Vorwort:
Mein alter Röhrenfernseher hat zwei Scart Eingänge (EXT1 und EXT3). Nur auf Ext3 funktioniert Auto-AV, zudem ist hier das Bild weniger verschoben. Da die Teile für einen Bildlageshifter sehr günstig sind, habe ich mir dennoch einen gebaut. Das Netzteil habe ich nicht nachgebaut denn in Zeiten wo alles mit Strom aus dem USB Port versorgt wird, sind USB (5V) Netzteile überall erhältlich. Dies war ein Fehler, aber dazu später mehr.
Als erstes habe ich das Gehäuse (hier habe ich die Abmaße unterschätzt, das Teil ist echt winzig) angepasst also Platz für Scart Buchsen, Schalter und Regler gemacht. Dann habe ich mit dem DIY Layout Creator ein Layout für Steckbrett entworfen, da ich (noch?) keine Ätzausrüstung habe. Das zusammenlöten ging recht leicht von der Hand und die Platine war für einen ersten Test und die Kalibrierung bereit. Ich hab das Teil also an mein Labornetzteil gehängt, Oszi an und mal schaun was passiert. Der erste Schreck, ich bekam ein Graues Bild mit einem Streifen in der Mitte (dieser lies sich auch verschieben). Von der Ausgabe meines SNES keine Spur. Nungut nach 30 Minuten ergebnisloser Fehlersuche habe ich einfach mal auf EXT1 umgesteckt und siehe da, das Bild war da. Zwar noch mit ein zwei stellen wo das Bild "gezuckt" hat aber gut, die Platine ist ja auch noch nicht in ihrem (metallernen) Gehäuse. Nach dem Einbau in das recht enge Gehäuse erneut ein Schock, mittels Universalnetzteil (n billiges noname Teil) das ganze Bild am zucken, Nachtadjustieren sinnlos. Mit dem Labornetzteil (das echt kein Billiggerät ist) bekomme ich nun bei 5V gar kein Bild mehr, erst mit 4,5V ein sehr instabiles Bild. Und nun? Weitere 30-45 Minuten Fehlersuchen ohne Erfolg. Ich hab dann mein gutes Hama Netzteil (das Ding musste echt schon viel aushalten) auf 4,5V einstellt und eingesteckt und siehe da: das Bild ist astrein. Zusammengeschraubt und nach ca 2 Stunden Fehlersuche nun ein super Ergebnis.
Fazit:
Der Netzteilpart ist nicht ohne Grund drin, denn das ganze ist sehr sensibel wenn es um die Stromversorgung geht. Ich bin mir sicher, ich hätte jede Menge Zeit sparen können, hätte ich diesen nachgebaut. In das Gehäuse hätte das allerdings nicht mehr gepasst. Das Gerät selber hält was es verspricht. Die Teile sind sehr günstig und das Ergebnis super. Wer also ein verschobenes Bild und eine Lötausrüstung zuhause hat, dem kann ich nur raten das Gerät nachzubauen.
Bilder:
Testaufbau und Abgleich:

Endmontage:

Vergleich Zelda mit/ohne Schifter (eins ist leider unscharf, aber ich denke der Unterschied ist sichtbar):

Das Fertige Gerät:

Gruß Julian
PS: Ich habe noch irgendwo transparente, bedruckbare Klebefolie, da werde ich die Regler mal schön beschriften.


