Wenn ich in dieser Diskussion wenigstens ein wenig den mediator spielen darf
Ums auf den Punkt zu bringen: Beide Spiele erfüllen für mich die Kriterien von guten RPGs, trotz ihrer jeweiligen Stärken und Schwächen.
SoM punktet meiner Meinung nach mit seinem direkten Kampfmodus im Dreierverbund und einer minutiös gestalteten Story, die allerdings wie bei SoE eher linear gestaltet ist und kaum Nebenschauplätze hat(genau das ist für mich auch schon immer so ein Reiz gewesen, mit SNES weiter zu zocken: diese einfachheit in der Handlung). Sie ist nichtsdestotrotz, gerade für mich und sicherlich auch für manch anderen im jüngeren Alter, aufgrund ihrer vielfältigen Mystik faszinierend, da sie auch alle möglichen elementaren Schauplätze(Feuer, Wasser, Wind, Erde, Licht, Blitz und Donner) involviert.
SoE bietet alternativ eine Palette verschiedener Zeitalter mit dazugehörigen Zivilisationen, die im Vergleich zu SoM eine höhere Realitätsnähe aufbieten und daher vielleicht von Spielern mit Wunsch nach mehr Authentizität bevorzugt wird.
Zum Thema Waffen: In beiden, find ich, ist das Aufladen der Waffen nicht so wirklich optimal: Bei SoM ist zwar der Abwechslungsreichtum mit insgesamt 64 Schlagtechniken gegeben, doch um wirklich alle Attacken für jeden Charakter zu erhalten bedarf es langer Übung im Kampf(aus der man sich beim gemeinsamen Spielen eigentlich nicht so viel macht) während das bei SoE zwar schneller geht(nur 1 Charakter) dafür aber weniger Auswahl bietet.
Eine monstertechnische Anmerkung noch: Bei SoM kommen wohl aufgrund techischer Begrenztheit immer nur 3 Gegner Maximum auf den Bildschirm, bei SoE können es gerne auch mal 7-8 sein(siehe Flamingos in der Käfersteppe).
Zum Streit hinsichtlich des "Plagiat"-Vorwurfs:
Sicherlich ähneln sich beide RPGs von ihrem Handlungsziel, ihrem Kampfmenü und dem Spielbildschirm, doch: Es wurden bei SoE zusätzliche Optionen eingeführt(Mischung von alchimistischen Formeln), situationsgerechte Waffen eingebaut(vom Knochen zum Laserschwert: eine Entwicklung über 10.000 Jahre), ein starker Begleiter an die Seite gestellt(gemeint ist der Hund) und etliche neue Figuren und Gegner entwickelt. Und das Fundament der Handlung entspringt vielmehr aus der neuzeitlichen Ader(ein Junge aus der Großstadt im Urwald; ohne Fernbedienungb

) .
So jetzt wär ich fertig, lasst uns gerne weiter diskutieren.
