, ein Informationskosmos, dem du dich verschließest!? O_O :P ;)
Keinesfalls, ich finde christliche Theologie hochinteressant. Darum auch der Rekurs auf Weber: mit religiös unmusikalisch meinte er Laien (der Sache nach i.d.R. agnostische/atheistische solche), die sich zwar für Religionen interessieren, selbst aber nicht religiös sind. Heute gibt es ja auch nicht nur bekenntnisorientierten Unterricht, sondern informationellen (meine eigene Begrifflichkeit, ich weiß gerade nicht, ob's dafür einen offiziellen Begriff gibt).
Ich liebäugelte aufgrund eines ehem. Internetkontaktes mal mit dem Erwerb von "Dagobert Duck - Sein Leben, seine Millionen". Steckt da Frau Doktor dahinter, oder arbeitete die ausschließlich für die regelmäßig erscheinenden Printmedien?
"Sein Leben, seine Milliarden" ist von Don Rosa gezeichnet/geschrieben und damit uninteressant, was die Übersetzungsarbeiten der Frau Dr. Erika Fuchs anbelangt, allerdings nichtsdestominder ein absoluter Pflichtkauf. Um mal bei unserer religiösen Vorlage zu bleiben: Don Rosa ist gewissermaßen ein Zeuge Jehovas innerhalb der Donaldistik, der versucht, aus den Daten, die ihm die Bibel gibt (das Barks'sche Oeuvre), ein abschließendes theologisches Konstrukt weiterzuschreiben. Ich mag ja auch andere Zeichner, gerade die Italiener leisten oftmals exzellente Arbeit (Romano Scarpa!), aber Don Rosa ist der beste Epigone, den man sich nur wünschen kann. "Sein Leben, seine Milliarden" ist anrührend, herzergreifend und packend.

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Re: Schmierbrett

Beitrag von Sebel » 2. Mai 2014, 20:30

Das nächste SFC-Paket aus Japan hängt beim Zoll fest. Es nervt :/

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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 3. Mai 2014, 12:37

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Re: Schmierbrett

Beitrag von ChronoMoogle » 3. Mai 2014, 12:42

Sind doch einige brauchbare Titel dabei! :)
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Re: Schmierbrett

Beitrag von Noob_Saibot » 13. Mai 2014, 16:20

nachdem dieser tag erst nen guten verlauf nahm, dachte ich eigentlich wär das schlechte eishockeyspiel gegen finnland heute das schlimmste, aber weit gefehlt :(

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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 25. Mai 2014, 22:08

20karako.jpg
20karako.jpg (85.1 KiB) 2129 mal betrachtet
Okay, was sehen wir hier für Figuren?

Ich versuchs mal in mehreren Reihen von oben links nach unten rechts:

Bowser, M. Bison, (?), (?)
Dr. Wily, Mario, (?), Twinbee
(Altermann mit BH auf dem Kopf), (Walküre), (Frau in Grau), (Saturnviech aus Mother 2)
(Blauer Kerl), (Gelber Kerl), (Zwei kleine Männchen), (Blob aus Wario Woods?), (Samurai)
Megaman, Hebereke, Link, Ryu

Verdammt, ich bin so Videospiel-Ungebildet. ~_~

Kann wer irgendwie aushelfen?
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Re: Schmierbrett

Beitrag von Shorts » 26. Mai 2014, 10:00

Der blaue Kerl in der 4. Reihe könnte Roy von Fire Emblem sein.

Ich glaub sonst wüsste ich auch nicht mehr =/

Edit:

Nachdem ich mir jetzt nochmaln paar Bilder von Roy angeguckt hab, bin ich mir doch nicht mehr so sicher :D Das wäre schon sehr weit hergeholt.

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Re: Schmierbrett

Beitrag von ChronoMoogle » 26. Mai 2014, 11:01

Der blaue Kerl ist der Hero aus Dragon Quest III ;) Bin gerade in der Uni und mache nachher nochmal nen Post was ich sonst so erkenne... Weitere Kenner können sich so lange schonmal auf weitere Spekulationen zum Mashup-Bild stürzen.

Ist übrigens die Illustration zum diesjährigen Game Legend in Japan, die japanische Version der Retrobörse :D
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Re: Schmierbrett

Beitrag von lytron » 26. Mai 2014, 11:02

ChronoMoogle hat geschrieben:Ist übrigens die Illustration zum diesjährigen Game Legend in Japan, die japanische Version der Retrobörse :D
Wie ich wohl an DIESES Bild gekommen sein mag! :D :D :D

Danke für die Lösung des einen Rätsels. ;)
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Re: Schmierbrett

Beitrag von ChronoMoogle » 26. Mai 2014, 11:11

Da folgt jemand heimlich meinem Twitter ohne selbst dort angemeldet zu sein :D
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