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von Radagast » 6. Februar 2015, 11:16
Egal, wie viel Super Nintendo-Spiele man bereits durchgespielt hat: Man entdeckt immer wieder Titel, die einen aus den Socken hauen. Es hat mich zwar nicht sonderlich überrascht, dass mir Seiken Densetsu III mundete (bereits Teil 1 hat mich als kleiner Steppke wahnsinnig gefesselt und für das RPG-Genre infiziert), aber das es mich dermaßen restlos überzeugt, war nicht zu erwarten.
Und das, obwohl ich bei meiner Caharakterentwicklung einige Fehler machte. Ich spielte mit Duran (Hauptcharakter, Duellant), Kevin (Todeshand) und Carlie (Bischof). So aggregierte ich mit den beiden männlichen Begleitern mächtig Angriffskraft, während die kleinwüchsige Elfin für Heilung sorgte. Zwischendrin bereute ich, dass nach der ersten Wandlung die Magie-Eigenschaften von Duran und Carlie deckungsgleich waren, was aber im weiteren Spielverlauf keine Schwächung darstellte. Ich bin auf meiner Reise nur ein Mal, und zwar beim Gottesbiest Dolan, verstorben. Von Walnüssen, Honig, Schokolade, etc. musste ich während meines Abenteuers kein einziges Mal Gebrauch machen. Vor allem gegen Ende hat sich mein Team richtig stark angefühlt. Aber: Mich hat die Suche nach den ???-Samen zum Klassenwechsel zur Weißglut getrieben. Ich habe schlichtweg kein Besonderes Item für Carlie bekommen. Ich wollte sie zunächst nämlich in eine "weise Frau" transformieren, aber als dann nach über zwei Stunden Suche endlich ihr Bischofs-Gegenstand kam, nahm ich resignierend diese Wandlung. Bei der ganzen Entdeckungstour habe ich allerdings so gut gelevelt, dass das Spielfinale kein Problem war. Nach rund 17 Stunden war ich auf Level 49 und die Drachenhöhle sowie der letzte Kampf ein Klacks.
Man kann sein Team wunderbar optimieren und auch abseits des Bildschirms an der künftigen Ausgestaltung tüfteln, sodass ich nicht übel Lust hätte, nach meinem erfolgreichen Lauf sofort den nächsten mit einem neuen Trupp zu starten. Was mir ebenfalls gut gefällt, dass das Spiel auf allerlei optionalen Firlefanz verzichtet wird: Das Spiel ist geradlinig, konzentriert und ohne große Augenwischerei. Gepaart mit der angenehmen Spiellänge ist der Wiederspielwert ungemein hoch. Über Graphik und Musik muss ich eigentlich keine weiteren Worte verlieren. In beiden Fällen von allerhöchster Güte.
10/10