Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Hier könnt Ihr über alle je auf dem SNES erschienenen Spiele diskutieren.

Moderatoren: ChronoMoogle, Perikles

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Perikles
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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Perikles » 15. März 2015, 15:33

1. The Ninja Warriors Again
2. ActRaiser 2
3. Hagane
4. BioMetal (SFC-Version)
5. Kiki Kaikai: Nazo no Kuro Manto
6. Kishin Douji Zenki: Rettou Raiden
7. Gradius III
8. Super Turrican
9. Seiken Densetsu 3
10. Chrono Trigger
11. R-Type III: The Third Lightning
12. Assault Suits Valken
13. Wild Guns
14. Parodius Da!
15. Kidou Soukou Dion
16. Metal Warriors
17. Sunset Riders
18. Mega Man X
19. Darius Force
20. Ghost Sweeper Mikami: Joreishi wa Nice Body
21. Contra Spirits
22. Battletoads & Double Dragon
23. Terranigma
24. Demon's Crest
25. Pop'n TwinBee
26. Battletoads in Battlemaniacs
27. Super Turrican 2
28. Choujikuu Yousai Macross: Scrambled Valkyrie
29. Soul Blazer
30. Uchuu no Kishi: Tekkaman Blade


Ich habe endlich mal eine aktualisierte Liste aufgestellt, die redlich bemüht ist, meine tatsächlichen Vorlieben widerzuspiegeln. Ich bin schließlich dazu übergegangen, wahrheitsgemäß einzubeziehen, welche Spiele ich auch tatsächlich mal wieder angehen würde, wohingegen großartige Titel, die ich vermutlich erst in langer Zeit erneut einwerfen werde (bestes Beispiel: Final Fantasy VI), deutlich verloren bzw. sogar verschwanden. Das bedeutet nun nicht, dass Chrono Trigger oder Seiken Densetsu 3 "nur" am unteren Ende meiner liebsten zehn SNES-Spiele herumkrebsen, aber im Vergleich zu etwa Super Turrican werden sie wohl deutlich seltener den Modulschacht von innen sehen. Entsprechend sind viele konkreten Positionierungen Kompromissarbeiten.

R-Type III und Contra Spirits könnten noch Plätze gewinnen oder verlieren, im ersteren Fall ist der zweite Loop noch anstellig, im zweiteren der hohe Schwierigkeitsgrad. Ich bin allerdings froh, endlich aufrechten Hauptes R-Type III in die Liste aufzunehmen, aus dem immensen Respekt ist schließlich doch Liebe hervorgegangen.

Battletoads in Battlemaniacs hat doch wieder seinen Einzug gefunden, auch die Abenteuer von Ghosto Sweepa Mikami Reikowa durften nicht mehr fehlen. Ich habe lange erwogen, Choumakaimura auch noch unterzubringen, die massiven Slowdowns und das teils etwas zähe Spielgeschehen im Allgemeinen haben das dann aber doch noch so gerade eben vereitelt.

Tekkaman Blade ist anstelle von Acrobat Mission und BlaZeon meine Ehrenbezeugung zu einem unterirdischen, aber dennoch unglaublich spaßigen Spiel. Ich bin ungemein glücklich, es entdeckt zu haben, das ist wirklich ein ausgemachtes Unikum!

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von SuperMetroid » 18. April 2015, 20:23

01. Super Metroid Redesign
02. Super Metroid
03. Zelda A Link to the past
04. Super Mario All Stars
05. Super Street Fighter
06. Donkey Kong Country
07. Mega Man X
08. Mega Man X2
09. Starwing
10. Super Mario World
11. Turtles in Time
12. Super Mario Kart
13. Chrono Trigger
14. F-Zero
15. Donkey Kong Country 2
16. Battletoads
17. Killer Instinct
18. Secret of Mana
19. Super Star Wars
20. Secret of Evermore
21. Turtles Tournament Fighters
22. Alien 3
23. Terranigma
24. Donkey Kong Country 3
25. Jurassic Park
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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von LegendOfZelda » 22. April 2015, 13:17

Ein Romhack ist bei dir auf Platz 1 :D ?
Ist das nicht gegen die Spielregeln? Tu es doch wenigstens auf Platz 2 :wink:
Ansonsten sehr geile Titel dabei !
---------------DEATH HEIM --------------
-------------------clear!-----------------

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von SuperMetroid » 22. April 2015, 14:22

LegendOfZelda hat geschrieben:Ein Romhack ist bei dir auf Platz 1 :D ?
Ist das nicht gegen die Spielregeln? Tu es doch wenigstens auf Platz 2 :wink:
Ansonsten sehr geile Titel dabei !
Oh...ich hoffe nicht das es gegen die Regel verstößt. :D

"Leider" ist das Super Metroid Redesign besser wie das Original.
Und da es den Romhack auch auf Cartridge gibt und auf meinem SNES ohne Probleme läuft, muss es bei mir auf Platz 1 landen :wink:

Es ist und bleibt mein liebstes Game für das SNES.
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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von 2rul » 10. August 2015, 12:39

So nun hier auch mal meine Liste:

Turtles in Time ist mein absolutes Lieblingspiel auf dem Snes. Nicht nur weil es das erste Spiel ist was ich mit meinem Kumpel durchgespielt habe, sondern auch weil es mich damals einfach gefesselt hat. Super Grafik, hammer Level und coole Bossfights. Wie man aus der Liste entnehmen kann, sind ein paar der Games, Co-op Spiele. Diese habe ich immer mit meinem 1 1/2 Jahren jüngeren Bruder stundenlang gezockt. Das hat einfach super viel Spaß gemacht und bis heute gibt es keine Spiele die uns so geflasht haben wie z.B. Battletoads oder Super Probotector.

1. Turtles in Time
2. Super Probotector
3. Sunset Riders
4. Battletoads
5. Donkey Kong Country
6. Rock n Roll Racing
7. Mega Man X
8. Zelda A Link to the Past
9. Mortal Kombat 2
10. Street Fighter Alpha 2
11. Mighty Morphins Power Rangers
12. Super Mario Allstars
13. Yoshi's Island
14. International Superstar Soccer Deluxe
15. Super Mario World
16. Primal Rage
17. Killer Instinct
18. NBA Jam
19. Mickey Mouse The Magical Quest
20. Donkey Kong Country 2
21. Starwing
22. Asterix & Obelix
23. F-Zero
24. Earth Worm Jim
25. Mario is Missing

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Raging Hawk » 22. Januar 2016, 14:12

Hier mal meine Liste ohne auf oder absteigende Reihenfolge was meine Lieblingsgames betrifft:

1. Super Castlevania IV
2. Contra III
3. Mega Man X
4. Street Fighter II Turbo
5. Super Ghouls n Ghosts
6. Terranigma
7. Super Metroid
8. Demon's Crest
9. Final Fight 3
10. R-Type III
11. Ninja Warriors
12. Zelda A Link to the Past
13. Turtles in Time
14. Ultimate Mortal Kombat III
15. Actraiser 2
16. Super Turrican
17. Fatal Fury 2
18. Sunset Riders
19. Super Mario World 2 Yoshi's Island
20. Super Adventure Island 2
21. Skyblazer
22. Runsaber
23. Super Mario World
24. Donkey Kong Country
25. Donkey Kong Country 2

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Radagast » 18. Februar 2016, 19:38

Hier die aktualisierte Liste meiner 25 liebsten SNES-Spiele (vgl. meine alte). Verschiebungen sind eindeutig hinsichtlich der Genres (weg von RPG, Jump&Runs hin zu arcadigen Prinzipien) zu erkennen. Zudem habe ich versucht, meine verklärte nostalgische Sicht geradezurücken und Spiele von früher objektiv in der Gesamtmasse zu platzieren. Extraordinäre Titel sind wahrscheinlich Sonic Wings, Treasure Hunter G und Firemen. Gokujou Parodius mochte mir einst gar nicht zusagen, inzwischen liebe ich es. Spannend wird es, sobald die anderen Parodius 1ccs fallen, ob Gokujou seine Stellung halten kann.

1. Gradius III
2. Pocky & Rocky
3. Legend of Zelda - A Link to the Past
4. Hagane: The Final Conflict
5. Axelay
6. Super Probotector
7. Sunset Riders
8. Sonic Wings
9. Castlevania: Vampire's Kiss
10. Lufia II: Rise of the Sinistrals
11. R-Type III: The Third Lightning
12. Cybernator
13. Donkey Kong Country 2
14. Choujikuu Yousai Macross: Scrambled Valkyrie
15. Secret Of Mana
16. BioMetal
17. Final Fantasy IV
18. Super Castlevania IV
19. Super Ghouls N' Ghosts
20. Super Mario World
21. Super Metroid
22. Gokujou Parodius
23. Super Turrican
24. Treasure Hunter G
25. Firemen

Honorable Mentions: 7th Saga, ActRaiser, ActRaiser 2, Chrono Trigger, Darius Twin, Demon's Crest, Disney's Aladdin, Donkey Kong Country, Donkey Kong Country 3, Final Fantasy VI, Märchen Adventure Cotton 100%, Secret of Evermore, Seiken Densetsu III, Super Aleste, Super R-Type, Super Turrican 2, Terranigma.

Was steht sonst noch aus: Wild Guns, Metal Warriors, Run Saber, Final Fantasy V, Operation Logic Bomb, Mega Man X3, Parodius Da! (1CC), Jikkyō Oshaberi Parodius (1CC), Kidou Soukou Dion (1CC), X-Kaliber, Battletoads in Battlemaniac, Earthworm Jim.

@Raging Hawk: spannende Liste! Interessant, Super Adventure Island 2 einmal auf solch einer zu entdecken. Vielleicht werde ich das auch einmal nachholen müssen.

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Perikles » 18. Februar 2016, 21:28

Radagast hat geschrieben:Was steht sonst noch aus: The Ninja Warriors Again
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Erfreulich, dass sich Gradius III dieser enormen Wertachtung erfreut, so gehört sich das. Interessant finde ich, dass sich Secret of Mana noch einen sehr sicheren Listenplatz bei Dir gesichert hat (Lufia II kann ich nicht beurteilen), Chrono Trigger und Seiken Densetsu 3 hingegen den Weg in die zweite Reihe antreten mussten. Final Fantasy IV ist objektiv aufgrund seines exzellenten Spielsystems wirklich ein würdiger Kandidat, mir missfällt es allerdings aus anderen Gründen, außerdem empfinde ich die PSP-Fassung als der SNES-Version in jeder Hinsicht überlegen, darum käme es mir doppelt nicht hinein.

Ich bin frohen Mutes, demnächst mal Dragon Quest II & III anzugehen, mal schauen, ob die eine Chance haben, irgendwie sich einzufinden. Andere RPGs für die Konsole habe ich schon resigniert aufgegeben. :D

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Radagast » 19. Februar 2016, 11:49

Perikles hat geschrieben:
Radagast hat geschrieben:Was steht sonst noch aus: The Ninja Warriors Again
Ich vergaß :D Sobald mein verstauchter Daumen vollends ausgeheilt ist (Skiunglück), kann ich mich wieder an steuerkreuzintensivere Spiele als FF7 wagen.
Perikles hat geschrieben:Erfreulich, dass sich Gradius III dieser enormen Wertachtung erfreut, so gehört sich das.
Gradius III bietet alles, was ich mir von einem perfekten Spiel erwarte: Spielspaß, Musik, Graphik, Atmosphäre. Pocky & Rocky rangiert nur minimalst dahinter, allein die Tatsache, dass ich Gradius häufiger einwerfe, gab den finalen Ausschlag für den obersten Podestplatz.
Perikles hat geschrieben:Interessant finde ich, dass sich Secret of Mana noch einen sehr sicheren Listenplatz bei Dir gesichert hat (Lufia II kann ich nicht beurteilen), Chrono Trigger und Seiken Densetsu 3 hingegen den Weg in die zweite Reihe antreten mussten.
Mit SoM habe ich lange, lange gehadert, aber letztlich habe ich als Jungspund dermaßen viel Zeit investiert, mit einem Kumpel damals über Wochen eine grandiose Reise erlebt, dass ich es nicht verantworten kann, es gar nicht aufzuführen (Zelda ALttP ist übrigens dasselbe in Grün). Ich wüsste nicht, ob das Spiel heute auch noch für mich funktionieren würde (vermutlich nicht), aber aufgrund des damals erlebten Epos ist es nur fair, dass es hinsichtlich seiner Bedeutung für mein Gamer-Leben mit diesem Rang gewürdigt wird (es gibt ja auch richtig starke Stellen in dem Spiel. Vor allem der letzte Palast ist eine diabolisch-düstere Odyssee, wie man sie nicht besser zeichnen kann).

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Bobby_Ray » 26. Februar 2017, 21:57

Gelte ich jetzt schon als Thread-Necromancer? :shock:

Hier meine persönlichen Top-Games, die ich auch besitze (somit taucht Chrono Trigger nicht auf :( )

Die Reihenfolge ist z.T. nicht in Stein gemeißelt.

1. Super Metroid
2. Super Mario World
3. The Legend Of Zelda: A Link To The Past
4. Donkey Kong Country 2: Diddy's Kong Quest
5. Super Mario Kart
6. TMNT IV: Turtles In Time
7. Super Probotector: Alien Rebels
8. Super Ghouls 'n Ghosts
9. Donkey Kong Country
10. Super Street Fighter II
11. Super Castlevania IV
12. Donkey Kong Country 3: Dixie Kong's Double Trouble
13. Earthworm Jim
14. Earthworm Jim 2
15. Wild Guns
16. Super Mario Allstars
17. Super Mario World 2: Yoshi's Island
18. The Firemen
19. Zombies
20. Disney's Aladdin
21. Parodius
22. Secret Of Mana
23. Starwing
24. Rock 'n Roll Racing
25. Smash Tennis

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Perikles » 12. März 2019, 10:45

Im Mahlstrom von Werden und Vergehen, Sein und Sollen, Möglichem und Machbarem können kleine Konstanten zurückbleiben. Obschon dieses Forum seine Kernbestandszeit (ganz zu schweigen von der Blütezeit) überdauert hat, bildet sich an eigentümlichen Tagen und Momenten die Überlegung darüber, was wohl so zu tun und sagen wäre, um Anschluss zu finden an vergangene Glorie. Allein, das Leben geht weiter und aus dem Vorsatz wird verblasste Illusion, aus der Idee ein Treppenwitz, aus der Ambition Indolenz.

Nichtsdestominder haben zwei Dinge meinen Enthusiasmus doch wieder angestachelt: zum einen habe ich mir endlich ein SD2SNES zugelegt - was ich närrischerweise lange unterließ, aus der sonderlichen Überlegung heraus, ohnehin schon so viele Module original zu besitzen -, zum anderen habe ich nach sage und schreibe drei Anläufen einen funktionierenden Dauerfeuercontroller organisieren können, welcher in annähernd 99% aller Fälle komplett unnötig ist, einige wenige Spiele allerdings erheblich komfortabler oder sogar (für mich) erst einmal realisierbar werden lässt.

In diesem Lichte der revolutionären Umstürze der Göttinger Sieben, Sieben gegen Theben und den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen habe ich im Laufe der letzten Monate unregelmäßig Lücken geschlossen, alte Bekannte erneut aufgesucht, gänzlich neue Erfahrungen gesammelt und Revisionen veranlasst. Ich habe eine Weile mit mir gerungen, wie und wo ich meine Darbietungen einstellen sollte, und mich entschieden, es in diesem Thema hier zu tun, weil es mir die Gelegenheit gibt, ein wenig den wandelhaften Charakter dieses Steckenpferds zu betonen.

Wie schon zuvor war (respektive ist) es mein Ziel, etliche actionlastige Spiele diverser Genres auf den Standardeinstellungen (es sei denn, das Spiel in Frage fängt auf Easy an, dann wird der nächsthöhere Schwierigkeitsgrad gewählt) ohne den Gebrauch eines Continues (d.h. vermittels eines 1CCs) durchzuarbeiten. Ich halte das keineswegs für die einzig wahre Lehre, notwendig für den allgemeinen Gebrauch, intrinsisch erstrebenswert o. dgl., es handelt sich lediglich um eine Methodik, die meinen persönlichen Spielspaß beträchtlich erhöht und sich zur anverwandelten Natur gemausert hat.

Bevor ich mit textuellen Darreichungen loslege, möchte ich allerdings einen angemessenen visuellen Einstieg darreichen. Unter diesem Absatz findet sich eine Bildkomposition von 121 auf diese Art und Weise bezwungenen Titeln (der schönen quadratischen Darstellung wegen nämliche Zahl derselben), hauptsächlich von gerade niedergestreckten Bossgegnern. Das Erlangen manch eines solchen Bildes war ironischerweise mit mehr Mühe verbunden als das eigentliche Spiel. Wer sich also darin versuchen möchte, sein unbestechliches Wissen unter Beweis zu stellen und praktizierte SFC/SNES-Polyhistorie protzend präsentieren möchte, hat die einmalige Gelegenheit, dies zu tun (einfach ein paar Male auf das Bild klicken, um es in ganzer Glorie zu besichtigen). Andererseits sollten arg empfindliche Gemüter den Spoiler nicht öffnen, wenn man nicht doppelzentnerweise letzte Endgegner in den letzten Zügen erblicken möchte.
versteckter Inhalt:
Bild
Als maßvoller Schreiberling gebe ich auch gleich das erste und letzte Bild vorweg: am Anfang befindet sich Metal Warriors, das zu diesem Zeitpunkt anspruchsvollste Projekt, von dem unbedingt ein Denkmal hermusste, was allerdings nach Beendigung des letzten Bosses noch eine Fluchtsequenz aufweist, weswegen ich zügig pausierte, was seinerseits leider eine flächendeckende Karte aufruft. Gegen Ende hin schien mir zwecks emblematischer Darreichung Street Fighter II Turbo mehr als adäquat, M. Bison in seiner charismatischen Pose ist ein würdiger Abschluss einer jeden solchen Serie.


Zum eigentlichen Thema, der Favoritenliste. Hier haben sich in der Tat einige Änderungen eingeschlichen, die weiter unten gebührlich ausgewälzt werden - in bester literarischer Tradition des unzuverlässigen Erzählens (man denke an Kleist, Gene Wolfe oder öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen) mit Auslassungen, Andeutungen, Ausschweifungen, versteht sich - und lediglich eine Momentaufnahme festhalten, genau so, wie meine alten Listen solche waren.

1. The Ninja Warriors Again
2. ActRaiser 2
3. Hagane
4. BioMetal
5. Kiki Kaikai: Nazo no Kuro Manto
6. Wild Guns
7. Kishin Douji Zenki: Rettou Raiden
8. Gradius III
9. Ghost Chaser Densei
10. Assault Suits Valken
11. Chrono Trigger
12. Final Fight Tough
13. The Firemen
14. Ganbare Goemon: Yukihime Kyuushutsu Emaki
15. Super Turrican
16. Karuraou
17. The King of Dragons
18. Contra Spirits
19. The Combatribes
20. Rushing Beat Ran
21. Parodius Da!
22. RockMan X
23. Metal Warriors
24. Sunset Riders
25. Sonic Blast Man II
26. Soul Blazer
27. Super E.D.F.: Earth Defense Force
28. Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time
29. Magic Sword
30. Zombies Ate My Neighbors


Wie sie nun da so steht, diese Liste, fallen mir natürlich gleich wieder andere Kandidaten ein, die immer noch dort stehen sollten oder Einzug halten mögen, allein, Arithmetik ist von einer ganz eigenen Kälte durchzogen. Hierzu ein paar Erörterungen:


- Trotz einiger Herauswürfe ist doch ein stabiler Bestandteil geblieben, zumal an der richtiggehenden Spitze hat sich nichts verändert. Das signalisiert nicht unbedingt apodiktische Verbundenheit - wenn ich mich richtig in ein Spiel verbeiße, kann es in genau diesem Moment mein Lieblingsspiel sein -, sondern mehr eine Anerkennen von Beständigkeit.

Wie die Jahre ins Land ziehen, meine ich dort hohe Qualität subjektiv ausmachen zu können, wo ich mich selbst wiederkehren sehe. Das kann bedeuten, objektiv bessere Vertreter am Wegesrand liegen zu lassen, oder zumindest niedriger anzusiedeln. Darum ist der Kahlschlag unter RPGs denn auch noch ärger geworden: ich spiele mit Ausnahme von Chrono Trigger praktisch keines mehr. Insofern wäre es falsch für mich, von Lieblingsspielen dort zu reden, wo keinerlei Aktivität mehr stattfindet.


- Bei den dislozierten Universen vertrauter Machart - sprich: Shmups und ihren Parteigenossen - haben sich eigentlich keine grundlegenden Mentalitätswandel eingestellt, allerdings ist die Quantität dennoch merklich geschwunden, um anderen Genres/Spielen Platz zu machen. Zwar hat sich meine Meinung von einigen Shmups wenn überhaupt noch verbessert (Beispiele wären Cosmo Gang: The Video, Sonic Wings oder zwei der drei Hudson-Shooter auf der Caravan Shooting Collection, die in Tateinheit mit dem oben erwähnten Dauerfeuercontroller wesentlich mehr Vergnügen bereiteten), allerdings mag sich ein gewisser Überdruss breit gemacht haben, nachdem das Feld so ausgiebig abgegrast worden ist, Scores perpetuierlich verbessert wurden, Loop um Loop gefallen ist.

Das trifft allerdings rein gar nicht auf The Firemen zu, das ich zuvor noch nicht gespielt habe und mich sehr begeistern konnte. Cineastisch ist ja so eine Vokabel, die allerorten im Gebrauch ist, selten jedoch so nahtgenau zutrifft wie hier. Das straff durchgetaktete Levelszenario, die regelrecht verblüffend intelligente KI vom Partner, die krachenden, zischenden, lodernden, quirlenden, knisternden Soundeffekte in Konjunktion mit dem Hexenelement, die ungeheuer präzise Steuerung, da stimmt einfach alles.

Zombies Ate My Neighbors ist wohl mehr so eine momentane Affekthandlung, weil ich endlich in der Lage war, diese Monstrosität in einem stundenlangen, nervenaufreibendem Lauf zu fällen. Fraglos einer der anspruchsvollsten Konsolen-1CCs bis jetzt, nicht immer aus guten Gründen, nichtsdestominder spiegelt das den psychologischen Terror der Thematik ungemein.

Der Grund, warum ausgerechnet Super E.D.F. noch Einzug hält und nicht etwa ein Aushängeschild des Genres wie R-Type III oder Macross, ist schlechterdings, weil die knappe, substantielle Struktur sowie das schnörkellose, indes auch nicht exploitationsfähige Scoringsystem mich für eine Weile festhalten konnte - da die SFC- und US-Versionen voneinander abweichen und der hohe Schwierigkeitsgrad ebenfalls Unterschiede mit einbringt, handelte es sich um ein unerwartet spaßiges Unterfangen.


- Ein wenig zu meiner eigenen Überraschung haben sich nicht mehr Action-Plattformer eingeschlichen. Ich vermute mal, dass ich hier schon frühzeitig die Titel herausfiltern konnte, die mir besonders zusagen. Ferner habe ich die Vermutung, dass unterbewusst meine Maßstäbe an wirklich exzellente Plattformer auch strenger sein könnten als bei anderen Genres, weil mich hier Idiosynkrasien deutlich mehr entnerven können als anderswo.

Es steht völlig außer Frage, dass ein Magical Pop'n, Majuu Ou, Sparkster oder X-Men: Mutant Apocalypse das Zeug hätten, einen Listenplatz zu belegen, allerdings vermieste mir da der eine oder andere Umstand die Rechtfertigung. Auch hätte ich gerne das eine oder andere Kuriosum eingeschmuggelt (Edono Kiba, obwohl nicht eben spektakulär, ist im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig und bleibt definitiv in Erinnerung, ich hatte letzten Endes deutlich mehr Vergnügen damit als gedacht), doch auch hier wurde der Platz zu knapp.

Das erste Goemon und Karuraou indes haben sich ohne jeden Vorbehalt eingenistet. Ich habe aufgrund der Lobeshymnen auch das zweite Goemon ausprobiert, welches mir eigentlich sehr gut gefällt, dann allerdings vermittels der unsäglichen Roboterkämpfe aus der Egoperspektive sämtliches Momentum entfernte und ferner nicht ganz so hermetisch konstruierte Level enthält wie der Erstling. Die Verquickung von graphischer Gravitas und kreativer Anwendung auf spielerischer Ebene halte ich für einmalig in Goemon. Von rotierenden Sphären über schwingende Pendel, kopfüber fallende Architektur oder Plattformen, die Teil des Hintergrunds eines Bildschirms sind, den man eine ganze Weile früher besucht hat, da sprüht der Einfallsreichtum nur so über.

Karuraou ist ähnlich wie Zenki ein zwar sehr einfaches, doch kompromisslos befriedigendes Spiel, welches man kunstvoll oder effizient zurücklegen kann und das einen famosen Einfall nach dem anderen bereithält. Hinzu kommt, dass ich in diesem Spiel die ganze Mode-7-Trickserei für zwar ostentativ, doch in gleichem Maße auch für unheimlich stimmungsvoll halte, was sich nun wahrlich nicht für alle SFC-Spiele behaupten lässt.

Magic Sword ist sicherlich nicht das Optimum in Sachen Arcadeportierungen, ferner eine ziemlich ungastliche Erfahrung, wenn man eingangs keine Ahnung hat, wie man überhaupt vorgehen soll, wird allerdings Stück für Stück besser, wenn man willens ist, Zeit und Mühe einzuflechten. Ich habe mir eigens ein kleines Itinerar für die ganzen Stockwerke aufgezeichnet, das vermerkt, wo Fallen sind, geheime Schätze, nützliche Verbündete etc. - ein richtiges Abenteuer eben, womit das Spielgefühl trefflich eingelöst wird. Es hilft, dass beim Spielen selbst die Länge gar nicht so auffällt, weil die einzelnen Level alle so kurz sind. Hier würde ich wirklich empfehlen, einfach selbst auszuprobieren, ob einem das Spiel liegt, Videos transportieren das eher schlecht.

Hinzufügen möchte ich abschließend, was sich nicht eingefunden hat bzw. wohl nicht mehr seinen Reiz entfalten kann: eher szenische, ausgedehnte Jump 'n' Runs. Ich habe einige Kindheitsklassiker erneut aufgesucht (die ganzen Donkey-Kong-Country-Titel, Yoshi's Island) und auch ein paar andere namhafte Größen ausprobiert (DoReMi Fantasy), richtig fesseln konnte mich das nicht. Zwar konnte ich nach wie vor Kurzweil empfinden dabei, so schnell wie möglich bei den altbekannten Kämpen Fortschritt zu machen, wiederholen würde ich das allerdings nicht unbedingt.

Meine persönliche Vermutung ist, dass ich genau in der falschen Erwartungshaltung liege, was sich an Yoshi's Island perfekt demonstrieren lässt: um das Spiel in einem Rutsch durchzuspielen, ist es viel zu lang und einfach, um wirklich Begeisterungsfähigkeit bei mir zu erwecken. Um regelrechte Speedruntechniken anzuwenden (die anzusehen schlichtweg den Atem rauben, es ist völlig spektakulär, was erfahrene Spieler da fabrizieren), habe ich weder die Motivation noch das handwerkliche Vermögen. So stehe ich genau zwischen den beiden Polen, die es ermöglichen, ein Lustmaximum im Sinne Epikurs oder Hermann Heinrich Gossens herauszukitzeln.


- Es folgt mit einem Paukenschlag die monomane Monomachie mittels monotonieminimierender Methodik - oder: ein Vorstoß in die Gefilde von Beat 'em ups/Brawler! Mit spürbarem Abstand der einschneidendste Unterschied zu früheren Entwürfen ist die starke Präsenz dieses Genres, sehr zu meiner eigenen Freude.

Wiewohl ich schon immer eine hypothetische Verbundenheit zu dieser Ausbuchtung der Videospielewelt empfunden habe, war es mir bis dato nicht recht möglich, ungezwungene Passion zu entfalten. Mit The Ninja Warriors Again hatte ich bereits einen veritablen Durchbruch, aber das ist ja kein zweieinhalbdimensionaler Brawler. Und die Battletoads sind entweder nicht wirklich auf den Faustkampf fixiert, sondern vielmehr in erinnerungslastige Varieté-Versatzstückchen interessiert oder nicht wirklich tiefsinnig, was die eigentliche Action anbelangt.

Zwar ist kein kristallisierter Heurekamoment erfolgt, der das schlagartig ins Kippen gebracht hätte, die fortgesetzte Beschäftigung mit Final Fight Tough und später Ghost Chaser Densei allerdings hat dann Stück für Stück das Eis gebrochen. Das langsame, doch wahrnehmbare Emporkommen, das Entwerfen und später das Umsetzen von strategischen wie taktischen Überlegungen (ist das ein Brawler, in dem Standardangriffe hohe Priorität haben? Sind Würfe besser? Wie ist es um Luftüberlegenheit bestellt? Wann und wie kommen Unverwundbarkeitsframes zustande?) und die unvergleichliche Pioniersarbeit (in einigen der anspruchsvollen Spiele konnte ich entweder unendlich wiederholbare Muster, Manipulationen der Gegner-KI oder andere Sonderlichkeiten von Hitboxen etc. finden, die meine Zielsetzung signifikant erleichterten) waren für mich ein ganz neues Stück Qualität in Sachen Videospielen.

Ghost Chaser Densei ist unangefochten der komplexeste Brawler auf dem System bzw. der 16-Bit-Konsolenära. Die Liste an zur Verfügung stehenden Angriffen ist enorm groß zum einen, die Implementierung ist ein regelrechtes Wunder zum anderen. Alle Dinge haben die Eigenschaft, mindestens einmal, normalerweise mehrmals einen Juggle-Zustand hervorzurufen, was zu immens involvierten Kombos führen kann. Ein Beispiel (von zahllosen): man greift mit Belva einen Gegner, schlägt zweimal normal zu und endet diese Sequenz mit dem Elektroschocker, welcher etwas von der Superleiste konsumiert. Der Gegner ist nun in der Luft und im erwähnten Juggle-Zustand. Das lässt sich fortsetzen mit einem Dash, der mittels Sprung + Angriff in einen verheerenden Tiger Knee übergeführt wird, was dem Gegner noch einmal Aufschub verschafft. Wenn man schnell genug ist, lässt sich dann noch einmal eine schwächere Abart des Tiger Knee (Angriff gedrückt halten, unten drücken, dann oben, Angriff loslassen) zur Anwendung bringen. Die kinetische Explosionskraft zum einen und der so angerichtete Schaden zum anderen sind kurzum fabelhaft, da sind kaum Grenzen gesetzt, sich zu verbessern.

Final Fight Tough ist gleichsam die ad-usum-Delphini-Fassung der Reihe für eigens konsolenbezogene Verhältnisse. Die beiden Portierungen des ersten Spiels sind zwar immens einfacher als das Arcadeoriginal (zu einem Grade, dass sie nicht einmal nahe dran sind, zu den anspruchsvollsten Brawlern auf der Konsole zu gehören), doch immer noch in der ursprünglichen Konzeption befindlich. Final Fight 2 ist meines Erachtens eine etwas unglückliche Melange aus gesenktem Anspruch und unzufriedenstellend angepassten Stellschrauben - obwohl nicht wirklich schwer, gibt es doch einige schofelige Gegner/Konstellationen, außerdem ist der von den eigenen Charakteren angerichtete Schaden etwas arg gering, was insonderheit Bosskämpfe endlos in die Länge zieht, wenn man nicht die berühmt-berüchtigte Endlosschleife mit Umdrehen bei den Schlagserien appliziert.

Tough auf der anderen Seite ist makellos auf seine Verhältnisse eingerichtet. Die audiovisuelle Gestaltung ist vortrefflich, gerade mit Haggar entsteht jederzeit das Gefühl, brachialen, irreversiblen Schaden anzurichten. Das wird noch einmal unterstrichen, indem Angriffe tatsächlich auch substantiell die Energieleisten der Gegner leeren, sintemalen beim Super. Ähnlich wie bei anderen meiner absoluten Lieblingsspiele (die schon erwähnten Zenki und Karuraou, aber auch Hagane oder Assault Suits Valken) reichen basale Kenntnisse von Genre und Spiel völlig aus, um relativ ungeschoren durchzukommen. Stetig verfeinerte Fähigkeiten erlauben es allerdings, an Stil/Finesse fortwährend zu arbeiten, um prachtvolle Versatzstückchen hinzulegen.

King of Dragons verhält sich demgegenüber spiegelverkehrt. Hier ist das Beherrschen der essentiellen Grundlagen (Positionierung, Gespür für den richtigen Augenblick, gute Nerven) das Alpha und Omega. Der meines Erachtens ideale Schwierigkeitsgrad sowie der archetypische Fantasytopos sind regelrecht suchterzeugend, den buchstäblichen einen letzten Versuch anzuberaumen, bevor die Konsole ausgeschaltet wird. King of Dragons ist ferner die himmelweit beste Portierung eines Capcom-Brawlers auf der Konsole:

Final Fight und Final Fighty Guy sind definitiv spielbar, leiden allerdings unter ziemlich herben Slowdowns und Eingabeverzögerungen, welche sogar Inputs fressen können (Final Fight Guy läuft jedoch flüssiger als die reguläre Variante). Captain Commando ist unverbesserlicher Schrott mit völlig inakkuraten & absurden Hitboxen, komplett rätselhaften Portierungsentscheidungen und einer erbarmungswürdigen Framerate. Knights of the Round ist prinzipiell solide, allerdings sind auch hier Einschnitte gefallen, die das ohnehin schon sehr schwere Arcadespiel noch einmal zuungunsten des Spielers kippen, wie auch schon Captain Commando. Ich habe mal gelesen, dass sowohl Captain Commando als auch Knights of the Round nicht von Capcom selbst portiert worden sind, sondern ausgelagert wurden, was ich für sehr plausibel halte.

King of Dragons hat demgegenüber keinerlei technische Schwierigkeiten, auch mal fünf oder sogar sechs Gegner gleichzeitig zu materialisieren, was für 16-Bit-Verhältnisse schon sehr beachtlich ist. Das Verhalten von Bossen ist durchaus vergleichbar mit der Arcadeversion, ebenso die grundlegende Struktur. In diesem Sinne ein doppelt vorzügliches Spiel, um seine reifenden Anlagen für das Genre zu verfestigen. Einzig der letzte Endgegner könnte ruhig ein bisschen flotter von dannen ziehen, auch wenn ich verstehe, dass eine solche majestätische Kreatur aus gleichsam narrativen Gründen ihre paar Minuten im Scheinwerferlicht braucht.

The Combatribes ist erfrischend brutal. Anstelle der üblichen 40, 50, 60 oder sogar noch mehr Minuten (Pirates of Dark Water z.B. ist von geradezu sagenhafter Länge) lässt es sich hier in rund 25 Minuten zum Ende kommen. Hier liegt kein Fett vor, keine Durchhänger, keine unbotmäßigen Länge, reiner existentieller Kampf ums Überleben. Der konsistent hohe, obschon nicht exzessive Schwierigkeitsgrad hat mir gleichfalls zugesagt, und regelrecht entzückt war ich, dass ich eine spezifische Strategie für den andernfalls nahezu unmöglichen Endboss entdecken konnte (was wesentlich den Reiz des Genres für mich ausmacht, s.o.). Wäre es nicht um ein paar Ungenauigkeiten der Steuerung aufgrund von Doppelbelegungen auf den Tasten, hätte das Spiel Potential gehabt, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Rushing Beat Ran hätte unter objektiven Gesichtspunkten wohl wenig auf der Liste verloren, hat mich nach einer ganzen Weile dann dennoch überraschend für sich eingenommen. Wenn man da mit der 1CC-Mentalität herangeht, muss man ernüchtert feststellen, dass von den fünf Charakteren genau einer tauglich ist. Spielt man einfach so, wird man irgendwann realisieren, dass ungefähr alles erfolglos ist. Der Versuch, Gegner zu greifen, resultiert rasch in Ableben. Der Versuch, Gegnern mit normalen Schlägen beizukommen, resultiert rasch in Ableben. Der Versuch, es mit Tritten aus der Luft zu versuchen, resultiert rasch in Ableben. Der Versuch, auf den Dash zu setzen, resultiert rasch in Ableben. Und natürlich gilt das auch für den Versuch, es mit dem Special anzugehen.

Bei insgesamt vier Leben, buchstäblich hunderten von Gegnern, von denen jeder in Windeseile eine halbe Energieleiste und mehr leeren kann, Bossen, die zu 98% rein gar nicht anzugreifen sind, weil deren Hitboxen anscheinend komplett inaktiv sind sowie zusätzlichen Gefahren in Levels wie Minen, elektrischen Segmenten im Boden oder Abgründen, die drei Viertel des Bildschirms einnehmen, liegt also eine knackige Herausforderung vor. Diese perpetuierlich zu überwinden und dabei allerlei arkanes Wissen ausfindig gemacht zu haben, war mir mit verstreichender Zeit ein Hochgenuß. Ich halte es für denkbar, dass das Spiel trotz der schnoddrigen Machart eigentlich sogar noch höher in meiner Gunst liegt, als es die Stellung signalisiert. Anbei bemerkt sei noch, dass Rushing Beat Shura durchaus auch nicht ganz uncharmant ist - es ist ferner erheblich einfacher, das gilt aber nur, wenn man dieselbe Taktik für 95% des Spiels ad nauseam abspult.

Sowohl Sonic Blast Man II als auch die Turtles arrondieren den Gesamteindruck mit alerten, flotten Spielsystematiken. Ersteres schwankt zwischen großartig und unnötig frustrierend, was seinerseits wieder einen Teil des Zaubers ausmacht. Das chaotische Treiben und die Rolle sorgen für spannungsreiche Stelldicheins mit großen, kreativen Zwischengegnern und Bossen, dann und wann sind bestimmte Gegnerkombinationen nichtsdestominder ungewöhnlich fies. Turtles bedarf wohl keiner weiteren Worte; prinzipiell ausgezeichnet, allerdings fehlt es mir da etwas an dem technischen Anspruch, der höherplatzierten Spielen zugute kommt, was freilich keine Schmähung sein soll.


- Eine kleine Fußnote möchte ich noch F-Zero und Star Fox widmen, die zwar nicht auf der Liste sind, gleichwohl dieses Mal zu satisfaktionsfähigen Expeditionen hergereicht haben. Ich bin sowohl bei Rennspielen als auch Railshootern fürchterlich schlecht, mit ein wenig Muße und analytischer Herangehensweise konnte ich allerdings beider Spiele Herr werden, wenngleich sicherlich nicht so souverän, wie es manch ein anderer täte. Ich könnte mir sogar vorstellen, bei F-Zero in der Zukunft auch die ganz hohen Schwierigkeitsgrade auszuprobieren, vermute allerdings, dass ich es ebenso schnell bereute.


- Abseits meiner immer noch lamentablen Lücken in RPG-Gefilden, die sich mit hic sunt leones füglich beschreiben lassen (und wohl nie gestopft werden), bin ich extrem zufrieden mit meinen Ergebnissen. Mit einer Ausnahme: Undercover Cops würde ich sehr gerne noch auf einem Credit abschließen. Da es sich hierbei allerdings ohne jeden Zweifel um den mit kolossalem Abstand härtesten Brocken handelt, den ich auf der Konsole ausfinding gemacht habe (abseits von Knights of the Round vielleicht, welches mich allerdings nicht hinreichend interessiert, um all die Zeit aufzuwenden), ist es fraglich, ob - und wenn ja, wann - sich da noch ein Erfolg einstellt. Ich habe mich ausgiebig mit jemandem unterhalten, der eine beachtliche Sammlung von Arcade-Brawler-1CCs vorweisen kann (u.a. sämtliche Capcom-Brawler und eben auch das Arcade-Undercover Cops!) und mir bestätigen konnte, dass die Portierung aus diversen Gründen, die hier alle auszuführen den Rahmen sprengte, schwerer ist als selbst das Original. Eo ipso ist die Portierungsarbeit schlechterdings brillant, nur gänzlich gnadenlos. Mal schauen, was die Zukunft da noch so bringt.

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von lytron » 14. März 2019, 14:46

Es ist immer ein bisschen spät, aber kannst du ab jetzt am Ende deiner Posts vermerken, wie lange du gebraucht hast, sie zu schreiben? Dann schreibe ich als Antwort, wie lange ich gebraucht habe, sie zu lesen. Zu meiner Verteidigung: Manches schlage ich auch bei Wikipedia nach (zumindest anfangs), dadurch dauert es noch länger bei mir.
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Perikles hat geschrieben:Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Perikles » 15. März 2019, 10:51

Formgetreu in literarisch verspielter Unschuld mit potentiell grausigem Ausgang (siehe Salomon Geßners Tod Abels, weiland immerhin ein Verkaufsschlager!), als technische Monstrosität wie der vom ebenfalls verstorbenen Wolfgang von Kempelen ersonnene Schachtürke oder vermittels einer Retorsion im Stile des noch ganz und gar nicht verstorbenen Habermas?

Alle Neckerei beiseitegestellt und gänzlich ohne Ironie: die Fulguration, von Dir lesen zu dürfen, freut mich ungemein - dass auch bei Dir so eine Art von schwermütiger Verbundenheit als irrationales Residuum vorliegt, wundert mich zwar nicht direkt, es ruft nichtsdestominder ein vorzügliches Wohlbehagen hervor. Ich musste sogar hinsichtlich von SFC/SNES-Belangen an Dich denken, als ich randständig mitbekommen habe, dass Ihatovo Monogatari eine englische Übersetzung erhalten hat; bist Du noch der Konsole resp. diesem Spiel genug verbunden, um das erfahren zu haben bzw. hast Du es sogar ausprobiert?



Ich nutze ferner die Gelegenheit, um Vollzug zu vermelden: nach intensiver Studie konnte ich zu meinem Entzücken doch noch Undercover Cops auf einem Credit fällen, was selbstmurmelnd gebührlich für dauerhafte okulare Verhältnisse gebannt werden musste:
versteckter Inhalt:
BildBildBildBildBildBild
Aufgrund des Schwierigkeitsgrades habe ich mir sogar Skizzen im waschechten Kassiberstil zurechtgelegt:
versteckter Inhalt:
BildBild
Wie schon zuvor erwähnt, ist die Portierung wirklich phantastisch, allerdings auch bar jeder Gnade. Was mir gar nicht eingangs auffiel, mir indes schon wesentlich eher hätte dämmern müssen, dafür dann aber wie eine Theophanie niederschlug, war, dass, wie sich die Nebensätze schon so prächtig türmen, hier die klassische Irem-Ideologie unbedingter Erinnerungsarbeit feststeckt, wie es auch bei den Arcadeshootern vom Schlage R-Type II oder Image Fight schon der Fall ist. Unwissende wie unaufmerksame Spieler werden im Ansatz nicht nur ausgebremst, sondern massakriert, wer sich hingegen die Mühe macht, genau die KI zu studieren, Pläne zu entwerfen und zu experimentieren, wird nicht nur effiziente, sondern auch elegante Gegenmaßnahmen finden.

Ein Beispiel unter vielen: der Dash (welcher im Übrigen im Optionsmenü unter Extra Joy 2 zusätzlich zu der doppelten Eingabe des Steuerkreuzes auch auf der L-Taste aktiviert werden kann, wozu ich nur dringend anratete, spielte jemals jemand dieses Spiel) kann in einen Angriff übergeleitet werden und in einen Sprung, welcher seinerseits andere Eigenschaften erhält, wenn man dort angreift. Man mag also den neutralen Dash als nutzlos ansehen, abseits von Positionierungszwecken jedenfalls. Das hingegen wäre ein Irrtum, da er manche Gegner lange genug in Hitstun versetzt, um einen sicheren Griff samt Wurf einzuleiten (was mit den anderen Optionen nicht funktioniert, da der Gegner zu Boden geworfen wird). Wer solche technischen Delikatessen goutieren kann, wird hier aufblühen können, wer Mühsalen und Nöte ebenso abwirft wie Aaron und Jerobeam I., wird wohl verzweifeln.

Abseits von diesem Füllhorn aus spielerischer Grandezza sei noch die Verbundenheit von objektiv spektakulärer Graphik mit prachtvoller Kunstdirektion erwähnt. Etliche der merkwürdigeren Kreaturen haben ihre ganz eigenen Manierismen, die sie wirken lassen, als ob sie wirklich Teil einer bewohnten Welt wären und nicht nur groteske Widersacher in einem Videospiel. Die fliegenden mechano-insektoiden Burschen (mit dem Nom de Guerre "Madca") decken ein ganzes Spektrum von Emotionen ab - nicht, dass das in mir ottonische Milde hervorriefe, sind es doch die gefährlichsten Gegner im Spiel. Die bei ihnen allerorten ausgeprägten Klingen erinnerten mich ferner stark an die K'Chain Che'Malle von Steven Erikson, was ich zum einen erwähne, weil es wahrhaftig ist und zum anderen, weil ich glaube, dass Du, lytron, an dieser Reihe auch Gefallen fändest. Jedenfalls kann ich jetzt ohne Skrupel sagen, dass Undercover Cops auch in meiner Liste auftauchte, wahrscheinlich sogar in oberen Rängen. Definitiv einer der besten Brawler für die Konsole.

Dieser Beitrag hier hat mit allem (inklusive Bildereinbettung und Korrekturlesen) gut 20 Minuten in Anspruch genommen, gefühlt allerdings weniger. Der obige ist beileibe nicht am Stück entstanden und darauf geachtet habe ich ebenfalls nicht, da wird mutmaßlich aber doch spürbar mehr Zeit ins Land gegangen sein.

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von lytron » 18. März 2019, 12:47

Perikles hat geschrieben:Formgetreu in literarisch verspielter Unschuld mit potentiell grausigem Ausgang (siehe Salomon Geßners Tod Abels, weiland immerhin ein Verkaufsschlager!), als technische Monstrosität wie der vom ebenfalls verstorbenen Wolfgang von Kempelen ersonnene Schachtürke oder vermittels einer Retorsion im Stile des noch ganz und gar nicht verstorbenen Habermas?
Worum auch immer es geht, ich nehme den Schachtürken, ich will unbedingt mal einen Schachtürken sehen!
Perikles hat geschrieben:Alle Neckerei beiseitegestellt und gänzlich ohne Ironie: die Fulguration, von Dir lesen zu dürfen, freut mich ungemein - dass auch bei Dir so eine Art von schwermütiger Verbundenheit als irrationales Residuum vorliegt, wundert mich zwar nicht direkt, es ruft nichtsdestominder ein vorzügliches Wohlbehagen hervor.
Ich glaube, dass dir ein Residuum Wohlbehagen bereitet, wird allgemein so interpretiert, dass du in der analen Phase stecken geblieben bist...?
Tatsache ist: Ich habe Twitter abgeklemmt, und schaue dann und wann mal hier vorbei, weil ich weiß, dass hier eh nichts spannendes passiert, und wenn doch, dann in leichtverdaulichen Happen. Und wenn ich "leichtverdauliche Happen" sage, soll das bedeuten, dass ich nicht gerechnet habe, dass du noch einmal aufkreuzt und schreiberisch zu alter Größe aufläufst. Ich lag falsch, und das freut mich. ;)
Perikles hat geschrieben:Ich musste sogar hinsichtlich von SFC/SNES-Belangen an Dich denken, als ich randständig mitbekommen habe, dass Ihatovo Monogatari eine englische Übersetzung erhalten hat; bist Du noch der Konsole resp. diesem Spiel genug verbunden, um das erfahren zu haben bzw. hast Du es sogar ausprobiert?
Diese Info schob mir der Moogle zu, ziemlich zeitnah nach Veröffentlichung. Ich habe es auch pronto auf meiner Flashcart bereitgehalten, allerdings bin ich bisher nicht dazu gekommen, und werde es auch nicht - nach dem letzten Familienurlaub habe ich es mir geleistet, meinen gesamten Koffer in meines Bruders Heimstatt zu vergessen, sodass meine Flashcart jetzt in selbigem Behältnis mit zwei Paar getragenen Socken amalgamiert. @Zelda_BigBox hebt oder senkt das den Marktpreis für ein SD2SNES?
Ansonsten habe ich mich an, wie wohl die Lehrmeinung ist, mittelmäßigen Lizenz-Platformern probiert, was wohl wiederum nicht die Art von Klärgrube ist, in die du derzeit zu steigen beabsichtigst.
Perikles hat geschrieben:Klingen erinnerten mich ferner stark an die K'Chain Che'Malle von Steven Erikson, was ich zum einen erwähne, weil es wahrhaftig ist und zum anderen, weil ich glaube, dass Du, lytron, an dieser Reihe auch Gefallen fändest.
Wikipedia schreibt:
Furthermore, when envisioning the Malazan world, both Esslemont and he agreed to create societies and cultures that never knew sexism and gender based hierarchies of power.
Spitze verstanden. :P

Erster Post: 33 Minuten,
zweiter Post: 10 Minuten.
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Perikles hat geschrieben:Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.

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Re: Eure 25* dauerhaften SNES-Lieblingsspiele

Beitrag von Radagast » 12. April 2019, 19:29

"Der Weltraum ist unendlich groß, Miss Lander, und es ist alles in diesem Universum möglich." - Captain Future

"Es gibt keinen bequemen Weg, der von der Erde zu den Sternen führt." - Lucius Annaeus Seneca

"In the beginning there was nothing, which exploded." - Terry Pratchett

Das Super Nintendo anzuschmeißen, ist bei mir, wie nach einer Klassenfahrt die erste Nacht wieder im eigenen Bett zu schlafen. Es ist wie eine alte Folge Alf zu schauen. Wie eine Jacke auf den Boden zu legen, um mit ihr einen Fußballtorpfosten zu imaginieren. Umso schöner ist es deshalb, Perikles Beitrag zu lesen, einen Reisebericht durch die facettenreiche Welt der SNES-Spiele-Bibliothek, ein Lakmustest auf Qualität, Altersschwäche, Schwierigkeit.

Vorneweg: Ich selbst habe bislang keinerlei Sporen im Brawler-Bereich sammeln können - habe aber schon jetzt neben mir den Tisch mit einer Flasche Bier drapiert, einer Schüssel Nachos, der Controller liegt bereit, die B&O-Röhre flimmert, der Soundtrack von Final Fight Tough schallt im Hintergrund, die Move-Liste von gamefaqs.com ist ausgedruckt. Zu ansteckend ist deine Begeisterung, die aus jeder Zeile des Beitrages quillt.

Aber gut, vorher noch einige kusorische Anmerkungen, bevor das Forum wieder in seinen gewohten Dämmerzustand versinkt:
Zwar hat sich meine Meinung von einigen Shmups wenn überhaupt noch verbessert (Beispiele wären Cosmo Gang: The Video, Sonic Wings oder zwei der drei Hudson-Shooter auf der Caravan Shooting Collection, die in Tateinheit mit dem oben erwähnten Dauerfeuercontroller wesentlich mehr Vergnügen bereiteten), allerdings mag sich ein gewisser Überdruss breit gemacht haben, nachdem das Feld so ausgiebig abgegrast worden ist, Scores perpetuierlich verbessert wurden, Loop um Loop gefallen ist.
Das wundert micht kaum, bei der anhaltenden Penetranz, mit der du dich durch die heftigsten Arcade-Shooter gegrast hast. Irgendwann liegt auch der größte Heißluftballon schlaff auf dem Boden. Was mich aber wiederum wundert: Wie wenige Shooter letztlich - bei all der zwischenzeitlichen Euphorie - auf der Liste verblieben sind. Und Super EDF statt Macross, auch das ist trotz Erklärung schwer verständlich für mich. Macross ist spielerisch und optisch für mich eine klare Raumschiffnasenlänge vor Super EDF (allein wegen des nervenden vierten Levels) - dafür hält sich seit Jahren hartnäckig Soul Blazer in der Liste :D Pfff!
Das trifft allerdings rein gar nicht auf The Firemen zu, das ich zuvor noch nicht gespielt habe und mich sehr begeistern konnte. Cineastisch ist ja so eine Vokabel, die allerorten im Gebrauch ist, selten jedoch so nahtgenau zutrifft wie hier. Das straff durchgetaktete Levelszenario, die regelrecht verblüffend intelligente KI vom Partner, die krachenden, zischenden, lodernden, quirlenden, knisternden Soundeffekte in Konjunktion mit dem Hexenelement, die ungeheuer präzise Steuerung, da stimmt einfach alles.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben freut es mich ungemein, dass du letztlich doch solchen Spaß mit dem Spiel hattest. Hast du deinen Löschgrad noch parat? Und hast du Versuche auf den höheren Schwierigkeitsstufen gewagt? Bei mir seit Ewigkeiten ein heißer (höhö) Kandidat für einen 1CC-Lauf. Nur die liebe Zeit, die liebe Zeit...
Zombies Ate My Neighbors ist wohl mehr so eine momentane Affekthandlung, weil ich endlich in der Lage war, diese Monstrosität in einem stundenlangen, nervenaufreibendem Lauf zu fällen. Fraglos einer der anspruchsvollsten Konsolen-1CCs bis jetzt, nicht immer aus guten Gründen, nichtsdestominder spiegelt das den psychologischen Terror der Thematik ungemein.
Chapeau, es muss hier noch im Forum uralte Einträge geben, in denen du sagst, dass der 1CC freilich unmöglich sei (in die selben Zeit fällt auch eine Aussage von dir, wonach du niemals die Motivation für einen 1CC bei R-Type III aufbringen wirst, haha). Ich muss zugeben, dass dein alter Foreneintrag mich immer abgeschreckt hat, es selbst einmal zu versuchen. Wie sieht inzwischen deine Empfehlung aus? Ist die Platzierung in den Top30 lediglich dem geschuldet, dass da eine jahrzehntealte Last abfiel? Oder ist es wirklich ein gutes Spiel?
Es steht völlig außer Frage, dass ein Magical Pop'n, Majuu Ou, Sparkster oder X-Men: Mutant Apocalypse das Zeug hätten, einen Listenplatz zu belegen, allerdings vermieste mir da der eine oder andere Umstand die Rechtfertigung.
Majuu Ou halte ich für maßlos überschätzt - gerade bei eBay-Preisen OVP von 700 Euro+. Das Spiel beginnt mit einem starken, atmosphärischen Level, verliert in der Folge einiges an Immerssion, die Stages werden in Sachen Design und Aufbau immer distanzierter. Die Kristall-Mechanik ist totaler Humbug - und die behende Steuerung büßt ab Stage 2 durch die klobigen Monster einiges ein. Für mich immer noch eine 7/10. Aber nicht mehr.

Sparkster hingegen finde ich spaßig, aber auf der harten Schwierigkeit für mich und mein Können nicht mehr meisterbar. Bei Endgegner Stage 1 ist Schluss. Ohne jede Chance. Wie lange bist du bei deinem Durchspielen an dem Roboterkampf steckengeblieben? :D

Magical Pop'n und X-Men: Mutant Apocalypse habe ich bislang noch nicht gespielt - ob sich das noch ändern wird? Eher nein.
Das erste Goemon und Karuraou indes haben sich ohne jeden Vorbehalt eingenistet. Ich habe aufgrund der Lobeshymnen auch das zweite Goemon ausprobiert, welches mir eigentlich sehr gut gefällt, dann allerdings vermittels der unsäglichen Roboterkämpfe aus der Egoperspektive sämtliches Momentum entfernte und ferner nicht ganz so hermetisch konstruierte Level enthält wie der Erstling.
Vollste Zustimmung bei Karuraou und Goemon 2 (da sind sie wieder, diese verdammten Roboterkämpfe, argh!). Der erste Goemon wäre in meiner Gunst viel höher, wäre da nicht dieses enervierende Münzensammeln. Ohne die Dorf-Sequenzen (auch noch auf japanisch) ein heißer Kandidat auf meine Top10, weil die Platformer-Passagen graphisch und atmosphärisch brillant sind, aber so.
Hinzufügen möchte ich abschließend, was sich nicht eingefunden hat bzw. wohl nicht mehr seinen Reiz entfalten kann: eher szenische, ausgedehnte Jump 'n' Runs. Ich habe einige Kindheitsklassiker erneut aufgesucht (die ganzen Donkey-Kong-Country-Titel, Yoshi's Island) und auch ein paar andere namhafte Größen ausprobiert (DoReMi Fantasy), richtig fesseln konnte mich das nicht. Zwar konnte ich nach wie vor Kurzweil empfinden dabei, so schnell wie möglich bei den altbekannten Kämpen Fortschritt zu machen, wiederholen würde ich das allerdings nicht unbedingt.
Mit Donkey Kong gehst du etwas zu hart ins Gericht. Zugegeben, die Spiele sind nicht schwer, aber sie haben auch heute noch ihren Reiz. SMW2 wollte ich immer einmal die 100 Prozent angehen, verlor aber meist schnell die Lust. Kannst du etwas näher auf DoReMi eingehen? Da würde mich ein Kurzreview (in a nutshell, wie es so schön heißt) interessieren. Bin bei dem Titel nicht über wenige Minuten langes Anspielen hinausgekommen.
Eine kleine Fußnote möchte ich noch F-Zero und Star Fox widmen, die zwar nicht auf der Liste sind, gleichwohl dieses Mal zu satisfaktionsfähigen Expeditionen hergereicht haben. Ich bin sowohl bei Rennspielen als auch Railshootern fürchterlich schlecht
Ohje, gerade Star Fox habe ich bewusst stets ignoriert. Graphisch für mich unerträglich. Und Lylat Wars habe ich als Fünftklässler schon nicht die Faszination verstanden. Aber: Beim Lesen habe ich direkt Lust auf F-Zero bekommen. Wobei mir vermutlich ausreicht, den Soundtrack auf eine CD zu brennen und ihn im Auto zu hören.
Abseits meiner immer noch lamentablen Lücken in RPG-Gefilden, die sich mit hic sunt leones füglich beschreiben lassen (und wohl nie gestopft werden), bin ich extrem zufrieden mit meinen Ergebnissen.
Ich weiß, mit den RPGs ist das solch eine Sache. Aber: Wenn du schon ein SD2SNES besitzt, wäre doch die Übesetzung von Treasure Hunter G einen Versuch wert - zumal ich mich erinnere, dass du ein riesiger FFT-Fan warst/bist. Das hat dich damals mehrere Monate vom snesfreaks-Forum ferngehalten, sodass sogar eine Suchaktion vom guten Moogle gestartet wurde.

War es das dann jetzt für dich mit dem SNES? Alles beendet, alles 1CC eingetütet? Oder steht noch etwas aus - fernab der diabolisch grinsenden Liste an JRPGs?

Tja, was gibt es abschließend von meiner Seite aus zu sagen: Mein SNES-Drang ist beruflich bedingt etwas versiegt, das tägliche Feierabendzocken leider weitgehend eingeschlafen. Ich schaffe es noch, zwei bis drei Mal die Woche eine Konsole anzuschmeißen für ein paar Stunden am Abend - ich beiße mich nach wie vor in jedes Spiel hinein, spiele fast alles, was ich beginne, durch (auch zu 100%), nur die Schlagzahl ist schlicht geringer geworden. Was aus SNES-Sicht schon sehr lange auf meiner Liste steht, und unbedingt einmal gespielt werden will, ist Shadowrun. Ein alter Klassiker, den ich als Kind unzählige Male angefangen, aber nie beendet habe. Irgendwie hat sich deshalb in den letzten Wochen das Gefühl aufgebaut, dieses aufgeschlagene Kapitel doch irgendwie irgendwann einmal zu schließen. Wer weiß, vielleicht wird man hier dazu dann etwas lesen...vielleicht.

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