Allgemeine Tipps und Tricks zum Modden
Verfasst: 1. August 2011, 14:48
Ich dachte mir ich starte einen Tipps Thread. Hier können allgemeine Tipps und Tricks gepostet und diskutiert werden. Ich mache mal den Anfang 
Allgemeine Tipps
Wartungsfreundlichkeit
Was man bei seiner ersten Mod gerne vergisst, ist die Wartungsfreundlichkeit. So werden z.B. ober und Unterseite mit einem Kabel fest verbunden oder gar beide Seiten zusammengespachtelt, sodass man das Gerät ohne Säge nicht wieder öffnen kann. Das sollte man dringlichst vermeiden. Den original SNES kann man mit wenigen Handgriffen komplett zerlegen und dies sollte am Ende auch wieder so sein.
Steckerverbindungen
Um wartungsfreundlich zu bleiben, muss viel gesteckt werden. Ich verwende hierzu Stift- und Buchsenleisten die ich einfach auf die richtige Polzahl zurecht schneide. Dann an beide Enden die Kabel anlöten und nach einem erfolgreichen Test mit Heißkleber fixieren.
Netzteil Entladen
Gutes Werkzeug ist wichtig. Hier gilt der Grundsatz "Wer billig kauft, kauft zweimal!". Natürlich macht es keinen Sinn viel Geld für nur ein oder zwei Modding Aktionen auszugeben. Es macht jedoch noch weniger Sinn billigen Mist zu kaufen. Hier lieber mal im Freundes/Bekanntenkreis nachfragen und ggf. ausleihen. Folgende Werkzeuge verwende ich beim Modden:
Lötausstattung
Eine gute Lötstation ist teuer, besonderes wenn die Temperatur regelbar ist. Die billigen Teilen für 15€ aber lieber im Laden stehen lassen, diese haben billige Kupferspitzen und halten die Temperatur nicht richtig. Ich habe vor längerem eine alten Weller WECP für ~14€ bei Ebay erstanden. Das gute Stück ist knapp 33 Jahre alt und funktioniert immer noch 1A. Auch Spitzen und Ersatzteile sind kein Problem, denn der Lötkolben selber wird so heute noch hergestellt. Es lohnt sich also gebraucht zu kaufen.
Neben einer Lötstation ist auch Lötpumpe oder Entlötlitze von Vorteil.
Um Dauerspitzen zu reinigen empfehle ich einen "Dry-Cleaner" (gibts für unter 5€ bei reichelt). Hier muss kein Schwamm mehr befeuchtet werden und die Lötspitze kühlt nicht ab.
Auch immer gut ist eine "Dritte Hand" und eine Lupenlampe.
Multifunktionswerkzeug/Minibohrer
Ich habe vor Jahren einen Proxxon Micromot geschenkt bekommen und bin damit sehr zufrieden. Vor allem die Trennscheiben habe ich oft im Einsatz. Ein Freund von mir verwendet einen Dremel und ist auch hiermit sehr zufrieden.
Feilen
Ein Satz Nadelfeilen macht sich immer gut, denn mit dem Minibohrer wird man nie so genau arbeiten können wie mit einer Feile. Hier kann man ruhig ein billiges Set für ein paar € nehmen, denn dieses sind für die Metallverarbeitung ausgelegt. Plastik ist somit auch für die billigen Dinger kein Problem.
Skalpell
Auch ein Hobbyskalpell ist sehr nützlich. Die gibts für ein paar Euro im Bastelladen.
Multimeter
Zum Messen von Schaltungen etc. ist ein Multimeter immer gut. Hier gibt es kleine Geräte für den Hobbybastler schon ab 10€. Diese habe meist keinen so großen Messbereich und sind nicht so genau. Für den Einstieg jedoch durchaus brauchbar. Wer Qualität (zu stolzem Preis) will, kann sich die Geräte von FLUKE anschauen (Achtung bei ebay werden gerne Plagiate aus China verkauft)
Gamebits
Auch wenn der "Kugelschreiber Trick" beim ein oder anderen funktioniert kann ich das nicht empfehlen. Gamebits gibts bei Ebay im Set (4,5mm und 3,8mm) aus Amerika schon für ca. 5€ inkl Versand. Einfach nach "Gamebit" suchen.
Kleben
Auch ums kleben kommt man meist nicht herum. Wichtig ist, dass die zu klebende Stelle angeraut, fett und staubfrei ist. Ich verwende drei Klebesorten:
2-Komponenten Epoxyidharzkleber
Mein Absoluter Favorit unter den Klebern. Er härtet nicht zu schnell aus, sodass ein genaues platzieren der Teile kein Problem ist. Er hat eine angenehme Viskosität, ist sehr stark aber dennoch nach dem aushärten leicht flexibel. Ich verwende den für fast Alles. Von den "zwei in eins Tuben" kann ich jedoch nur abraten. Die sind schwer zu dosieren und verhaken. Lieber zwei separate Fläschen nehmen.
Sekundenkleber
Nehme ich nur wenns mal schnell gehen soll oder wenn ich ein Teil mit ein bis zwei punkten anhefte. Wenn der optische Eindruck passt und das Teil sitzt, wird der Rest der Fläche meist mit 2K Epoxy geklebt.
Heißkleber
Nehme ich immer um Teile zu kleben, die später ggf. entfernt oder gewartet werden müssen und sonst keine Befestigung möglich ist. Zum Beispiel um LED's oder Platinen zu fixieren oder um selbst gemachte Stecker aus Stift/Buchsenleisten ein wenig stabiler zu machen.
Löten
Löten ist nicht sonderlich schwer, es erfordert nur ein bisschen Übung und gutes Werkzeug. Trotz des RoHS Standards darf Bleihaltiges Lot immer noch im Hobby Bereich eingesetzt werden und das würde ich auch jedem raten. Bei Wikibooks gibt es ein sehr schönes E-Book zum Thema Löten, sodass ich mir hier nicht nen Wolf schreiben muss: Fehlersuche in Elektronik-Schaltungen/ Löten und Entlöten
Schrumpfschlauch
Modding Links
SuperCIC Tutorial
RGB Kabel Mod
RGB Bildlage Shifter
So das wars erst einmal von meiner Seite. Ich hoffe ihr habt noch ein paar gute Tipps und Tricks parat. Ein Beitrag zum Thema Lackieren wäre nicht schlecht, denn das ist absolut nicht mein Ding.
Gruß Julian
Allgemeine Tipps
Wartungsfreundlichkeit
Was man bei seiner ersten Mod gerne vergisst, ist die Wartungsfreundlichkeit. So werden z.B. ober und Unterseite mit einem Kabel fest verbunden oder gar beide Seiten zusammengespachtelt, sodass man das Gerät ohne Säge nicht wieder öffnen kann. Das sollte man dringlichst vermeiden. Den original SNES kann man mit wenigen Handgriffen komplett zerlegen und dies sollte am Ende auch wieder so sein.
Steckerverbindungen
Um wartungsfreundlich zu bleiben, muss viel gesteckt werden. Ich verwende hierzu Stift- und Buchsenleisten die ich einfach auf die richtige Polzahl zurecht schneide. Dann an beide Enden die Kabel anlöten und nach einem erfolgreichen Test mit Heißkleber fixieren.
Netzteil Entladen
SpachtelnRohmoe hat geschrieben:Ich enpfehle (wie im Forum schon oft gesagt) die Konsole immer zu entladen! hierzu den Powerschalter 2-3 mal an und auschalten wenn der Netzstecker abgezuogen ist. Dabei leuchtet die Powerled kurz auf.
WerkzeugRohmoe hat geschrieben:Zum Spachteln benutze ich eigentlich nur Glasfaserspachtel. Wird zwar immer als schlimme Schleifarbeit angestempelt, aber hierzu mein Tip...
Je mehr Spachtel, desto mehr schleifen!
Lieber in Schichten arbeiten. Ich verschliesse erst löcher,lass es aushärten und dann kommt das Planspachteln. Ist ganz einfach...
Was noch wichtig für Glasfaserspachtel ist einen Atemmaske fürs schleifen!!!
Gutes Werkzeug ist wichtig. Hier gilt der Grundsatz "Wer billig kauft, kauft zweimal!". Natürlich macht es keinen Sinn viel Geld für nur ein oder zwei Modding Aktionen auszugeben. Es macht jedoch noch weniger Sinn billigen Mist zu kaufen. Hier lieber mal im Freundes/Bekanntenkreis nachfragen und ggf. ausleihen. Folgende Werkzeuge verwende ich beim Modden:
Lötausstattung
Eine gute Lötstation ist teuer, besonderes wenn die Temperatur regelbar ist. Die billigen Teilen für 15€ aber lieber im Laden stehen lassen, diese haben billige Kupferspitzen und halten die Temperatur nicht richtig. Ich habe vor längerem eine alten Weller WECP für ~14€ bei Ebay erstanden. Das gute Stück ist knapp 33 Jahre alt und funktioniert immer noch 1A. Auch Spitzen und Ersatzteile sind kein Problem, denn der Lötkolben selber wird so heute noch hergestellt. Es lohnt sich also gebraucht zu kaufen.
Neben einer Lötstation ist auch Lötpumpe oder Entlötlitze von Vorteil.
Um Dauerspitzen zu reinigen empfehle ich einen "Dry-Cleaner" (gibts für unter 5€ bei reichelt). Hier muss kein Schwamm mehr befeuchtet werden und die Lötspitze kühlt nicht ab.
Auch immer gut ist eine "Dritte Hand" und eine Lupenlampe.
Multifunktionswerkzeug/Minibohrer
Ich habe vor Jahren einen Proxxon Micromot geschenkt bekommen und bin damit sehr zufrieden. Vor allem die Trennscheiben habe ich oft im Einsatz. Ein Freund von mir verwendet einen Dremel und ist auch hiermit sehr zufrieden.
Feilen
Ein Satz Nadelfeilen macht sich immer gut, denn mit dem Minibohrer wird man nie so genau arbeiten können wie mit einer Feile. Hier kann man ruhig ein billiges Set für ein paar € nehmen, denn dieses sind für die Metallverarbeitung ausgelegt. Plastik ist somit auch für die billigen Dinger kein Problem.
Skalpell
Auch ein Hobbyskalpell ist sehr nützlich. Die gibts für ein paar Euro im Bastelladen.
Multimeter
Zum Messen von Schaltungen etc. ist ein Multimeter immer gut. Hier gibt es kleine Geräte für den Hobbybastler schon ab 10€. Diese habe meist keinen so großen Messbereich und sind nicht so genau. Für den Einstieg jedoch durchaus brauchbar. Wer Qualität (zu stolzem Preis) will, kann sich die Geräte von FLUKE anschauen (Achtung bei ebay werden gerne Plagiate aus China verkauft)
Gamebits
Auch wenn der "Kugelschreiber Trick" beim ein oder anderen funktioniert kann ich das nicht empfehlen. Gamebits gibts bei Ebay im Set (4,5mm und 3,8mm) aus Amerika schon für ca. 5€ inkl Versand. Einfach nach "Gamebit" suchen.
Kleben
Auch ums kleben kommt man meist nicht herum. Wichtig ist, dass die zu klebende Stelle angeraut, fett und staubfrei ist. Ich verwende drei Klebesorten:
2-Komponenten Epoxyidharzkleber
Mein Absoluter Favorit unter den Klebern. Er härtet nicht zu schnell aus, sodass ein genaues platzieren der Teile kein Problem ist. Er hat eine angenehme Viskosität, ist sehr stark aber dennoch nach dem aushärten leicht flexibel. Ich verwende den für fast Alles. Von den "zwei in eins Tuben" kann ich jedoch nur abraten. Die sind schwer zu dosieren und verhaken. Lieber zwei separate Fläschen nehmen.
Sekundenkleber
Nehme ich nur wenns mal schnell gehen soll oder wenn ich ein Teil mit ein bis zwei punkten anhefte. Wenn der optische Eindruck passt und das Teil sitzt, wird der Rest der Fläche meist mit 2K Epoxy geklebt.
Heißkleber
Nehme ich immer um Teile zu kleben, die später ggf. entfernt oder gewartet werden müssen und sonst keine Befestigung möglich ist. Zum Beispiel um LED's oder Platinen zu fixieren oder um selbst gemachte Stecker aus Stift/Buchsenleisten ein wenig stabiler zu machen.
Löten
Löten ist nicht sonderlich schwer, es erfordert nur ein bisschen Übung und gutes Werkzeug. Trotz des RoHS Standards darf Bleihaltiges Lot immer noch im Hobby Bereich eingesetzt werden und das würde ich auch jedem raten. Bei Wikibooks gibt es ein sehr schönes E-Book zum Thema Löten, sodass ich mir hier nicht nen Wolf schreiben muss: Fehlersuche in Elektronik-Schaltungen/ Löten und Entlöten
Schrumpfschlauch
Jackhead hat geschrieben:Sieht einfach sauber aus, und man muss nicht alles mit Isolierband zukleben. Kommt allerdings auch drauf an ob man auf das Thema Isolierung großen Wert legt. Ich persöhnlich achte da sehr drauf. Einfach um eine Fehlerquelle mehr auszuschließen.
Modding Links
SuperCIC Tutorial
RGB Kabel Mod
RGB Bildlage Shifter
So das wars erst einmal von meiner Seite. Ich hoffe ihr habt noch ein paar gute Tipps und Tricks parat. Ein Beitrag zum Thema Lackieren wäre nicht schlecht, denn das ist absolut nicht mein Ding.
Gruß Julian