bedenke, das die anderen über 18 sind und noch nicht richtig gearbeited haben, wo ihre altersgenossen schon am malochen sind. boar, was würde ich mich reinknien und freuen, wenn ich studieren dürfte. die müßten mal auf den bau und mal den ganzen tag 25kg tementsäcke schleppen. ich durfte früher noch die 50kg schleppen, wo meine schwestern gebaut haben als 14jähriger. und fegen können die nichtlexis hat geschrieben:Gut das ich nur gas wasser installateur bin![]()
Wenn ich feierabend hab, hab ich auch feierabend und muss nicht noch hausarbeiten oder prüfungsvorbereitung betreiben ^^
Schmierbrett
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Re: Schmierbrett
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Re: Schmierbrett
"nicht richtig arbeiten" ist dann eben immer Auslegungssache; bei mir sieht's nicht nur gegen Semesterende, sondern auch im Semester so aus, dass >10h am Tag reine Lern-, d.h. Arbeitszeit, ist, dazu kommt dann aber eben noch der Rest des Studilebens, d.h. Klausuren, Hausarbeiten, Arbeiten, Hobbys, evtl. Fachschaftsarbeit etc. Aber Spaß macht's trotzdem, wenn dann die Ergebnisse stimmen 
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Re: Schmierbrett
wollen wir tauschen? bedenke, dann haste noch weniger freizeit und noch weniger geld.
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Re: Schmierbrett
wrampi hat geschrieben:bedenke, das die anderen über 18 sind und noch nicht richtig gearbeited haben, wo ihre altersgenossen schon am malochen sind. boar, was würde ich mich reinknien und freuen, wenn ich studieren dürfte. die müßten mal auf den bau und mal den ganzen tag 25kg tementsäcke schleppen. ich durfte früher noch die 50kg schleppen, wo meine schwestern gebaut haben als 14jähriger. und fegen können die nichtlexis hat geschrieben:Gut das ich nur gas wasser installateur bin![]()
Wenn ich feierabend hab, hab ich auch feierabend und muss nicht noch hausarbeiten oder prüfungsvorbereitung betreiben ^^jeder stift bei mir darf erstmal 2wochen lang fegen,bis er es begriffen hat.
Boah, diese Haltung hasse ich. Von wegen Studenten habens so gut!
Wir leben in Zeiten wo junge Leute durch den Druck zusammenbrechen, Burnout kriegen und so weiter! Wie schon gesagt wurde, seid froh, dass ihr Feierabend habt am Ende des Tages und dann euren Privatkram regeln könnt (ach ja ihr bekommt dafür ja auch noch Geld
Ich weiß auch was körperliche Arbeit ist und kommt mir jetzt nicht damit. Wer allerdings ne Maurerlehre anfängt oder Heizungsbauer und da Kessel, Heizkörper und Zement etc. schleppen muss, hat es sich auch so ausgesucht.
Kurzum diese Haltung kotzt mich an! Mir geht imo wieder echt kacke, kann nicht pennen, hab Haarausfall und steh unter Druck. In diesem Sinne, danke!
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Re: Schmierbrett
WORD!Spartaner13 hat geschrieben:wrampi hat geschrieben:bedenke, das die anderen über 18 sind und noch nicht richtig gearbeited haben, wo ihre altersgenossen schon am malochen sind. boar, was würde ich mich reinknien und freuen, wenn ich studieren dürfte. die müßten mal auf den bau und mal den ganzen tag 25kg tementsäcke schleppen. ich durfte früher noch die 50kg schleppen, wo meine schwestern gebaut haben als 14jähriger. und fegen können die nichtlexis hat geschrieben:Gut das ich nur gas wasser installateur bin![]()
Wenn ich feierabend hab, hab ich auch feierabend und muss nicht noch hausarbeiten oder prüfungsvorbereitung betreiben ^^jeder stift bei mir darf erstmal 2wochen lang fegen,bis er es begriffen hat.
Boah, diese Haltung hasse ich. Von wegen Studenten habens so gut!Ersten hab ich schon ohne Ende örperlich gearbeitet, bei zig jobs mit Nachtschichten, Zeug schleppen, kaum Pause und drecks Lohn um Geld nebenher zu haben und mein Leben zu finanzieren. Nur mal als Besipiel, ich bin nächste Semester wieder von 8-18:00 in der Uni an 3Tagen und die anderen 10:00-16:00, danach muss ich lernen, Hausarbeiten schreiben, Essen und ja auch Arbeiten. Die tollen Semesterferien sind auch keine Ferien. In 3 Wochen fängt die Uni wieder an und ich habe jeden Tag bisher 6 Stunden Japanisch gelernt, Literatur für Geschichte gesucht und auch versucht an Kohle zu kommen. Wenn dann nen Typ vorbeikommt, wenn du mal ne Pause machst und sagt, ich wär so gern Student, hätte ich immer frei, dann könnte ich echt ausrasten.
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Ich weiß auch was körperliche Arbeit ist und kommt mir jetzt nicht damit. Wer allerdings ne Maurerlehre anfängt oder Heizungsbauer und da Kessel, Heizkörper und Zement etc. schleppen muss, hat es sich auch so ausgesucht.
Kurzum diese Haltung kotzt mich an! Mir geht imo wieder echt kacke, kann nicht pennen, hab Haarausfall und steh unter Druck. In diesem Sinne, danke!

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Re: Schmierbrett
Was stört dich denn an meiner haltung?
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Re: Schmierbrett
Hmm, sooo krass seh' ich das nun auch wieder nicht. Ich hab' einfach zu viel Spaß am Studium, als dass ich es als Belastung empfinden könnte. Da kümmert's mich auch nicht, dass ich nach 5 Jahren Studium wohl kaum > 2500€-Nettoverdienst kommen werde und bin weder auf Arbeitsbedingungen noch auf Löhne anderer neidisch. Wäre das so, hätte ich mir wohl das Falsche ausgesucht
Re: Schmierbrett
Ich glaube, die meinten eher Wrampis Posting.lexis hat geschrieben:Was stört dich denn an meiner haltung?
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Re: Schmierbrett
Gar nichts bei dir. Ist halt ein ganz normaler Beruf und Alltag (mein Vater macht was ähnliches). Ich muss mir nur so Sprüche, wie die müssen mal das und das mal geschleppt haben, bevor die wegen ein paar Büchern und lesen rumjammern nicht mehr geben. Das kotzt mich an.lexis hat geschrieben:Was stört dich denn an meiner haltung?
Edit: Genau nicht auf dich bezogen.
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Re: Schmierbrett
Achso hatte mich nur gewundert weil du meinen post mit zitiert hattest. Freunde von mir studieren auch. Von daher weiss ich wohl was studenten leisten müssen.
Für mich persönlich wäre das nix. Ich war mehr als froh nach der ausbildung nicht mehr in der schule rumsitzen zu müssen ^^
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Re: Schmierbrett
mir war schonklar das die antworten kommen und ihr habt noch garnix kapiert am arbeiten.
ich schreib euch mal auf, wie meine arbeitswoche ausehen kann und kommt mir nicht mit gesetzen an. fakt ist: wenn chef sagt arbeiten mußt du oder du bist job los und es kommt der nächste vom arbeitsamt! vom arbeitsamt wird man dazu verdonnert(@christian, das ist genau deine arbeit, du redest ja mit den sklavenhändlern, den leihfirmen.)
montags morgens um 5uhr klingelt telefon und chef sagt du mußt in die frühschciht und um 6uhr da sein. man brauch aber 1studne autofahrt bis dahin, wenn man vorschrift fährt. 14 feiabend. ca14:30bei chef die stundenzettel abgeben. der sagt, das man um 20 in der nachtschicht da und a sein muß. die zieht man durch und denkt as es ja da weiter geht. um 10 uhr morgens kommt der anruf, das man in die spätschicht soll, weil da einer auto kaputt hat oder krank geworden is. 13uhr kommt anruf, das man am nächsten tag da und da frühschicht machen soll. fühschicht gemacht und glück gehabt, das man nicht angerufen wird und am nächsten tag wieder frühschciht hat. auf dieserfrühschicht kommt chef vorbei und sagt, das manmal ebend 6-20uhr arbeiten muß. freitags hat man mal glück und man arbeited nur bis mittag, aber zufrüh gefreut, man muß samstags und sonntags noch irgentwo am band stehen.
anderes beispiel für ne woche:
frühschicht 7uhr anfangen, bis 1stunde nach sonnen untergang und das 7 tage die woche, weil man ja kartoffeln einlagern muß. früher feierabend oder freien tag gibt es da nur, wenn es regnet. bei regen können die nicht roden.
oder andere woche:
man arbeited von 6-16uhr in einem tiefkühl container und packt den voll. insgesamt 4 stück. die kartons wiegen mindestens 10kg und müßen hoch geworfen werden, weil man nicht auf den kartons steigen darf, wegen hygene. 90% der leute sind nach dem 1tag krank. und man darf dann für die dann mitarbeiten.
nagut zwischendurch hat man auch glück, das man nur 40stundenwoche hat und wochenende. das trifft aber in letzterzeit wenig zu.
wegen feierabend- wann soll ich während der öffnungszeiten bitte zur bank gehen oder zum amt oder zur post, wenn ich auf der arbeit bin? ich glaube, ich war das letztemal in der bank vor 5jahren während der normalen öffnungszeit. ich mach immer außerhalb termine mit denen, weil es anders nicht möglich ist.
so zu den studenten:
bin mal großzügig und sage das ihr 50 stunden die woche habt mit lernen und "etwas" arbeiten(leichte). aber ihr sitzt im warmen in der uni oder zuhause. zuhause ist ein sehr,sehr großer vorteil. da kann man sich die zeit selber einteilen. so mit den semesterferien habt ihr ein eigentor geschoßen. ich weiß niccht wieviele tage das genau sind aber ich hab nur 28 urlaubstage im jahr.
ich hab nix gegen studenten, nur sollten die sich im klaren sein, das sie in der zeit leichter haben, als ein normaler arbeiter. und als info gebe ich jeden studenten mit "jeder student, der nebenbei was arbeited, macht mir einen job kaputt"
so, wer jetzt noch redenwill darüber soll mich per pn anschreiben und ich versuche ihm das zu erklären.
achja wegen leistungsdruck ist auch ein eigentor. der druck auf studenten ist geringer wie jemand im gleichen alter in einer ausbildung. in einer ausbildung können schon menschleben in gefahr sein, wenn nicht von jemand anderen die arbeit überwacht wird. einmal ein falscher hebel am kran und die last fällt runter oder auf dem stabler. stift beläd anhänger und fährt los zur baustelle und hat nix festgebunden (wenn er führerschein hat). ich könnte noc zick beispiele aufzählen. und deshalb würde ich mit jedem studenten tauschen wollen, weil ich dann mehr freizeit hätte und weniger druck und weniger psychische belastung und mehr geld. ihr müßt mal euer geld rechnen, was ihr nach abzug der wohnung noch habt und das mal mit hartz4 vergleichen. wenn ihr mehr wie 100euro habt im monat habt ihr mehr wie hartz4. das müßt ihr auch sehen.
ich schreib euch mal auf, wie meine arbeitswoche ausehen kann und kommt mir nicht mit gesetzen an. fakt ist: wenn chef sagt arbeiten mußt du oder du bist job los und es kommt der nächste vom arbeitsamt! vom arbeitsamt wird man dazu verdonnert(@christian, das ist genau deine arbeit, du redest ja mit den sklavenhändlern, den leihfirmen.)
montags morgens um 5uhr klingelt telefon und chef sagt du mußt in die frühschciht und um 6uhr da sein. man brauch aber 1studne autofahrt bis dahin, wenn man vorschrift fährt. 14 feiabend. ca14:30bei chef die stundenzettel abgeben. der sagt, das man um 20 in der nachtschicht da und a sein muß. die zieht man durch und denkt as es ja da weiter geht. um 10 uhr morgens kommt der anruf, das man in die spätschicht soll, weil da einer auto kaputt hat oder krank geworden is. 13uhr kommt anruf, das man am nächsten tag da und da frühschicht machen soll. fühschicht gemacht und glück gehabt, das man nicht angerufen wird und am nächsten tag wieder frühschciht hat. auf dieserfrühschicht kommt chef vorbei und sagt, das manmal ebend 6-20uhr arbeiten muß. freitags hat man mal glück und man arbeited nur bis mittag, aber zufrüh gefreut, man muß samstags und sonntags noch irgentwo am band stehen.
anderes beispiel für ne woche:
frühschicht 7uhr anfangen, bis 1stunde nach sonnen untergang und das 7 tage die woche, weil man ja kartoffeln einlagern muß. früher feierabend oder freien tag gibt es da nur, wenn es regnet. bei regen können die nicht roden.
oder andere woche:
man arbeited von 6-16uhr in einem tiefkühl container und packt den voll. insgesamt 4 stück. die kartons wiegen mindestens 10kg und müßen hoch geworfen werden, weil man nicht auf den kartons steigen darf, wegen hygene. 90% der leute sind nach dem 1tag krank. und man darf dann für die dann mitarbeiten.
nagut zwischendurch hat man auch glück, das man nur 40stundenwoche hat und wochenende. das trifft aber in letzterzeit wenig zu.
wegen feierabend- wann soll ich während der öffnungszeiten bitte zur bank gehen oder zum amt oder zur post, wenn ich auf der arbeit bin? ich glaube, ich war das letztemal in der bank vor 5jahren während der normalen öffnungszeit. ich mach immer außerhalb termine mit denen, weil es anders nicht möglich ist.
so zu den studenten:
bin mal großzügig und sage das ihr 50 stunden die woche habt mit lernen und "etwas" arbeiten(leichte). aber ihr sitzt im warmen in der uni oder zuhause. zuhause ist ein sehr,sehr großer vorteil. da kann man sich die zeit selber einteilen. so mit den semesterferien habt ihr ein eigentor geschoßen. ich weiß niccht wieviele tage das genau sind aber ich hab nur 28 urlaubstage im jahr.
ich hab nix gegen studenten, nur sollten die sich im klaren sein, das sie in der zeit leichter haben, als ein normaler arbeiter. und als info gebe ich jeden studenten mit "jeder student, der nebenbei was arbeited, macht mir einen job kaputt"
so, wer jetzt noch redenwill darüber soll mich per pn anschreiben und ich versuche ihm das zu erklären.
achja wegen leistungsdruck ist auch ein eigentor. der druck auf studenten ist geringer wie jemand im gleichen alter in einer ausbildung. in einer ausbildung können schon menschleben in gefahr sein, wenn nicht von jemand anderen die arbeit überwacht wird. einmal ein falscher hebel am kran und die last fällt runter oder auf dem stabler. stift beläd anhänger und fährt los zur baustelle und hat nix festgebunden (wenn er führerschein hat). ich könnte noc zick beispiele aufzählen. und deshalb würde ich mit jedem studenten tauschen wollen, weil ich dann mehr freizeit hätte und weniger druck und weniger psychische belastung und mehr geld. ihr müßt mal euer geld rechnen, was ihr nach abzug der wohnung noch habt und das mal mit hartz4 vergleichen. wenn ihr mehr wie 100euro habt im monat habt ihr mehr wie hartz4. das müßt ihr auch sehen.
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Re: Schmierbrett
Das mit diesen Leiharbeitsfirmen ist wirklich ein unerträglicher Missstand. Besonders die tariflichen Regelungen. Offenbar gibt es in vielen solchen Leiharbeitsfirmen Obergrenzen, wieviel Geld monatlich ausbezahlt werden darf. Hat nun beispielsweise der Leiharbeiter mehr Geld erarbeitet als er verdienen "darf", behalten die Firmen bisweilen das Geld für Zeiten zurück, in denen man für diesen Leiharbeiter keine Verwendung hat. Das, was sie dann am Ende tatsächlich verdienen, ist meist nur wenig mehr als die Grundsicherung.
"Modernes Sklaventum" ist da tatsächlich ein sehr treffender Begriff. Diese Menschen können innerhalb dieses Systems, das auch noch kackdreist als "soziale Sicherung" verkauft wird, niemals auf einen grünen Zweig kommen.
Und es passiert alles nur, weil wir so eine gierige Gesellschaft sind, getrieben von Wachstum und Produktivität - wir wollen immer billigere Arbeitnehmer, immer billiger, billiger, billiger!! Das treibt die großen Firmen immer weiter nach Osten. Erst waren's Polen und Rumänien. Die sind mittlerweile in der EU. Ach du Schreck! Also noch weiter, bis nach Asien - wieder oh Schreck, die Chinesen sind nicht so faul, die Inder auch nicht... Warte ab, liebes dekadentes Deutschland - bald ist die Arbeitssklaverei einmal um die Erde rum, und dann sind wir die Ochsen, die dem Chinesen den Karren ziehen. Begonnen hat#s ja schon - mit den Leiharbeitsfirmen, weil wir meinen, Jobs nicht bei uns halten zu können, wenn wir die Leute anständig bezahlen.
Ich finde nicht, dass man einem Studenten pauschal Bequemlichkeit oder gar Wohlstand unterstellen sollte; schon gar nicht mit dem Zweck ihm dieses dann vorzuhalten. Aber wenn man sich ansieht, was sich da im unteren Drittel der Gesellschaft abspielt, möchte man beinahe Sozialist werden. Ich kann die "Wut des kleinen Mannes" sehr gut verstehen und finde, dass es die ethische Pflicht der "Denker" und der Bessergestellten, ergo der Akademiker ist, soziale Ungerechtigkeit abzubauen.
"Modernes Sklaventum" ist da tatsächlich ein sehr treffender Begriff. Diese Menschen können innerhalb dieses Systems, das auch noch kackdreist als "soziale Sicherung" verkauft wird, niemals auf einen grünen Zweig kommen.
Und es passiert alles nur, weil wir so eine gierige Gesellschaft sind, getrieben von Wachstum und Produktivität - wir wollen immer billigere Arbeitnehmer, immer billiger, billiger, billiger!! Das treibt die großen Firmen immer weiter nach Osten. Erst waren's Polen und Rumänien. Die sind mittlerweile in der EU. Ach du Schreck! Also noch weiter, bis nach Asien - wieder oh Schreck, die Chinesen sind nicht so faul, die Inder auch nicht... Warte ab, liebes dekadentes Deutschland - bald ist die Arbeitssklaverei einmal um die Erde rum, und dann sind wir die Ochsen, die dem Chinesen den Karren ziehen. Begonnen hat#s ja schon - mit den Leiharbeitsfirmen, weil wir meinen, Jobs nicht bei uns halten zu können, wenn wir die Leute anständig bezahlen.
Ich finde nicht, dass man einem Studenten pauschal Bequemlichkeit oder gar Wohlstand unterstellen sollte; schon gar nicht mit dem Zweck ihm dieses dann vorzuhalten. Aber wenn man sich ansieht, was sich da im unteren Drittel der Gesellschaft abspielt, möchte man beinahe Sozialist werden. Ich kann die "Wut des kleinen Mannes" sehr gut verstehen und finde, dass es die ethische Pflicht der "Denker" und der Bessergestellten, ergo der Akademiker ist, soziale Ungerechtigkeit abzubauen.
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Re: Schmierbrett
Und was schlägst Du stattdessen vor? Ist ja nicht so, als ob jeder Student seinen Lebensunterhalt von den Eltern finanziert bekäme und es sich leisten könnte, auf eine weitere Einkommensquelle zu verzichten.und als info gebe ich jeden studenten mit "jeder student, der nebenbei was arbeited, macht mir einen job kaputt"
@Moi-Même:
So menschlich anständig Dein Beitrag ist, so wenig geerdet ist er durch die Realität. Wie genau sollen denn Löhne und damit verbunden Renten in einer Höhe steigen, die wenigstens die Inflation abdeckt (die bei einer Rate von nur 2 Prozent in 35 Jahren den Geldwert halbiert, in Zukunft allerdings drastisch steigen dürfte angesichts von explodierenden Stromkosten [EEG-Umlagen lassen grüßen] und einer Krisenpolitik mit der Notenpresse), wenn das Wachstum ausbleibt? Wie genau soll die sprichwörtliche Friseuse aus Magdeburg jemals ein einträgliches Einkommen erzielen, wenn die Friseurmeisterin selbst gerade so oberhalb des Existenzminimums krebst? DAS ist nämlich auch Wachstum - ebenso in der Metzgerei, der Bäckerei, der Kfz-Werkstatt, der Anwaltskanzlei und der Arztpraxis, immerhin stammen zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Berufe aus dem Mittelstand, ein Umstand, den gewiss keiner leichtfertig aufgeben möchte. Bleiben die Umsätze - und wichtiger noch, die Gewinne - aus, dann ist dem kleinen Mann auch nicht geholfen.
Das heißt übrigens nicht, dass ich hier angeprangerte Praktiken gutheiße oder unterstütze. Aus dem Wolkenkuckucksheim, dass wir alle auch problemlos ohne Wachstumszuwachs auskommen und gleichzeitig unseren Lebensstandard halten könnten, sollten wir uns aber schnell verabschieden. Das ist auch keine "Gier", sondern eine faktische Notwendigkeit.
Einen Ausblick auf die kommenden sozialen Grausamkeiten möchte ich als Denkanstoß für diese Nacht am Beispiel der Demographie geben: schon heute ist jeder vierte Deutsche im Rentenalter, 2050 könnte es jeder zweite sein, wenn nicht sogar mehr. Bei einer Geburtenrate von 1,4, die den Bestand jährlich um effektiv 30% pro Generation senkt, kann das nur zu a) sinkenden Renten, b) steigenden Rentenbeiträgen, c) längerer Arbeitszeit (mit allen Konsequenzen) oder d) weitere Zunahme versicherungsfremder Leistungen führen. Da sich anscheinend kein Politiker traut, die ersten drei Maßnahmen in einem Umfang durchzusetzen, der nötig wäre, wird es wohl auf d) hinauslaufen (es ginge auch sehr radikal, so z.B. über eine lebenslange Einzahlungspflicht in die Rentenkasse auch im Rentenalter, aber das ist kaum vorstellbar) - wo das Geld herkommen soll, steht scheunentorweit offen. Qualifizierte Zuwanderung in dem Ausmaß ist jedenfalls ziemlich unwahrscheinlich.
Ein abschließendes Wort aber noch: warum sollten Akademiker und nicht die Politik für das Kitten sozialer Zustände verantwortlich sein? Und wie genau soll so ein C4-Professor für Romanistik das eigentlich anstellen?
Re: Schmierbrett
Das ist doch ein total verzerrtes Bild von der Wirtschafts- und Finanzpolitik, das du da zeichnest. Ich kann's kaum noch hören. ^^ Beschäftigung und gute Löhne gibt es nur durch Wachstum. Wachstum, Wachstum, Wachstum! Das ist doch mittlerweile das Mantra unserer Gesellschaft. Ist doch absurd... Wir haben in diesem Land seit Jahrzehnten die Situation, dass wir mehr herstellen als wir verbrauchen können. Außerdem war 2012 schon jetzt, wo es noch gar nicht vorüber ist, das ertragreichste Steuerjahr in der Geschichte der Bundesrepublik. ES GIBT SOGAR ZUVIEL GELD! Das ist ja das irre an der Situation. Es ist ja so viel Geld auf den Anlagemärkten unterwegs, dass diese ganzen beknackten Finanzprodukte erst erfunden wurden. Dadurch ist der Zins - der Preis für's Geld - am Boden, und DADURCH entsteht dann die Inflation, weil immer mehr Geld eingesetzt werden muss, um noch gute Renditen zu erwirtschaften. Deshalb müssen die Profite steigen, immer mehr Profit, mehr, mehr, mehr, immer mehr als noch im Vorjahr, und in der Folge sinkt natürlich die Wettbewerbsfähigkeit, weil die Produktion im Inland den Gierigen viel zu teuer wird, also lagern solche Firmen, anstatt eben auf einen Teil ihres Profits zu verzichten, Arbeitsplätze gen Osten aus. Zugleich muss natürlich immer mehr produziert werden, denn wir brauchen ja Wachstum, Wachstum, Wachstum! Immer weniger Arbeitnehmer müssen immer mehr produzieren.... Und der Arbeitnehmer muss billig sein, denn der Unternehmer will natürlich sein Einkommensniveau halten. Kann er ja auch. Er hat schließlich die Hebel der Macht in der Hand... Tut die Politik nicht was er sagt, baut er Arbeitsplätze ab. Das macht zwar eine kleine Gruppe von Menschen reich, zerstört aber den gesamten Arbeitsmarkt. Wenn es aber keine Arbeit mehr gibt, von der auch der ungebildete Bürger leben kann, dann wird er auch nicht privat vorsorgen, oder - Gott bewahre - sich etwas im Leben aufbauen können. Dass die demographische Entwicklung diesem Status Quo in Zukunft die Quittung präsentieren wird, ist nur ein Symptom des ganzen Problems, nicht etwa dessen Ursache, wie du es hinzustellen versuchst.
Und ich bin ja, wie gesagt, gar nicht daran interessiert, die große Systemfrage zu stellen. Ich bin relativ reich, habe Eigentum und hatte meine Chancen. Und ich möchte natürlich auch in Zukunft nicht von einem Haufen linker Tollwütiger enteignet werden oder so. Außerdem ist ja gar nichts dagegen zu sagen, dass wir viele Reiche haben, Reiche zahlen ja schließlich einen beachtlichen Teil der Steuern. Ohne das Geld der Reichen wären wir noch beschissener dran. Und die reichen Unternehmen erbringen natürlich auch eine wahnsinnige volkswirtschaftliche Leistung, die unbedingt respektiert werden muss. Andererseits sind es ja mittlerweile die Verbrauchssteuern die den größten Teil des Steueraufkommens bilden (aktuell ist der Anteil der Einkommenssteuer, dazu zählen ja auch Steuern aus Vermögen, am Steueraufkommen nur noch 38%); Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Mineralölsteuer etc. usw.... Das alles zahlt ja der kleine Mann, der sich das eigentlich seit Jahren schon nicht mehr leisten kann. Ich kann natürlich eine riesige Vermögenssteuer aufziehen, falls das denn passiert, mich dafür beim Wähler beweihräuchern und das Geld dann bei den Lobbyisten versenken; das verringert ja aber nicht die Belastung des Mittelstands und hilft dem (Leih-)Arbeiter auch nicht aus seiner miserablen sozialen Stellung heraus. Das ist der Teufelskreis der freien Marktwirtschaft. Sie klappt einfach nicht - aber die einzige Alternative, eine staatlich gesteuerte Marktwirtschaft, ist ja vor 20 Jahren schon gescheitert, in all ihren gestörten Ausprägungen.
Auf dieses Patt habe ich selbst auch keine sinnige Antwort. Ich bin sowieso politikmüde und arrangiere mich einfach mit der Welt wie sie ist. Aber wenn ich dann durch's Berliner Regierungsviertel gehe, vorbei an diesen Prachtbauten, wo das Essen beim Italiener bei 200€ anfängt.... Dann verstehe ich, dass all dies dem "Wutbürger" einfach nicht mehr vermittelbar ist.
Und ich bin ja, wie gesagt, gar nicht daran interessiert, die große Systemfrage zu stellen. Ich bin relativ reich, habe Eigentum und hatte meine Chancen. Und ich möchte natürlich auch in Zukunft nicht von einem Haufen linker Tollwütiger enteignet werden oder so. Außerdem ist ja gar nichts dagegen zu sagen, dass wir viele Reiche haben, Reiche zahlen ja schließlich einen beachtlichen Teil der Steuern. Ohne das Geld der Reichen wären wir noch beschissener dran. Und die reichen Unternehmen erbringen natürlich auch eine wahnsinnige volkswirtschaftliche Leistung, die unbedingt respektiert werden muss. Andererseits sind es ja mittlerweile die Verbrauchssteuern die den größten Teil des Steueraufkommens bilden (aktuell ist der Anteil der Einkommenssteuer, dazu zählen ja auch Steuern aus Vermögen, am Steueraufkommen nur noch 38%); Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Mineralölsteuer etc. usw.... Das alles zahlt ja der kleine Mann, der sich das eigentlich seit Jahren schon nicht mehr leisten kann. Ich kann natürlich eine riesige Vermögenssteuer aufziehen, falls das denn passiert, mich dafür beim Wähler beweihräuchern und das Geld dann bei den Lobbyisten versenken; das verringert ja aber nicht die Belastung des Mittelstands und hilft dem (Leih-)Arbeiter auch nicht aus seiner miserablen sozialen Stellung heraus. Das ist der Teufelskreis der freien Marktwirtschaft. Sie klappt einfach nicht - aber die einzige Alternative, eine staatlich gesteuerte Marktwirtschaft, ist ja vor 20 Jahren schon gescheitert, in all ihren gestörten Ausprägungen.
Auf dieses Patt habe ich selbst auch keine sinnige Antwort. Ich bin sowieso politikmüde und arrangiere mich einfach mit der Welt wie sie ist. Aber wenn ich dann durch's Berliner Regierungsviertel gehe, vorbei an diesen Prachtbauten, wo das Essen beim Italiener bei 200€ anfängt.... Dann verstehe ich, dass all dies dem "Wutbürger" einfach nicht mehr vermittelbar ist.
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Re: Schmierbrett
Nichts für ungut, aber ich glaube, wir werden auf keinen grünen Zweig kommen. Dein Text liest sich wie eine Brandrede eines beliebigen Kabarettisten vom Schlage Rether oder Pispers, deren Mitgefühl und Anstand genauso groß ist wie die Nichtzurkenntnisnahme elementarer ökonomischer Grundsätze, die auch dann gelten, wenn man kein neoliberaler Manchesterkapitalist ist.
Die Überproduktion hat etwas mit Stückkostenpreisen und dem Begriff der Exportnation (den ich im Übrigen nicht wirklich gutheiße) zu tun; die Staatseinnahmen sind in der Tat auf einem Rekordhoch, aber mehr noch die seit Jahrzehnten steigenden Ausgaben; Wachstum ist nach wie vor ein neutraler Begriff, der großen Unternehmen wie BMW genauso zugute kommt wie dem kleinen Tante-Emma-Laden nebenan; wer ernsthaft glaubt, dass Spekulation und Derivate Folge steigender Inflation ist, verlagert schlichtweg die Realität in akute, wenngleich zweitrangige Nebenkriegsschauplätze; und die demographische Entwicklung ist niemandes Symptom, außer dasjenige der Geburtenrate - und wird völlig unabhängig zum Tragen kommen.
Ich könnte an dieser Stelle jetzt ganz weit ausholen, mitsamt Zahlenwerk, rezenten Studien und Grundsätzen der Volkswirtschaft, spare mir das aber um unser aller Seelenheil. Das Kritisieren der derzeitigen Zustände ist richtig und wichtig, es ist ja auch längst nicht alles falsch (bzw. einer ernsthaften Diskussion wert), was Du sagst, aber zu einer richtigen Behandlung gehört immer noch eine richtige Diagnose. Diffuse Generalkritik der Art "Hedge Fonds und Wachstumswahn richten uns zugrunde", die weder den Unterschied zur Private Equity zum einen noch der Notwendigkeit zum Inflationsausgleich zum anderen kennt, verschaffen Dir zweifelsohne brausenden Applaus an und in jedem Stammtisch, Kleinkunsttheater und sozialkritischen Youtube-Video, lassen aber einige der tatsächlichen Ursachen völlig unangetastet. Redliche Absicht schützt vor zelotischem Eifer nicht.
Die Überproduktion hat etwas mit Stückkostenpreisen und dem Begriff der Exportnation (den ich im Übrigen nicht wirklich gutheiße) zu tun; die Staatseinnahmen sind in der Tat auf einem Rekordhoch, aber mehr noch die seit Jahrzehnten steigenden Ausgaben; Wachstum ist nach wie vor ein neutraler Begriff, der großen Unternehmen wie BMW genauso zugute kommt wie dem kleinen Tante-Emma-Laden nebenan; wer ernsthaft glaubt, dass Spekulation und Derivate Folge steigender Inflation ist, verlagert schlichtweg die Realität in akute, wenngleich zweitrangige Nebenkriegsschauplätze; und die demographische Entwicklung ist niemandes Symptom, außer dasjenige der Geburtenrate - und wird völlig unabhängig zum Tragen kommen.
Ich könnte an dieser Stelle jetzt ganz weit ausholen, mitsamt Zahlenwerk, rezenten Studien und Grundsätzen der Volkswirtschaft, spare mir das aber um unser aller Seelenheil. Das Kritisieren der derzeitigen Zustände ist richtig und wichtig, es ist ja auch längst nicht alles falsch (bzw. einer ernsthaften Diskussion wert), was Du sagst, aber zu einer richtigen Behandlung gehört immer noch eine richtige Diagnose. Diffuse Generalkritik der Art "Hedge Fonds und Wachstumswahn richten uns zugrunde", die weder den Unterschied zur Private Equity zum einen noch der Notwendigkeit zum Inflationsausgleich zum anderen kennt, verschaffen Dir zweifelsohne brausenden Applaus an und in jedem Stammtisch, Kleinkunsttheater und sozialkritischen Youtube-Video, lassen aber einige der tatsächlichen Ursachen völlig unangetastet. Redliche Absicht schützt vor zelotischem Eifer nicht.

