Die Super Turrican Spiele zählen zu den besten Run n Gun Shootern die das SNES zu bieten hat. Man sollte sich diese beiden Teile nicht entgehen lassen.
Beide Teile sind toll, allerdings ist Teil 1 hammerschwer. Ich habs bis zum heutigen Tag noch nit durchgeschafft, vielleicht ja sobald ich mir die wieder besorgt habe...
Die beiden Super Turricans sind Glanzstücke im Run 'n' Gun-Sektor und meine persönlichen Favoriten (dicht gefolgt von Sunset Riders und Rendering Ranger). Der plagiatsaffärengebeutelte Deutsche wird gerade im zweiten Teil unzählige Kopien aus anderen SNES-Spielen entdecken, da diese in der Regel einwandfrei implementiert wurden, fällt das aber kaum ins Gewicht.
Teil 1 ist definitiv einfacher - wenn man erst einmal die ganzen Geheimnisse entdeckt hat, lässt sich das Spiel am Ende mit über 30 (!) Leben abschließen. Das ist denn auch der große Reiz hier: es gibt an jeder Ecke und Kante Extraleben zu entdecken, teilweise sehr gut verborgen und nur einmal zugänglich (nach einem verpatzten Sprung kann die Chance vertan sein). Dazu kommt, dass das Spiel durchgehend lange Run 'n' Gun-Level beinhaltet, darin allerdings viel Abwechslung bietet. Gerade der Eislevel hat einige brenzlige Passagen, in denen eine halbe Sekunde Zögern den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeutet. Am schwersten finde ich allerdings den vorletzten Unterlevel mit dem Zug. Da muss jeder Sprung sitzen und gleichzeitig sehr schnell vonstatten gehen. Die ganzen "Alien"-Einlagen sind schaurig schön,welches Spiel hat sonst schon als letzten Endgegner eine "Alien"-Königin? Die Musik ist in der Regel leichten Schrittes (und exzelliert darin), kennt aber auch andere Töne. Mein Lieblingsstück findet sich in Stage 2-2:
Alles in allem ist Super Turrican ein Titel, der die Details genauso im Blick hat wie das große Ganze. Von der mechanischen Stimme des Erzählers über die drei gleichermaßen nützlichen Waffen bis zur wunderschönen optischen Aufmachung stimmt alles. Ein paar hakelig schwere Stellen sind dabei, insgesamt ist das Spiel trotzdem einsteigerfreundlich wegen der vielen, vielen Extraleben.
Super Turrican 2 ist auf technischer Ebene sogar noch besser. Ist wohl auch eines der Spiele mit der besten Graphik auf der Konsole, sogar die abundant genutzten Mode 7-Effekte sind wunderbar gealtert. Riesige Bossgegner in kreativen Umgebungen, tolle Einbindung vom Enterhaken (dafür ist die Rolle aus Metroid verschwunden) und abwechslungsreiche, dreist geklaute Level von anderen Spielen. Es gibt Speederbikelevel direkt aus Return of the Jedi, einen Whirlpoollevel aus Gyruss und eine Shootereinlage eins zu eins aus Axelay. Der letzte ist ein wenig vermurkst, wenngleich auf sehr, sehr hohem Niveau. Dieses Spiel ist auch tatsächlich ziemlich schwer, ich würde es knapp hinter Sunset Riders verorten. Es gibt längst nicht so viele Extraleben, das übernehmen diese Münzen, die zuvor nur Punkte gaben. Allerdings ist es nur am Anfang einfach, alle in einem Level einzusammeln. Später werden die Unterlevel gerne kürzer und gefährlicher, was es schwieriger gestaltet, denn wenn ein Abschnitt z.B. nur 30 Münzen hat, gibt es nur dann ein Extraleben, wenn ausnahmslose alle aufgelesen wurden.
Der Unterwasserlevel kann ziemlich nervenzerreibend sein (das Zeitlimit ist strikt und die Umgebung wie ein Labyrinth aufgebaut), wenn er auch zum Ausgleich ein malerisch anzuschauendes Panorama entbietet. Die Musik ist wiederum erstklassig, auch hier stammt mein Lieblingsstück aus Level 2-2:
Ein winziger Wermutstropfen ist für mich, dass die elektronische Stimme dieses Mal von einer etwas verschnupft klingenden Frau stammt. Das sind solche Quisquilien, die anderen kaum auffallen, mich bisweilen etwas verstimmen. Ich habe mich so sehr an die Stimme aus Teil 1 gewöhnt, dass es mich zunächst schon störte.
Wer atmosphärisch dichte, graphisch herausragende und musikalisch bestens verarbeitete Run 'n' Guns auf dem SNES sucht, sollte sich die beiden Super Turricans zulegen. Teil 1 bietet sich wunderbar zum Einstieg an, damit Teil 2 nachher ein wenig einfacher von der Hand geht. Regelrechte Pflichttitel nach meinem Dafürhalten!
Auf der Suche nach brauchbaren Levelkarten für den ersten Teil, um beizeiten mal einen perfekten Lauf hinzulegen, bin ich heute auf den wahrgewordenen Traum eines jeden Super-Turrican-Enthusiasten gestoßen: auf der Internetpräsenz von Factor 5 (die federführende Entwicklerfirma hinter den Spielen) finden sich großartige Darstellungen beider Super Turricans wie auch Mega Turricans (hier der Hyperlink für das erste Super Turrican, für die anderen Spiele einfach am linken Rand den Spielenamen anklicken). Ich empfehle allerdings, nur dann genauer die Bilder zu studieren, wenn man schon sehr mit den Spielen vertraut ist, eine der größten Reize ist ja gerade das Erkunden auf eigene Faust. Wer bisher noch nichts von den Titeln gehört hat, kann sich auch mal einen oder zwei Level(s) zu Gemüte führen, um zu sehen, wie meisterhaft die Spielarchitektur beschaffen ist.
Es geht nichts über die Amiga Turrican´s 2 und 1
Super Turrican is auch gut, aber VIEL zukurz
Es hat ja nur 4 Hauptlevel.... das is echt zuwenig.
Schade ist hierbei das Faktor 5 mit dem Spiel viel mehr vorgehabt hätte.
Zuerst wurde ihnen ein 1MB modul versprochen,
( aber sie mussten dann doch mit 512 kb auskommen )
und zeitdruck wurde ihnen dann auch noch zusätzlich aufgehalst.... echt schade.
Für 512Kb haben sie echte arbeit geleistet,
hier muß man ganz klar den publisher die schuld geben
Für mich als RIESEN Trurrican fan ein herber schlag
Mit Super Turrican 2 entfernen sie sich immer mehr von dem was Turrican eigentlich ausgemacht hat.
also, Super Turrican 2 find ich am schwächsten von allen....
Eine entschädigung dafür ist aber Rendering Ranger R2.
(vom Turrican Daddy MANFRED TRENZ höchstpersönlich)
Es ist wie alle konsolen Turrican´s sehr geradlinig und legt sehr großen wert auf die Shoot em´up passagen aber ursprünglich sollte es ja auch ein reines Shoot em´up werden
Aber irgentwie zock ich es immer wieder gern durch.
Es hat so eine gewisse ..... Aura
Ist euch schon mal aufgefallen das im Level2 von Rendering Ranger R2 das schiff aus
Super Turrican 2 abgeschossen wird und somit in den ruinen/müll landet
Ich liebe solche versteckten referenzen
Und nachdem ich von Rendering Ranger nicht genug bekomme
zocke ich es seit neuerstem mit einem Turrican Sprite durch
Das Manfred Trenz sein Talent als Konvertier programierer
verschwenden muss ist eine echte schande
I want Turrican 4 so bad...( 2D )
Naja, Zock ich halt Turrican 2 zum hundertsten mal durch,
würze das ganze noch mit einem durchspielen von Turrican 1,
dann noch etwas Mega Turrican zum drüberstreuen ( natürlich auch durchzocken )
und dann noch Super Turrican 1 ( weils eh schnell geht )
Heute ist mein Turrican 1 Modul angekommen und ich bin echt begeistert. Knallbunt, Knallhart, es knallt an jeder Ecke. Man muss erstmal die Feinheiten des Spieles kennenlernen, wann ist welche Waffe nützlich, wo sind die geheimen Plattformen versteckt, mit denen ich geheime Bereiche erreichen kann ...
Aber ich habe folgendes Problem festgestellt: Im zweiten Level fängt auf einmal an der Sound zu hängen, sprich er fängt irgendwann an, den letzen Sound in einem Loop zu wiederholen, andere Sounds sind nicht mehr zu hören. Dann hilft nur noch ein Reset. Konnte schon jemand diesen Fehler feststellen? Woran könnte das liegen?
Es hat sich immer falsch angefühlt, Super Turrican nie richtig gespielt zu haben. Diesen Frevel habe ich soeben beseitigt und den ersten Teil mit einem 1CC abgeschlossen. Das Spiel ist wirklich nicht atemberaubend schwer, tja, außer 4-2. Ich habe rund 50 Leben an dieser letzten Sprungpassage gelassen, bis ich den Dreh raushatte. Was hab ich geflucht, immer wieder das Spiel von vorn anfangen zu müssen. Abgesehen von dieser Passage sollte dank der vielen Extraleben das Durchspielen auf einem Credit für fast jedermann möglich sein (man muss gar nicht unbedingt aktiv nach den Boni suchen, man stolpert vielmehr beim Zocken von alleine darüber).
Der gesamte letzte Level ist ein graphisches und dramaturgisches Meisterstück auf dem Super Nintendo. Allein deshalb sollte jeder ST1 mal gespielt haben. Und auch ansonsten bekommt man solide Action geboten. Beizeiten werde ich beim zweiten Teil anklopfen (vorher wird jetzt aber meiner masochistischen Leidenschaft gefrönt und die Infogrames-Bibliothek komplettiert. Auch wenn freilich nun viele den Kopf schütteln - ich freu mich darauf!)
Hier noch ein Bild meines erfolgreichen Laufes:
Super Turrican.JPG (126.89 KiB) 19700 mal betrachtet
Ich habe zuerst die US-Version auf der Konsole durchgespielt, und eben auch die PAL-Variante auf dem Emulator. Mir kam es vor, dass die europäische Version einige Herzcontainer mehr bereithält und bei der Sprungpassage in 4-2 mehr fliegende Untiere aufweist, die es leichter machen, zum nächsten Zug zu gelangen. Kann das wer bestätigen?
Guter Titel, der jedoch nicht ganz in die Sphären von Teil 1 vordringt, weil sich das Gesamtpaket durch die (übermäßig) langen Levels nicht so rund anfühlt wie der Vorgänger. Aufgrund mangelnder Resonanz spare ich mir weitere Ausführungen und vergebe pragmatisch eine Wertung:
9/10
Zuletzt geändert von Radagast am 18. Januar 2016, 09:56, insgesamt 1-mal geändert.
Ich denke, dass mit ein wenig Nacharbeit die Länge der meisten Level zumindest gefühlt hätte kürzer sein können. Solange die Architektur derselben um den Gebrauch des Enterhakens ausgelegt sind, macht sich das eigentliche Ausmaß gar nicht mal allzu arg bemerkbar, das Problem sind die ganzen (nahezu) ebenerdigen Level. Ob nun auf sandigem Boden, innerhalb der klaustrophobischen Gänge mit den ganzen elektrischen Leitungen, beim Zerstören der Generatoren unter Wasser oder im Kapitol vor dem letzten Bosskampf, die ganze Bewegung beschränkt sich aufs sture Marschieren, was die Dynamik mit dem Enterhaken ad absurdum führt. Entweder sollte die Levelstruktur für spannendere Gefechte ausgelegt sein (so wie im ersten Super Turrican) oder auf den Gebrauch des Enterhakens (Mega Turrican verlegt sich sogar auf beides). Ein paar Schritte zu tätigen, bloß, um in die Hocke zu gehen und ein paar Gegner abzufeuern, ist nicht eben spannend, zumal der Blechkanister von Haus aus viel zu hoch springt, was darin mündet, dass man über Projektile hinwegspringt, bloß, um in andere hineinzusegeln.
Von einer objektiven Warte stellt sich auch sicherlich die Frage, ob all die genrefremden Elemente nicht ebenfalls die Essenz verwässern, da ließe sich trefflich drüber streiten. Eine andere (sehr subjektive) Note, die mich ebenfalls ein wenig wurmt: es fehlt irgendwie an einer audiovisuell zufriedenstellenden Waffe, entweder ist die Kadenz zu niedrig oder der dazugehörige akustische Effekt nicht richtig durchschlagend, es fühlt sich bisweilen so an, als richtete man kaum Schaden an. 's irgendwie bestürzend einfach, das Spiel zu kritisieren, obschon es sehr spaßig ist.
Teil 2 ist halt schon mehr Contra als Turrican. Man könnt sich sogar soweit aus dem Fenster lehnen und den Vergleich zu Super Return Of The Jedi herbeiführen. Mir gefiel der erste Teil jedenfalls immer deutlich besser, obwohl einige der insgesamt zwölf Level auch schon unnötig lang waren (1-3 zum Beispiel, 2-3 oder auch 4-1). Ich habe jedenfalls eher den Eindruck, dass Super Turrican 2 gestraffter wirkt. Das kann aber auch ein falscher Eindruck aufgrund der höheren Abwechslung und der Vielzahl der Stages sein.
Jedenfalls gefällt mir das strikte Run n' Gun-Prinzip im ersten Teil besser als das häufig angewandte Trial & Error des zweiten Teils. Von den Fahr- und Flugsequenzen mal ganz zu schweigen. Auch wenns spielerisch gut gemacht sein mag, ich breche mir bei sowas stets die Finger. Allerdings muss man einige fiese Sprungpassagen im ersten Teil auch mal erwähnen. Nicht nur der autoscrollende Alien-Level, sondern auch der zweite Eislevel mit den absackenden Schollen - das kann einem die Laune verderben.
Sebel hat geschrieben:Jeder Horst muss seine Pups-Sammlung präsentieren...
Der Vergleich ist natürlich kein ganz einfacher, weil beide Spiele eine andere Zielrichtung haben. Eingedenk des Umstandes allerdings, dass Teil 2 schon deutlich mehr in Tendenz Arcade-Run 'n Gun geht, ist zumindest mein persönlicher Maßstab auch strenger. Während man in Teil 1 entweder jeden Level vom Kopf auf die Füße stellen oder dank der gelungenen Levelkonstruktion dennoch so schnell wie möglich abklappern kann, hat Teil 2 an etlichen Stellen halt ebenerdigen Untergrund, was in den meisten Fällen nicht eben spannende Action liefert. Um einige schwer zu vermeidende Treffer abzumildern, gibt's dann noch eine Energieleiste, statt wie bei der erwähnten Contra- oder der Metal-Slug-Reihe sofortigen Tod einzuführen, das ist schon etwas schludrig.
Das ist auch das Problem mit dem Springen überhaupt: in Teil 1 sind die Areale genau auf die maximale Sprunghöhe und -weite ausgelegt (s. auch die Fließbandlevel, den Eislevel mit den umherpeitschenden Windböen oder im Alienlevel mit dem organischen Fahrstuhl), wohingegen in Teil 2 der Eindruck schlichtweg unpräziser ist, weil der Kerl hier Mondgravitation aufzuweisen scheint. Da hatte ich den Eindruck, dass der Enterhaken gleichsam als Kompromiss für mehr Raffinesse herhalten sollte, allzu oft benutzt wird er dann allerdings auch nicht.
Grundsätzlich wäre es wohl puristischer und objektiv besser gewesen, hätte man in Teil 2 ausschließlich das eigentliche Spielkonzept betont und die anderen Genreeinflüsse herausgelassen, zumal nach meinem Dafürhalten die meisten der anderweitigen Level eher Mittel zum Zweck sind, um die graphischen Fähigkeiten aufzuzeigen, dagegen inhaltlich nicht vollends überzeugen. Gerade die musikalische Begleitung der Speederbikelevel (die in der Tat direkt aus RotJ plagiiert worden sind, wie auch der Shooterlevel aus Axelay stammt) macht glücklicherweise einiges wieder wett, wie ich finde, 's also längst nicht so schlimm, wie man meinen könnte.