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Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 14. Oktober 2010, 19:08
von basitsch
Ich geb dann auch mal meinen Senf ab, auch wenn ich in Verdacht gerate ein Würstchen zu sein.

Erstmal Hut ab vor jedem, der sich die Mühe macht ein Review zu schreiben. Ich bin da viel zu faul. Mir persönlich gefällt diese 'Erzähler'-Methode nicht so sehr. Für mich wirkt es immer etwas zu sehr gewollt. Nun ja, zum Glück gibt es unterschiedliche Geschmäcker.

Mir ist allerdings das hier auf gefallen:
>irgendwo in den Gullys unter New York...
Du meinst sicherlich die Kanalisation. Ein Gulli ist nur der Ablauf, also der Teil der mit dem Gullideckel versehen ist und meist einen Schlammfangeimer beinhaltet. Da passen die Turtles aber nicht rein ;)

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 19. Oktober 2010, 19:23
von ChronoMoogle
Moi-Même hat geschrieben: Eigentlich müsste man Squaresoft ausschweifend gratulieren: Im Jahre 1987 rettete sich das Unternehmen mit „Final Fantasy“ (Famicom) gerade noch so eben aus den Klauen der Insolvenz, zweiundsiebzig Monate später hingegen dominierte es bereits den internationalen RPG Markt. Ich mag aber nicht gratulieren, denn wie den Deppen DAS gelungen ist, entzieht sich angesichts des Kernstückes ihrer damaligen Expansionspolitik meinem Verständnis. „Mystic Quest“, gern auch „Final Fantasy: Mystic Quest“ oder „Mystic Quest Legend“ war seinerzeit ein intendierter RPG-Botschafter, ausgesandt um seinen Genrekollegen den Weg in unsere Wohnzimmer freizutrampeln. Fast möchte man vermuten, Squares anschließender Erfolg beruhe ausschließlich auf der Tatsache, das alles was nach Mystic Quest kam einfach nur besser sein konnte. 1993 flimmerte dann also das Squaresoft-Logo über unsere Mattscheiben, es rollten die Erfahrungspunkte, die prunkvolle Big Box thronte im Regal und bewies ganz eindrücklich, wie viel eine raffinierte Marketingkampagne rausreißen kann: In Ermangelung tauglicher Gegenbeispiele bemerkte das Gros der Spieler nämlich eine ganze Weile lang nicht, dass Mystic Quest ein Scheißspiel ist. Ja, ein Scheißspiel. Wäre ich um diese unprofessionelle Portion Fäkalsprache irgendwie herum gekommen, ich hätte sie euch erspart. Wie auch immer. Um dem ganzen noch die entgültige Eselsmütze aufzusetzen, wurde das Spiel in Japan als Final Fantasy USA released. Mystic Quest ist ein Spiel, welches ungerührt aufzeigt, für was für primitive Spieler wir Westler in den 90ern gehalten wurden. Wahrscheinlich ein Running Gag unter Japanern...

Technisch ist Mystic Quest durchwachsen. Die Grafik ist fade, detaillos, ja ich würde sogar sagen Lieblos gestaltet.
Eine kleine Ausnahme machen da die Bilder von den Gegnern, die je nach Typ 2 bis 4 verschiedene Bilder besitzen, welche die Höhe der HP andeuten sollen. Ein lobenswertes Feature, was man anno dazumal nicht oft zu sehen bekommt, im Gesammtbild aber wie ein Tropfen auf den heißen Stein daherkommt.
Während die Musikstücke an sich sehr schön komponiert sind, vermiesen einen die schlechten Soundeffekte den Hörgenuss... Irgendwie kommt so ziemlich kein Feature des Spiels ohne ein dickes ABER aus.


Ich habe nun schon tausendmal erlebt, dass ein auf der Oberwelt sichtbarer Gegner über die Nervenfolter des gemeinen Zufallskampfes hinwegtrösten kann. Ich bin entzückt, wenn Rollenspiele ein paar Actionfeatures von Zelda entleihen und es gelang auch schon so manchem Titel, mir mittels sporadisch verstreuter Bonusquests ein nonlineares Gameplay vorzugaukeln. Alles ganz wunderbar. Mussten SNES-RPGs in ihren Blütetagen unbedingt leisten können. Dass Mystic Quest sich solchen Zucker schon 1993 auf die Schaltkreise zu streuen versucht hat, soll hier ja gar nicht unerwähnt bleiben, aber was mir bei diesem Spiel fehlt, ist etwas, das ruft, nein brüllt: „Ich bin ein echtes Square RPG“. Oder warum hat das Ding bei den Amis und Japanern ein „Final Fantasy“ im Titel stehen? Wo ist der unverwechselbare Charme, wo die inszenatorische Raffinesse der Mutterserie?

Ja genau. Fehlanzeige! Das Spiel dümpelt einfach vor sich hin. Dass man ausserhalb der Kämpfe seine Waffen zum Weiterkommen oder Lösen simpler Rätsel einsetzen kann macht den Braten leider auch nicht fett. Auch wenn es die Belanglosigkeit dieses Titels vielleicht etwas retouschiert.
Denn nein - Dieses Spiel erwartet absolut nichts vom Spieler. Der Spieler wird vom Spiel mit guten Items geradezu überhäuft. Verlässt man ein Gebiet, so sind alle Truhen beim nächsten Betreten wieder da. Alle normalen Gegner sind mit maximal 2 Schlägen besiegt und die Bossgegner sollten sich für ihren Namen schämen. Alle Zauber der Protagonisten, egal ob Heilung oder Angriff, sind hoffnungslos überpowert und wird ein Kampf aus sonst welchen seltsamen Gründen verloren, so bietet einen das Spiel sogar an, ihn ohne Abzüge nochmal zu bestreiten. Die einzige Taktik im Spiel ist, zu entscheiden, wann man heilt und wann man angreift und der einzige Versuch ein wenig Schwierigkeit in die Kämpfe zu bringen die unverhältnismässig häufigen Statusveränderungen. Trauriges Resultat: die Kämpfe werden gestreckt, aber nicht schwerer! Also wartet der genervte Spieler brav ab, bis sich die Paralyse, die fast jeder Otto-Normal Gegner drauf hat, gelegt hat und er weiterknüppeln darf.

Die Weltkarte besteht aus einer RPG-untypischen linearen Levelauswahl ohne versteckte Wege oder Dungeons. Schonmal nicht gerade toll, nur dummerweise treibt es Square noch bunter: es gibt zwar keine Zufallskämpfe auf der Karte, dafür aber eine Art Monsternester. Wählt man sie an, so startet eine Serie von Kämpfen. Besiegt man dort alle Monster, so erhält man eine Belohnung... Müsste man Leveln, wäre das ja gar nicht so verkehrt, da man Extraerfahrung aber gar nicht nötig hat ist diese eintönige Angelegenheit nichts weiter als ein Spielzeitstrecker und äußerst nervig.


Böse ausgedrückt ist Mystic Quests Story nicht mehr als eine fade Pampe all jener Obligationen, die sich ein halbwegs kreativer Storyboard-Autor normalerweise noch auszuschmücken erlaubt. Da ist dieser Typ, von dem keiner so richtig was Genaueres weiß und der beiläufig erzählt bekommt, er sei der Auserwählte. Nur er könne die Welt retten, natürlich, und das soll dem Burschen auch schon Grund genug sein, den beschwerlichen Weg des Heldentums auf sich zu nehmen. Eine Charakterisierung kennt Mystic Quest einfach nicht, weder dem Hauptcharakter noch sonst irgendwem wird mehr als eine halbe Textbox gewidmet. Aber die Krone der Seelenlosigkeit sind freilich diese generischen Begleiter, die sich dem Helden hier und da völlig grundlos anschließen, nur um ihn kurz darauf noch viel grundloser wieder im Stich zu lassen. „Ich weiß zwar nicht wer du bist und es geht mich ja auch nichts an, äh, aber falls du zufällig der Auserwählte bist oder so, komme ich mal eben mit dir mit und hacke den Baum ab, von dem ich vermute, dass er dir im Weg steht.“ Oh! Während ich etwas gegen meine Kopfschmerzen einnehme, hüpft der Bubi seine lächerlich deplatzierte Pixelpirouette und schon steht ein halber Heldentrupp. Hallelujah. Also auf, Kaily! oder Ruben! Oder Tristan! Oder... wie ihr heißen mögt. Auf in den Kampf gegen, tja, gegen wen oder was auch immer. Eine Legende wird wahr! ...Steht jedenfalls so in der Spielanleitung.

Nun mag es Leute geben, die eine lausige Story verzeihen können, wenn das Gesammtprodukt stimmt. Drogenbedingt besonders Fantasiebegabte Leute vielleicht, oder Analphabeten. Wir bekommen also eine lineare Storyline mit häufig wechselnden, höchst abwechslungsreichen Gruppenmitgliedern serviert. Nein, wartet... Das war ja Final Fantasy 4. Die anspruchsvollen Kämpfe bedürfen einer ständigen, bedachten Truppenplanung und würzen das Gameplay mit taktischer Tiefe. Ach nein, verdammt, das war ja Dragon Quest 5. Aber warum erwähne ich das alles überhaupt; vor lauter Belanglosigkeit weiß man bei Mystic Quest ja sowieso nie, ob man nun ein Final Fantasy oder ein Dragon Quest spielt. Was auch immer man diesen beiden Serien an Mankos vorhalten darf, Mystic Quest vereint sie definitiv in sich. Alle.

Es gibt nur zwei Arten von Mystic Quest-Spielern auf der Welt: Solche selbstironischen, wie ich, die es Spielen WEIL es so schlecht ist und jene verzweifelten Seelen die es spielen, OBWOHL es so schlecht ist. Wie grottig Mystic Quest nun wirklich ist, muss zwar letztlich jeder selbst entscheiden, aber ... Nein wartet, ich entscheide für euch. Es ist in der Summe aller Faktoren einfach nur der letzte Rotz. Kommt schon. Würdet ihr das Spiel kaufen, wenn ich drei Punkte vergeben hätte? ..Oder vier? Nicht? Eben.


Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 19. Oktober 2010, 19:31
von Jaffar Sholva
Ähm, was willst du damit genau aussagen?

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 19. Oktober 2010, 19:35
von ChronoMoogle
Ich habe für Moi das Review fertiggeschrieben, weil er nicht mehr weiterkam.
Ist über Skype abgesprochen ;)
Zu 100% bin ich natürlich nicht seiner Meinung, ich würde dem Spiel z.B. 5 bis 6 Punkte geben.
Aber in den meisten Punkten und denen die ich aufgezählt habe stimme ich ihm zu.

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 20. Oktober 2010, 23:01
von Moi-Même
puuuh..

weißt du, so zwischen uns beiden Betschwestern..

Vom Prinzip her völlig okay, finde ich... Ich würd's so stehen lassen, wäre es nicht irgendwo mein eigenes Review.. Inhaltlich möcht ich erst einmal nur die Bewertung bemängeln, vor allem aber hast du einfach total die Struktur zerschossen, die ich mir zurecht gelegt hatte. xD

Ich habe es nicht weitergeschrieben, das stimmt schon, aber was ich in keinem Fall getan hätte, ist, das Technische direkt hinter den zweiten Absatz zu klatschen. ^____^ Der zweite (nunmehr dritte) Absatz war eigentlich als inhaltliche Einleitung gedacht und diente primär dem Zweck, all dem folgenden Gepöbel rethorisch den Teppich auszurollen. <g>

Von deinem zweiten großen Absatz ("ja, Fehlanzeige [...]") bin ich zwar irgendwie total begeistert, aber die Story ganz an den Schluss zu stellen... ich weiß nicht. ~___~' Wenn ICH es jetzt überarbeitet hätte, und nicht du, ich hätte nicht so mitten hineingepostet sondern einfach alles Neue vor's Fazit gezogen.. Du weißt doch, dass ich - entgegen Jaffars guten Ratschlägen - ein ganz stures Story-Gameplay-Technik-Schema abklopfe. ^___^

Was ich sagen will, ich weiß nicht.. das Ganze ist jetzt irgendwie einfach strukturell konfus.

Konfus. ~___~'

Boah, ich weiß selbst gar nicht so richtig, was mich stört.. Deshalb hab ich auch so lange für die Antwort gebraucht. >___>' Irgendwie ist das echt total merkwürdig, wenn ein anderer dein Review weiter schreibt. xDD <3 Komisches Gefühl.

Aber wenn du Mystic Quest 5 bis 6 Punkte geben möchtest, muss ich ganz entschieden sagen, dass wir da keine Basis für eine gemeinsame Arbeit finden werden, denn mehr als zwei rück' ICH für diesen ABFALL nicht raus.

Dieses Spiel ist einfach so verflucht schlecht, es dürfte dieses Spiel überhaupt nicht geben. Auf einem Sega-Kasten wäre das Ding vielleicht unterer Durchschnitt. Auf einem Taschenrechner wäre es vermutlich sogar große Klasse. Nicht aber auf einer Konsole, die wie keine andere für das RPG-Genre stand und steht und schon gar nicht, wenn eine Firma wie Square die Finger im Spiel hatte. Das ist einfach, als würde Paul Bocuse seinen Gästen ins Couscous kotzen.

Aber eigentlich wollte ich exakt das vermeiden. Wertungsstreit gehört nicht in diesen Thread. >__>

Reden wir mal im Skype drüber. Ja? ^__~

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 06:02
von Christian
Moi-Même hat geschrieben:
Aber wenn du Mystic Quest 5 bis 6 Punkte geben möchtest, muss ich ganz entschieden sagen, dass wir da keine Basis für eine gemeinsame Arbeit finden werden, denn mehr als zwei rück' ICH für diesen ABFALL nicht raus.
*hust* streitgespräch :D

mein skype-name ist übrigens "cruzha" *mitdemzaunwink* ;)

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 09:42
von ChronoMoogle
Da das ganze mehr oder weniger in eine Sackgasse geschrieben wurde musste ich leider die Struktur etwas aufsprengen. Kompromiss? 3 Punkte! Du bist bei Skype ja fast nie online Moi^^
Ausserdem ist es noch in der Bastelecke, strukturier doch mal um wenns dir so noch nicht gefällt. Darfst in meinen Bereich auch gerne noch etwas rumeditieren, wenn dir was nicht zusagt.

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 10:54
von Moi-Même
3? Ich gab Sailor Moon bereits eine 3 und das ist um Längen besser als MQ... Außerdem funktioniert die Pointe im Fazit dann nicht mehr. ~____~'

Ich gebe ja zu, dass ich gern ein wenig theatralisch tippe, aber das heißt noch lange nicht, dass ich um der Theatralik Willen übertreibe. Es ist für mich nunmal eine 2. >____<'

Im übrigen wundere ich mich, wie du von 5-6 auf 3 kommst. Das sieht nicht aus, als stecke da viel System hinter deinen Überlegungen. ^___~ *Zunge rausstreck*

Im Skype bin ich gewiss heute Nachmittag on. Dann können wir ja gleich Christian dazuholen, der kann vielleicht noch ein paar Impulse setzen... Auch wenn ich mich ernstlich frage, ob ein Mensch wie er - dessen Sammlung zu sechzig Prozent aus Fußballspielen besteht - in dieser Sache überhaupt mitreden kann. >____>

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 11:23
von ChronoMoogle
Die Sache ist einfach dass es so viel schlechtere Titel gibt.
Aber bei 3 Punkten wäre es noch in Ordnung, da ist nach hinten noch genügend Platz für super- und ultragrottig :D

Ich bin heute Nachmittag wieder bei Vorlesungen, aber einigen wir uns doch auf heute Abend, ja?

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 11:32
von Moi-Même
Geht klar. Aber genau das war eig. mein Ansatz - es gibt KAUM schlechtere Spiele - zumindest kaum schlechtere RPGs. Mir fallen eigentlich sogar nur zwei ein - Arcana und Lord of the Rings......


Ich glaube es wird immer deutlicher, dass uns so etwas wie ein einheitlicher Maßstab fehlt... Objektiv können wir ja sowieso nicht sein. Aber wie subjektiv darf man eigentlich noch sein? Und woran messen wir unsere Wertungen eigentlich? Nur am Kernbereich SNES? Am Genre? An der Gesamtheit aller Spiele? .... einer Generation oder aller Zeiten?? Puh..

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 11:36
von ChronoMoogle
Schlechtere RPGs meinst du eigenlich^^ Schlechtere Spiele gibt es einige!
Ich denke wir messen es an der Generation der Spiele. Für Alltime Classics wie A Link To The Past oder Chrono Trigger (oder Terranigma hehe) kann man schon etwas weiter ausholen und worte wie "aller Zeiten" und so benutzen, aber sonst...

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 21. Oktober 2010, 16:32
von Christian
Moi-Même hat geschrieben: Ich glaube es wird immer deutlicher, dass uns so etwas wie ein einheitlicher Maßstab fehlt... Objektiv können wir ja sowieso nicht sein. Aber wie subjektiv darf man eigentlich noch sein? Und woran messen wir unsere Wertungen eigentlich? Nur am Kernbereich SNES? Am Genre? An der Gesamtheit aller Spiele? .... einer Generation oder aller Zeiten?? Puh..
maßstab für die bewertungen ist im prinzip das optimum, was man aus dem snes rausholen kann. es macht natürlich keinen sinn, grafik und sound nach heutigen maßstäben zu bewerten. ansatzpunkt ist hierbei einfach nur die frage: wie sehr reizt das spiel die hardwaremöglichkeiten des super nintendos aus?
spielspaß ist schon universeller, entweder es macht spaß oder nicht.

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 1. November 2010, 21:42
von ChronoMoogle
Hier nochmal ein altes Review von mir, dieses mal von Breath of Fire. Ich habe es sprachlich etwas verbessert und bin für weitere Verbesserungsvorschläge offen:
Die Breath of Fire- Serie von Capcom - Squaresoft war nur für die Übersetzung und den Vertrieb verantwortlich - geht zwar in eine total andere Richtung, wie die für das Unternehmen typischen Action Games, steht aber völlig zu Unrecht im Schatten anderer RPGs.

Die Story von Breath of Fire ist recht simpel gehalten. Am Anfang wird euer Dorf zerstört und Ihr zieht als „weißer Drachenkrieger“ aus, um die dunklen Drachenritter aufzuhalten.
Es gibt durchaus einige spannende Wendepunkte in der Story; diese ist aber im Vergleich mit anderen RPGs des Super NES eher zweitrangig. Dafür haben sich die Entwickler um vielseitige Charaktere, eine abwechslungsreiche Welt und viele Völker bemüht, die das ganze Spiel etwas tiefer wirken lassen.

Das Gameplay ist sehr klassisch gehalten. Ihr lauft mit Eurer Party durch bunte RPG-Welten, erkundet Dungeons, levelt eure Party, haut fiese Typen in die Pfanne oder sucht nach seltenen Items. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles ist schon relativ hoch bis mittel und verlangt ab und zu nach kleinen Levelpausen und Aufstockung der Ausrüstung.
Die Umgebungen könnten vielseitiger kaum sein: Von der abstrakten Traumwelt über einen Roboterkörper bis hin zu Unterwasservulkanen haben sich die Jungs von Capcom einiges einfallen lassen. Das Spiel wartet mit einigen kniffligen Rätseln und lustigen Dungeonideen auf – so wird man zum Beispiel in einem Spielabschnitt kurzfristig auf die Größe einer Maus geschrumpft. Das Spiel enthält leichte Adventure Elemente, so besitzt jeder Charakter nicht nur seine eigenen Fertigkeiten und Stärken in Kämpfen sondern auch auf der Karte. So könnt ihr mit Pfeil und Bogen auf die Jagd nach Tieren gehen, Euch in einen Fisch verwandeln oder bröcklige Wände zu Staub schlagen, um nur einige der coolen Features der Charaktere zu nennen. Verwandlungen und Zauber gehören in den Kämpfen genauso dazu wie die obligatorischen übergroßen Bossgegner. Die Kämpfe von Breath of Fire starten zufällig nach einigen Schritten und sind leider sehr zahlreich. Zumindest besitzen sie eine Autobattle-Funktion, die vor allem bei schwachen Gegnern sehr nützlich ist und die Kämpfe deutlich beschleunigen kann.
Das Menü des Spiels ist schön übersichtlich gestaltet, Beschreibungen der Items lassen sich abrufen, aber warum um Gottes Willen hat Capcom den Zaubersprüchen nicht auch so eine Funktion gegeben? Als Folge muss man entweder jeden Zauber ausprobieren oder eine der beiden Karten aus der OVP kramen.

Der Sound des Spieles ist, wie man es von vielen SNES-RPGs gewohnt ist, sehr gut gelungen. Die Grafik hingegen ist ein zweischneidiges Schwert. An einigen Stellen sind die Dungeons einfach nur trist oder die Stadt langweilig, an anderen Stellen wirklich alles hübsch und extrem gut designt. Die Kampfszenen haben eine tolle Grafik spendiert bekommen. Gegner besitzen viele Animationen und Zauber – alles läuft flüssig und man kann zumindest sagen, dass in den Kämpfen an nichts gespart wurde. Die Charaktermodelle auf der normalen Map sind etwas klein, aber trotzdem schön bunt und nett anzusehen.

Breath of Fire besitzt mit über 30 Spielstunden einen guten Umfang und es gibt viele kleine Sidequests und Geheimnisse zu entdecken. Es lohnt sich, nach einiger Zeit in alte Gegenden zurückzukehren um mit den neuen Fertigkeiten weitere der unzähligen Items und Verwandlungen aufzustöbern. Somit wird Breath of Fire an keiner Stelle langweilig und so simpel die Story auch scheint, sie treibt das Spiel gut voran und fesselt bis zum letzten Endgegner.

Fazit: Breath of Fire ist ein Paradebeispiel für ein klassisches Rollenspiel. Gewürzt mit seiner leichten Prise Adventure und seinem motivierenden Spielverlauf ist es einfach ein sehr gutes SNES Spiel. Ich hatte mit dem Breath of Fire vom Anfang bis zum Abspann eine Menge Spaß und kann es jedem RPG- Liebhaber bedenkenlos empfehlen!

Pro:
- gutes Kampfsystem
- vielseitige Charaktere
- geniale Spielideen
- großer umfang

Contra:
- grafisch teilweise altbacken
- häufige Zufallskämpfe
- Story kommt etwas zu kurz

Grafik 7
Sound 8
Spielspaß 8

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 1. November 2010, 23:10
von Moi-Même
Hehe. ^____^ Wie viele alte Texte von dir gammeln eigentlich noch so auf deiner Festplatte?!?! Und wieso hast du mir ein BoF Review so lange vorenthalten!!!11 xDD <3

Also ich will jetzt erstmal feststellen, dass ich dir inhaltlich überall zustimme, insbesondere was die "Zweitrangigkeit" der Story und die Häufigkeit der Kämpfe betrifft.


Storyabsatz: Enthält in meinen Augen die wichtigste Information über das Spiel, nämlich, dass es auch ohne pompöse Story irgendwie ziemlich atmosphärisch ist. Das hätte ich an deiner Stelle wohl etwas breiter getreten. Breath of Fire besteht aus extrem vielen, winzig kleinen Story-Abschnitten, so dass eigentlich immer irgendwie irgendetwas passiert. Hat einfach sehr sehr wenig Leerlauf.


Den Gameplayabsatz würde ich komplett so lassen wie er ist. Äh, inhaltlich jedenfalls. Hätte das Ding vielleicht in der Mitte gesplittet. Bietet sich an, weil du dich ja eigentlich über Oberwelt und Kampfbildschirm getrennt auslässt. Sehe keinen Grund, beides zusammen zu klatschen, wenn zwei getrennte Absätze dem Layout dienlicher sein könnten. xD


Dann sind da halt ein paar Wortdoppler ([...] lauft mit eurer Party durch [...] Welten und Dungeons und levelt eure Party) und einige Kommafehler (glaube ich wenigstens, ich beherrsche Kommasetzung selbst kein bisschen).




Ich sehe keinen dringenden Überarbeitungsbedarf. Dein Review ist in meinen Augen eine sehr gut geschriebene Abhandlung von Punkten. Ein Schema halt, wie Jaffar vielleicht sagen würde und du musst selbst entscheiden, ob dir das genügt. Etwas Abwechslung ließe sich sprachlich hier und da gewiss gut unterbringen, besonders im Einleitungssatz, der ja Interesse an deinem Review erzeugen soll. Eine rethorische Frage vielleicht oder ein paar Konjunktive? Naja, nach oben hin ist ja eh immer alles offen. Ein Text, der ruck zuck auf die Seite sollte, wenn es nach mir ginge. Egal, ob nun in dieser oder in überarbeiteter Form.

Re: Unsere kleine Bastelecke!! ^______^

Verfasst: 2. November 2010, 00:20
von ChronoMoogle
Problematisch ist, dass Gameplay und Kampf relativ Nahtlos in meinen Text ineinander übergehen. Ich habe trotzdem mal einen guten Punkt für einen Absatz gefunden (denke ich).

Ich habe die Problematik der Linearität (die keine ist) hinzugefügt und einige Formulierungen schöner gemacht.

Here you go:
ChronoMoogle hat geschrieben: Die Breath of Fire- Serie von Capcom - Squaresoft war nur für die Übersetzung und den Vertrieb verantwortlich - geht zwar in eine total andere Richtung, wie die für das Unternehmen typischen Action Games, steht aber völlig zu Unrecht im Schatten anderer RPGs.

Die Story von Breath of Fire ist recht simpel gehalten. Am Anfang wird das Dorf des Protagonisten Ryu zerstört und er zieht als „weißer Drachenkrieger“ aus, um sich an den dunklen Drachenrittern zu rächen und ihre dunklen Pläne zu durchkreuzen.
Es gibt durchaus einige spannende Wendepunkte in der Story; diese ist aber im Vergleich mit anderen RPGs des Super NES eher zweitrangig. Und im Prinzip ist das auch gar nicht so schlimm. Die Story dient dem Spieler eher als eine Art kleiner Antrieb, da die Storyabschnitte zwar kurz aber zahlreich sind. Der Spieler gerät somit selten in einen Leerlauf und das Spiel wirkt auf den ersten Blick sogar recht linear. Aber zunächst zurück zur Story, denn auch wenn sie simpel gestrickt ist, die Entwickler haben sich viel mehr um vielseitige Charaktere, eine abwechslungsreiche Welt und viele Völker bemüht, die das ganze Spiel etwas tiefer wirken lassen und eine schöne Spielatmosphäre erzeugen. Ihnen sei somit verziehen.

Das Gameplay von Breath of Fire ist sehr klassisch gehalten. Man läuft durch bunte RPG-Welten, erkundet tiefe Dungeons, levelt seine Party, haut fiese Typen in die Pfanne oder sucht nach seltenen Items. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles ist schon relativ hoch bis mittel angesiedelt und verlangt dem Spieler ab und zu kleine Levelpausen und Aufstockung der Ausrüstung ab.
Die Umgebungen und Dungeons von Breath of Fire könnten vielseitiger kaum sein: Von der abstrakten Traumwelt über einen Roboterkörper bis hin zu Unterwasservulkanen haben sich die Jungs von Capcom einiges einfallen lassen. Das Spiel wartet mit einigen kniffligen Rätseln und lustigen Dungeonideen auf – so wird man zum Beispiel in einem Spielabschnitt kurzfristig auf die Größe einer Maus geschrumpft.

Da Breath of Fire mehr sein möchte als der zigste Final Fantasy Klon, haben sich die Entwickler natürlich auch etwas Tolles einfallen lassen. Das Spiel enthält Adventure Elemente! So besitzt jeder Charakter nicht nur seine eigenen Fertigkeiten und Stärken in Kämpfen sondern auch auf der Karte. Ihr könnt mit Pfeil und Bogen auf die Jagd nach Tieren gehen, Euch in einen Fisch verwandeln oder bröcklige Wände zu Staub schlagen, um nur einige der coolen Features der Charaktere zu nennen.

Verwandlungen und Zauber gehören in den Kämpfen des Spiels genauso dazu wie die obligatorischen übergroßen Bossgegner. Die normalen Kämpfe von Breath of Fire starten zufällig nach einigen Schritten und sind in der Regel leider sehr zahlreich.
Nunja, zumindest besitzen sie eine Autobattle-Funktion, die vor allem bei schwachen Gegnern sehr nützlich ist und die Kämpfe deutlich beschleunigen kann.
Das Menü des Spiels ist schön übersichtlich gestaltet, die Beschreibungen der Items lassen sich abrufen, aber warum um Gottes Willen hat Capcom den Zaubersprüchen nicht auch so eine Funktion gegeben? Als Folge muss man entweder jeden Zauber ausprobieren oder eine der beiden Karten aus der OVP kramen.

Der Sound des Spieles ist, wie man es von vielen SNES-RPGs gewohnt ist, sehr gut gelungen. Die Grafik hingegen ist ein eher zweischneidiges Schwert. An einigen Stellen sind die Dungeons einfach nur trist oder die Stadt langweilig, an anderen Stellen wirklich alles hübsch und extrem gut designt. Die Kampfszenen hingegen haben allesamt eine tolle Grafik spendiert bekommen. Gegner besitzen viele Animationen und Zauber – alles läuft flüssig und man kann zumindest sagen, dass in den Kämpfen an nichts gespart wurde. Die Charaktermodelle auf der normalen Map sind etwas klein, aber trotzdem schön bunt und nett anzusehen.

Breath of Fire besitzt mit über 30 Spielstunden einen guten Umfang und es gibt viele kleine Sidequests und Geheimnisse zu entdecken. Es lohnt sich, nach einiger Zeit in alte Gegenden zurückzukehren um mit den neuen Fertigkeiten weitere der unzähligen Items und Verwandlungen aufzustöbern. Der zu Anfang genannte Linearität des Spieles ist somit auch der Wind aus den Segeln genommen. Was kann man also schlussendlich sagen?
Breath of Fire an keiner Stelle langweilig und so simpel die Story auch scheint, sie treibt das Spiel gut voran und fesselt bis zum letzten Endgegner.

Fazit: Breath of Fire ist ein Paradebeispiel für ein klassisches Rollenspiel. Gewürzt mit seiner leichten Prise Adventure und seinem motivierenden Spielverlauf ist es einfach ein sehr gutes SNES Spiel. Ich hatte mit diesem Spiel vom Anfang bis zum Abspann eine Menge Spaß und kann es jedem RPG- Liebhaber bedenkenlos empfehlen!

Pro:
- gutes Kampfsystem
- vielseitige Charaktere
- geniale Spielideen
- großer umfang

Contra:
- grafisch teilweise altbacken
- häufige Zufallskämpfe
- Story kommt etwas zu kurz

Grafik 7
Sound 8
Spielspaß 8