Zombies Ate My Neighbors
Horrorfilme, ich erinnere mich noch genau an Freitag der 13. und dessen miese Spieleumsetzung. Auch andere Horrorfilmkollegen wie etwa Halloween scheiterten. Da nahm sich wohl LucasArts ein Herz und wollte sich auch in diesem Genre versuchen.
So erblickte im Jahre 1993 Zombies Ate My Neighbors (oder auf unserem Kontinent nur kurz: Zombies) die Welt. Das Spiel wurde damals von LucasArts sowohl für das Super Nintendo als auch für das Sega Mega Drive releast.
Wer jetzt nun eine super Gruselgeschichte erwartet, den muss ich hier leider enttäuschen. So wählt man gleich am Anfang zwischen Männlein oder Weiblein aus (im 2-Spieler-Modus dann eben beide), es ertönt ein sarkastisches MUHAHA und man findet sich auch gleich in Level 1 wieder… Zombie Panic!!!!!!!!!!!!.
Doch warum dann der Zusatz „Ate my Neighbours“ im Titel, wenn es nur darum geht Monster platt zu machen? Ganz einfach! In jedem Level befindet sich eine bestimmte Anzahl von Nachbarn, welche anscheinend dermaßen mit Grillen, relaxen im Pool oder Sonstigem beschäftigt sind, dass sie gar nicht mitbekommen, was eigentlich um sie herum passiert. An uns liegt es nun diese zu retten, um anschließend ins nächste Level katapultiert zu werden.
Auf geht’s. Doch wie die Zombies erledigen? Hierfür wird euch ein ordentliches Arsenal an Waffen geboten von einer Wasserpistole bis hin zu einem Rasendrescher über Bazookas, Kreuze oder einfach Coladosen.
Deseweitern helfen euch auf Eurem Durchmarsch verschiedene Gegenstände. So könnt Ihr euch mit Hilfe von Medi-Packs heilen, durch aufblasbare Clownballons Monster ablenken oder einen der verschiedenen Tränke nutzen, der einen beispielsweise in einen Werwolf verwandelt, wodurch man sich durch Schläge die Gegner vom Leib hält.
Schade nur, dass das Spiel keine Speicherfunktion besitzt. Man erhält zwar nach einem bestimmten Level stets ein Passwort, jedoch sind dann auch alle Waffen weg, sobald man die Konsole aus macht.
Damit schließlich keine Langeweile aufkommt, wird es von Level zu Level immer schwerer und schwerer und auch die Monster werden verschiedener. So hat man sich zunächst nur mit Zombies vergnügt, erscheinen auch schon bald erste Mumien, schleimartige Wesen oder meine absoltuen Liebelinge, kleine Gnome die einen versuchen mit einem Hackebeil anzugreifen. Sogar Endgegner hat man hier berücksichtigt. Dann viel Spass, wenn ihr mal das riesige Baby mit Colabüchsen bewirft : ).
Auch sehr zum Schmunzeln regen die Verweise zu anderen Horrorfilmen oder anderem an. So gibt es einen Gegner mit Ledermaske und Kettensäge, der sehr stark an den Bösewicht aus Texas Chainsaw Massacre erinnert. Auch Levelnamen wie „New Kids from the Block“ dürften einem ein Begriff sein.
Grafisch gesehen ist das Spiel jetzt kein Höhepunkt. Da ist man von anderen Genre, wie es bei Rollenspielen der Fall ist, mehr gewohnt. Die Locations sind gut gewählt in Form von Vorgärten, Einkaufszentren oder einer Burg. Zombies, Mumien etc. sehen aus wie Bestien nun mal aussehen müssen.
Soundtechnisch ist das Spiel sehr abwechslungsreich. Es wird gestöhnt, geschrien wie in einem Horrorfilm, aber auch die einzelnen Musikstücke, die die Level begleiten sind nett anzuhören. Diese allerdings wiederholen sich in einem höheren Level schonmal
Fazit:
Klasse, also ich bin absolut begeistert, was LucasArts mir da gezaubert hat. Für Abwechslung ist in diesem Spiel auf jedenfall gesorgt. Vor allem zu zweit macht das Spiel doppelt soviel Spass. Auch die Hommage an andere Horrorfilme ist gut gelungen. Einzig die Tatasche, dass man bei höheren Level (welche deutlich schwerer sind als am Anfang), nachdem man die Konsole ausgeschaltet hat, seine kompletten Waffen verliert nervt ein wenig. Zum Schluss von mir nur noch ein MUHAHA!
Grafik: 7
Sound: 8
Spielespass: 9




