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 Betreff des Beitrags: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 12:32 
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Hagane – The Final Conflict Review

Hagane ist ein 2 D Action Jump N Gun welches 1995 von Hudson exklusiv für das SNES released wurde. Interessant ist dabei besonders, dass es sich bei der US-Version um einen Rental-Only Titel handelte, der exklusiv über die Videothekenkette Blockbuster Video vertrieben wurde und damit ähnlich wie Final Fight Guy vermarktet wurde. Aus diesem Grund ist das Spiel auf dem amerikanischen Kontinent heute eher Rar. Wobei heute auch die europäische Version eher selten anzufinden ist und ebenfalls recht nur für recht viel Geld erstanden wer-den kann. Ob es das Spiel Wert ist? Lest selbst.

Die Story des Spiels ist völlig banal bis trashig. Lediglich ein kurzes Intro und die An-leitung erzählen uns ein wenig über die Hintergründe des Spiels. Kurz. Es gibt 2 Ninja Clans. Die guten Fuma und die bösen Koma. Die Fuma bewachen den heiligen Gral. Die Koma klau-en ebendiesen. Und löschen den ganzen Fuma Clan aus. Ein Ninja oder überlebt knapp und sein Hirn wird in einen Cyborg implantiert um eine Art Cyber Ninja/ Samurai zu schaffen, der den Gral zurückbringen soll. Bei dieser Person handelt es sich um den Titelgeber des Spiels Hagane. Mit unserem Alter Ego bestreiten wir fortan also insgesamt 5 Akte die in bis zu 3 Stages untergliedert sind. Am Ende eines jeden Stages wartet ein Miniboss und am Ende eines jeden Aktes der Endgegner.

Am besten vergleichen lässt sich das Spiel mit Serientiteln wie Probotector, Doom Troopers, Ninja Gaiden und Shinobi aber das wäre für alle drei genannten Titel eine Beleidigung denn Hagane gehört so ziemlich zu den härtesten Jump & Guns Spielen die ich jemals für das SNES gespielt habe.

Aber halt! Hagane ist doch ein unbekanntes Juwel, ein Must Have Titel, ein Goldstück was nie seine ihm gebührende Beachtung bekam! So lesen sich zumindest 90% aller Reviews bzw. Kommentare zu diesem Spiel, die man heute so auf etlichen Gaming Sites oder Hidden Gems Listen findet. Meines erachtens ist das Spiel seiner Zeit völlig zu recht untergegangen und kann gerne weiter sein Nischendasein fristen und da auch bleiben! Ich vertete dabei die These, in welcher ich behaupte, das 90% aller Leute die das Spiel gespielt haben niemals über den 2 Akt hinaus gespielt haben und ihnen somit das größte Manko an dem Spiel verborgen blieb. Der immer weiter steigende Frustfaktor! Bereits im 2 Akt wird das Spiel für die meisten Casual Gamer, -mir inklusive- zur echten Gedulds- und Nervenprobe, da dass Spiel schlicht UNFASSBAR schwer ist. Man muss wirklich jedes Level, jede Plattform und jeden Gegner kennen die das Spiel einem vorwirft sonst ist man vollkommen verloren. Eine wichtige Prämisse ist dabei ebenfalls, die absolut perfekte Beherrschung der Kontrollen. Ohne Emulator ist das Spiel meines Erachtens heute nur noch für Leute mit sehr viel Zeit oder extrem viel Geduld zu Empfehlen zudem sollte man sich zumindest mit einigen ähnlichen o.g. Spieln schon auseinandergesetzt haben. Wer es dennoch versuchen möchte. Viel Glück wäre untertrieben.

Anfangs erweist sich das Spiel auch wirklich als herausragend! Man lernt die verschiedenen Waffen wie Granaten, Kettenpeitsche, Katana und Harpune kennen wovon jede einzelne ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt und man schnell lernt, welcher Gegner mit welcher Waffe am besten zu erledigen ist. Auch die klassische „Screen Kill“ Granate darf dabei nicht fehlen. An den Waffen habe gibt es nix zu meckern, sie sind abwechslungsreich und selbst im Pausenmodus auswählbar, was taktisch wirklich enorm hilfreich sein kann und für ein damiliges Spiel wirklich ungewöhlich innovativ war. Die Grafik des Spiels ist für SNES Verhältnisse Okay bis Gut. Nicht überragend jedoch durchaus passabel. Sie erfüllt ihren Zweck voll und ganz und genügt dem Spielprinzip vollkommen. Für besonders erwähnenswert halte ich an dieser Stelle das Design der Gegner, welches ausnahmslos an das antike Japan angelehnt ist und deren Vielzahl wirklich enorm abwechslungsreich ist. So kommt vom fliegenden Pagodenbomber über den Morgensternschwingenden Sumo bis hin zum Energieballschleudernden Reisbauern allerlei Kurioses auf den Bildschirm. Die einzlenen Level lassen sich somit auch gut auseinaderhalten und man fragt sich bisweilen, welche neuen grotesken Gegner in den Leveln auf einen warten. Besonders die Bosse sind unfassbar gut designt worden. Bei den Endgegnern handelt es sich allesamt um feindliche Ninja, die sich vor den Kämpfen zunächst in eine andere Form transformieren. [DETAIL EDIT] Ebenfalls gut gelungen ist auch das Leveldesign bzw deeren Aufmachung. Man kämpft sich dabei durch Fabriken, Festungen, Luftschiffe, dystopische zerstörte Städte und Wälder wobei besonders der Speedbike Level hervorzuheben ist, da man hierbei mal nicht nur Springen und kämpfen muss sondern vielmehr Timing, Geschicklichkeit und Köpfchen gefragt sind.

Besonders der erste Akt ist dafür gedacht sich mit der regulären Steuerung vertraut zu machen die bis auf den Sprungmodus sehr flüssig ist. Da dieser aber besonders in späteren Abschnitten enorm wichtig bzw unabdingbar wird, versagt das Spiel dabei was die Lernkurve angeht leider.
Der Special Move- eine Art Ninja Rolle- ist bisweilen derart schwer zu timen, dass das Spiel teilweise zur Qual wird. So hat muss man genau im Zenit des Sprunges die Taste drücken damit dies funktioniert. Das Zeitfenster dafür ist extrem klein und ein Fehler kann das sofortige aus bedeueten. Man mag sich dabei auch gern Fragen, weshalb soviel Arbeit investiert wurde in die zunächst unbrauchbar anmutenden aber starken "Purzelbaummanöver" die Hagane beim Druck auf L und R vollführt. Hier hätte vielleicht etwas mehr Feintuning dem Spiel gutgetan. Keine Stelle im Spiel oder Boss benötigt diesen Move mit absoluter Sicherheit für das weitere Vorankommen. Sollte man also mal genug Zeit haben (Hat man aber eher selten, da der Timer ja gnadenlos runtertickt) kann man gerne ein bisschen rumspielen damit und als wirklich hartgesottener Spieler doch noch einiges an Action mehr aus dem Game rauskitzeln, denn der enorm hohe Schden den Hagane damit verteilt ist bei vielen Bossen von grossem Vorteil. Vorausgesetzt jedoch auch wieder, man beherrscht die Kontrolle im Schlaf!
Doch als ob die Steuerung nicht schon schwierig genug wäre besitzt Hagane lediglich 3 Energiebalken die durch Power- Ups bis auf max. 5 erweitert werden können. Stirbt man sind diese weg und man startet wieder mit 3 Am Levelanfang. Immer. Egal ob man sich 2 Meter vor dem Ziel befindet. Man wird an den Anfang zurückgesetzt. Mit seinen 3 Leben und einem Continue gestaltet sich der Rest des Spiels da schon als Spießrutenlauf. Das Tempo welches das Spiel anfangs vorlegt und dabei einem Contra in nichts nachsteht verfällt dabei schnell in genaues timen und überlegtes warten und Springen in späteren Stages, was sich jedoch aufgrund des besagten Timers als überaus schwierig herausstellt. Schafft man es dann doch einmal sich mit Ach und Krach durch ein Level geplagt zu haben wartet am Ende auch immer brav ein Boss auf Hagane. Diese werden nicht etwa komplizierter und komplexer in ihren Patterns wie man es gewohnt ist. Nein sie variieren in ihrer Schwierigkeit munter drauflos. Was nicht schlecht ist da ich die Bosse doch als vergleichsweise gut ausbalanciert empfunden habe. Wobei auch hier der letzte Boss den Vogel abschießt und mit der allzu peniblen Sprungmechanik und dem Timer eine Party feiert.

Fazit: Casual Gamer die sich ein wenig schnellen Spass und Action erhofft haben sollten von Hagane die Finger lassen! Meidet es. Spielt es nicht wenn ihr euere Controller mögt und ihr eigentlich ein friedliebender und ruhiger Mensch seid. Die guten Ansätze vertut das Spiel mit komplexen, hart erlernbaren Kontrollen und selbst für damalige Standards unverhältnissmässig schweren Level Neuanfängen. (Shinobi lässt grüssen) Für so mal nebenbei ist Hagane absolu nicht geeignet. Schade eigentlich. Leuten die sich jedoch gerne mit kniffligen Spielmechaniken, hohem Schwierigkeitsgrad und Herausforderungen auseinandersetzten sei das SPiel ans Herz gelegt und ist allemal einen Blick Wert, wenn auch der sehr hohe Preis abschrecken mag, den man mittlerweile für das Spiel zu zahlen hat.

5 von 10 Punkten


Zuletzt geändert von CLE am 28.09.2013 13:38, insgesamt 6-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 13:10 
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Erstmal vielen Dank fuer das Review, das ist ein mehr als nur guter Anfang als Reviewschreiber!

Oh! Auch wenn ich Hagane persoenlich gar nicht so schlecht finde, eine sehr schoene Abwechslungsmeinung zu dem Spiel!

Ein paar Sachen finde ich persoenlich noch verbesserungswuerdig, ich gebe dir mal Feedback auf das, was mir persoenlich auf die Schnelle aufgefallen ist :)

Zunaechst sind da recht viele Bindestriche zufaellig im Text verstreut... Wofuer sind die denn? xD

Ok, weiter zu den Aussagen, von der Rechtschreibung lass ich erstmal die Finger :)

Zitat:
Mit unserem Alter Ego bestreiten wir fortan also insgesamt 5 Akte die in bis zu 3 Stages untergliedert sind.


Der Ninja von Hagane ist glaube ich nicht als alter Ego gedacht, es gibt keinerlei Bemuehungen der Entwickler, dass der Spieler sich mit den Hauptcharakter identifiziert. Er ist einfach nur der Protagonist ;)

Zitat:
Am besten vergleichen lässt sich das Spiel mit Serientiteln wie Probotector, Ninja Gaiden und Shinobi aber das wäre für alle drei genannten Titel eine Beleidigung denn Hagane gehört so ziemlich zu den miesesten Spielen die ich jemals für das SNES gespielt habe.


Dein Hauptargument ist, dass Hagane viel zu schwer ist und du es deswegen nicht spielen magst (was ja auch eine niedrige Wertung rechtfertigt). Aber hast du schonmal Ninja Gaiden gespielt? Dagegen ist Hagane teilweise ein zahmes Kaetzchen.

Zitat:
Diese werden nicht etwa komplizierter und komplexer in ihren Patterns wie man es ge-wohnt ist. Nein sie variieren munter drauflos. Als ob sich erst zum Abschluss der Program-mierung darauf besonnen wurde, wie die Bossgegner in das Spiel implementiert werden.


Variierende Angriffspattern sind eigentlich ein Hinweis auf recht gute Bossprogrammierung. Du muesstest hier wirklich genauer erlaeutern, was dich an den Bossen frustet oder warum sie sich "billig" anfuehlen.

Es fehlt noch: Wertungen und zumindest ein Absatz zu Grafik und Sound, die in diesem Spiel ja durchaus im Mittelpunkt stehen. Ausserdem vll noch ein zwei einfache Beispiele von frustigen Spielstellen, wenn du deine Meinung zum Spielgefuehl besser rueberbringen moechtest^^

Kritik an der Wertung: Erst einmal sagst du im Fazit selber, dass das Spiel wahrscheinlich Hardcoregamer ansprechen koennte, meinst du nicht, dass eine "Annehmbar" (5) da eher zu deiner Wertung passt als ein "Mangelhaft" (4)? ;)
http://www.snesfreaks.com/reviews/erklaerungen



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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 14:14 
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Eine Rezension (jedenfalls hier auf SNES-Freaks) ist im Kern ihrer Beschaffenheit völlig subjektiv, darum enthalte ich mich einer grundlegenden Kritik an Deiner Bewertung. Ich möchte allerdings feststellen, dass es Dir nicht an "zuviel Geduld" mangelt, wie Du es formulierst, sondern an Experimentierfreude und ein wenig Beobachtungsgabe. Dann hättest Du festgestellt, dass die "überflüssigen Purzelbaummanöver" in Kombination mit den Schlagtasten so starke Attacken erzeugen können, dass sie Bossgegner in Sekunden wegfegen. Die "Ninjarolle" funktioniert jedes Mal, wenn man realisiert, dass das Eingabefenster am Zenit des Sprunges zu erfolgen hat. Du kannst halt nicht zu jedem gegebenen Zeitpunkt die Rolle ausführen, sondern musst die Höhe Deines Sprunges so anpassen, dass Du den Höhepunkt an einer Dir genehmen Stelle erreichst. Das hat mit schlechter Steuerung nichts zu tun, sondern mit einer grundlegenden Spielmechanik.

Und was meinst Du mit "3 Leben und einem Continue"? Wenn mich nicht alles täuscht, haben die PAL- und NTSC-US-Versionen unbegrenzt viele Continues, nur die Super-Famicom-Vorlage begrenzt die Anzahl (übrigens sehr großzügig). Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen: mein allererster Lauf in Hagane verlief auch nur mäßig, ich bin mit Ach und Krach in den vorletzten Level gekommen, bevor alle meine Continues aufgebraucht waren. Das sollte allerdings der Moment sein, an dem sich ein Spieler etwas gründlicher mit dem zugrundeliegenden Problem auseinandersetzt.

Und siehe da: nach eingehender Begutachtung der zugrundeliegenden Komplikationen konnte ich meinen nächsten Lauf in einem Continue abschließen. Sicher nicht, weil ich herausragende Begabung am Controller gezeigt oder übermäßig viel Zeit investiert hätte, sondern weil ich aus zunächst unzuverlässigen Verfahren konsistente Herangehensweisen entwickelte. Wie Du habe ich mich auch gefragt, warum die Rolle manchmal nicht funktionieren wollte. Und es stellte sich o.g. Mechanik heraus. Ich habe festgestellt, dass Du durch die meisten Gegner sogar durchlaufen kannst, ohne Schaden zu nehmen, solange diese sich nicht in einer Angriffsanimation befinden, was sich sehr vorteilshaft exploitieren lässt. Ich habe mir einen Baukasten mit dem "überflüssigen Purzelbaummanöver" (das übrigens auch ein paar Unverwundbarkeitsframes gewährt) zurechtgelegt, um zuvor hartnäckige Zwischenbosse schnell auszuschalten. Alles kein Hexenwerk, sondern grundlegende Lernbereitschaft.

Das Stichwort dürfte "Erwartungshaltung" sein. Wenn man von Hagane abverlangt, dass jede Stelle am besten mit einem einfachen Sprung und/oder ein paar regulären Schlägen zu überwinden sein sollte, dann wird es unvermeidlicherweise viel zu schwer wirken. Du erwartest von einem Spiel, dass es wenig vom Spieler abverlangst - das ist völlig in Ordnung so. Nur solltest Du Dir die ehrliche Frage stellen, ob es eine gute Idee ist, im Zorn ein entsprechendes Pamphlet zu schreiben, das auf die Musik & intellektuelle Gestaltung gar nicht und auf die Graphik nur am Rande eingeht. Ich bin z.B. komplett untauglich in Rennspielen und habe bei Super Mario Kart keine Chance, auch nur den 100cc erfolgreich abzuschließen. Mein Spielspaß liegt entsprechend niedrig. Ich käme aber nicht auf den Gedanken, eine schlechte Steuerung oder undurchsichtige Programmierung dafür verantwortlich zu machen, sondern stelle fest, dass ich nicht in der Lage bin, valide Lösungen für meine Probleme zu finden. Du hast Dich sehr oberflächlich mit Hagane beschäftigt und kritisierst Dinge, die sich bei genauerem Hinsehen als Eigenversagen entpuppen. Mir liegt es fern, Dich vorzuführen oder gar zu beleidigen, nirgends steht geschrieben, dass man Hagane eine faire Chance geben müsste, halte indes entschieden dagegen, dass es das Spiel ist, das Dich scheitern lässt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 16:11 
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Ich finde es angebracht, ueber das Spiel auch negative Reviews zu schreiben, da es einen wirklich nicht an die Hand nimmt. Ein Spiel was in diese Richtung alles richtig macht, ist Super Metroid. Teilweise sehr schwer, bringt es den Spieler aber nach und nach sein Bewebgungsrepertoire naeher und verlangt nicht, dieses ASAP bereitstehen zu haben. Gleiches gilt zumindest >teilweise< auch fuer Mega Man X.

Andere Titel die unter diesen Problem leiden gibt es so einige. Actraiser II, Super Ghouls N Ghosts, Battletoads in Battlemaniacs, Sparkster, Tiny Toons Adventures, S.O.S., Umihara Kawase und noch so einige, oft verhasste Perlen mehr...

Ich persoenlich sehe Hagane aber als arcadeinspiriertes Spiel (von Strider, um genauer zu werden). Es kopiert nicht ZU dreist, bietet genuegend eigene Ideen, einen einzigartigen und schoenen Grafikstil, knifflige und einfallsreiche Bosse und bietet auch was fuer sein damaliges Geld. Wie mies sind bitte Spiele, die man damals zum Vollpreis kaufte und die dann bereits nach einer Stunde "Walk in the park"-maessig durchgespielt sind? Entweder man trumpft mit einer Action-Adventure maessigen Spiellaenge auf oder macht das Spiel schwer und komplex, um den Spieler laenger bei Stange zu halten, da er die Kniffe herausfinden muss. Hagane (und gefuehlte tausend andere Arcade-alike Games auf Konsole aus dieser Zeit) macht eben das letztere. Das kann man eben lieben oder hassen.

Ich persoenlich finde sowas super. Solche Spiele sind heutzutage eine Seltenheit und quasi fast ein Privileg der Retrospielgemeinde geworden. Und gerade Hagane ist ein extremer Vertreter dieser Spielart (sehr vergleichbar mit Actraiser II) und von seinem Spieldesign her imo fast als Kunstwerk einzuordnen.

Die Meinungen spalten sich. Bleib unbedingt bei deiner, aber reflektiere sie ein wenig mehr. Ein paar Verbesserungsvorschlaege zum Text gab ich ja bereits.



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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 17:32 
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DasSpiel wird auch nicht besser wenn man 1000 x stirbt an der gleichen Stelle.
Wie ich bereits schrieb, kann es nicht sein, dass ein Spiel welches wirklich an etlichen Stellen genaus Sprungtiming benötigt ein Sprungmanöver einbindet das einen sofort dafür bestraft wenn man es nicht zeitgenau nutzt. Natürlich weiss ich das die Rolle nur am höchsten Punkt funktioniert nur macht es das ganze dadurch besser? Nein vielmehr wirkt sie klobig.

Du schreibst es nicht direkt, wirfst mir aber in netten Worten Unfähigkeit vor was die Kontrollen angeht. Dazu ist zu sagen, dass Jump N Runs zu meinem Lieblingsgenere gehört und ich mich selbst als recht gut in diesen einstufen würde.

Oh ja bei den Continues hab ich mich vertan sry. hatte ich nicht mehr genau im Kopf. werd ich editen.

Es mangelt mir auch nicht an Beobachtungsgabe oder Experimentierfreude, wenn ich sage das die Manöver nutzlos sind . Das sie stark sind ist kein Argument, da man fast in allen Fällen durch die Versuche mit diesem Move Gegner bzw Bosse zu verletzten mehr Schaden nimmt.

ich habe extra eine Woche gewartet um eben nicht zornig zu sein auf das Spiel. Ein schlechtes Review gleich Pamphlet zu nennen, nur weil du das Spiel magst ist da etwas übertrieben denke ich.

Oha die Bindestriche kommen wohl daher, das ich das ganze in Word gespeichert hatte und rüberkopiert habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 01.06.2013 18:32 
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Zitat:
Wie ich bereits schrieb, kann es nicht sein, dass ein Spiel welches wirklich an etlichen Stellen genaus Sprungtiming benötigt ein Sprungmanöver einbindet das einen sofort dafür bestraft wenn man es nicht zeitgenau nutzt.

Warum denn nicht? Ich will Dich nicht vom Gegenteil überzeugen, aber genau das hätte ich gerne gewusst. Es gibt Spiele wie Donkey Kong Country, die es sehr einfach machen mit der Steuerung in der Luft, und es gibt Spiele wie Hagane, die spezifischere Anforderungen stellen. Beides hat seine Existenzberechtigung, es spricht lediglich verschiedene Gruppen von Spielern an. Der Unterschied zwischen schlechter und - in Ermangelung eines besseren Wortes - "schwieriger" Steuerung ist, dass die erste unzuverlässig funktioniert; die Steuerung von Hagane ist allerdings präzise. Vergleiche das z.B. mit unterschiedlichen Beat 'em ups. Spiele aus der Tekken-Serie vergeben i.d.R. ein großzügiges Eingabefenster für Kombinationen, Street Fighter-Spiele sind moderat, King of Fighters-Ableger erfordern extrem genaues Timing. Für mich ist King of Fighter viel, viel, viel zu anspruchsvoll, aber das kann ich doch nicht dem Spiel ankreiden, immerhin ist die Steuerung zuverlässig, so man in der Lage ist, diese auch zu bedienen.

Zitat:
Das sie stark sind ist kein Argument, da man fast in allen Fällen durch die Versuche mit diesem Move Gegner bzw Bosse zu verletzten mehr Schaden nimmt.

Dass Du nicht unentwegt herumturnen kannst, ist klar. Eine gut abgestimmte Rückwartsrolle ist allerdings ein sehr brauchbares Instrument gegen viele Zwischenbosse, zumal Du ja Unverwundbarkeitsframes erhältst. Ich behaupte auch gar nicht, dass es unbedingt nötig wäre, die Technik zu beherrschen, stoße mich aber an der Wortwahl (s. den nächsten Absatz).

Zitat:
ich habe extra eine Woche gewartet um eben nicht zornig zu sein auf das Spiel. Ein schlechtes Review gleich Pamphlet zu nennen, nur weil du das Spiel magst ist da etwas übertrieben denke ich.

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich den Begriff Pamphlet nicht einmal negativ meine, sondern im Sinne einer beherzten Brandrede. Meine Absicht ist es auch nicht, Dich zu missionieren oder überhaupt die tollkühne Behauptung aufzustellen, es wäre zwingend erforderlich, Hagane zu lieben. Ich finde aber durchaus, dass einige Deiner Formulierungen den Eindruck erwecken, dass Du lediglich zutiefst unzufrieden bist und womöglich nicht genau genug hingesehen hast. Aus Deiner Rezension wurde für mich wirklich nicht ersichtlich, dass Du wusstest, wie die Vorwärtsrolle im Sprung auszuführen ist. Und ich war beim Lesen felsenfest überzeugt (und bin es ehrlich gesagt immer noch), dass Du die enorme (situationsabhängige!) Nützlichkeit der "überflüssigen Purzelbaummanöver" nicht recht durchschaust. Der große Unterschied ist folgender: wenn Du schreibst, dass dieses und jenes kurzum "unnütz" oder "überflüssig" ist, begibst Du eine Sachaussage. Wird aus dem Text allerdings ersichtlich, dass Dir der Nutzen sehr wohl bewusst ist, Du das aber für schwer auszuführen hältst, dann gibst Du eine begründete Stellungnahme ab. Ich kann sehr wohl sagen, dass mir 1-Frame-Links in King of Fighters XIII viel zu anspruchsvoll sind, nicht aber, dass deswegen die Steuerung schlecht oder das Konzept vermurkst ist. Ich muss feststellen, dass ich offensichtlich nicht die richtige Zielgruppe für manche Spiele darstelle, ganz ohne Groll auf das Spiel selber, und das, obwohl mich das Genre interessiert. Diese Reflektion fehlt mir ein wenig in Deinem Text. Der Benutzer Battletoad hat eine Rezension zu "Battletoads & Double Dragon" geschrieben, das er mit gerade einmal 5 von 10 möglichen Punkten bewertet. Ich würde dem Spiel wohl 3, wahrscheinlich sogar 4 Punkte mehr geben, aufgrund der in sich einleuchtenden Argumentation wird für mich jedoch sein Urteil ersichtlich. Im vorliegenden Text fällt es mir hin und wieder schwer, berechtigte Anliegen von sachlich falschen Aussagen zu trennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 02.06.2013 00:15 
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Also danke erstmal an euch beide für die ausführlichen und sachlichen Kritiken zu dem Review.

Ich werde auch nach und nach Sachen einfügen die ich evtl. übersehen habe oder schlicht vergaß einzubringen in den Text. Ich kann deine Argumentation auch nachvollzeiehn Perikles.
Nur ist es für mich eben das wichtigste an einem Spiel- ob nun 1995 erschienen oder 2013, dass es Spass macht und man motiviert ist es zu spielen. Dieses Gefühl gibt einem Hagane leider garnicht. Es bestraft einen für minimale Fehler gandenlos. Ich weiß wohl um die Problematik weswegen sowas damals in Spiele eingebaut wurde zugunsten der Langzeitmotivation etc. Ein Spiel, dass nur einem winzigen Teil von Leuten gefällt die das Handling dessen verstehen macht es dabei nicht automatisch gut finde ich. Hagane hat gewiss seinen Charme - wie auch MK ihn hat(das ich ebenfalls garnicht mag) aber ich halte es für einen Grossteil der Casual Gamer für unzureichend.

Kurze Fragen noch:
Continues muss ich nochmal nachgucken wieviel da wirklich waren. ich hatte auch mal on einem Cheat gelesen irgendwo. Weiss da einer was zu? Bzw soll ich sowas überhaupt erwähnen?

Die grafik habe ich nicht grossartig erwähnt . Ist de zu kurz geraten?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 02.06.2013 11:54 
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Den Charme von MK kann ich auch nicht so wirklich nachvollziehen. Ist wohl meist Nostalgie, wenn man an die herrlich verbotenen "Gore-Gefuehle" der Kindheit zurueckdenkt... Die Fatalaties muss man teilweise echt von Zettel ablesen und das normale Gameplay ist eher Genredurchschnitt... Aber ich drifte vom Thema ab.

Ja, ein Absatz fuer Grafik incl. Sound sowie nachgereichte Wertungen waeren recht wichtig ;) Gerade bei Hagane.



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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 20.06.2013 11:33 
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Als großer Hagane-Fan, und jemand der das Spiel ohne ein Leben zu verlieren durchgezockt hat, komm ich nicht drum rum mich auch mal einzuschalten. :D

Ich finde dein Review nicht wirklich gerechtfertigt und fair, denn deine Kritik scheint sich einzig und allein an dem vermeintlich hohem Schwierigkeitsgrad festzumachen. Aber: "Schwierig" ist nunmal keine absoluter Wert, sondern immer relativ zum Spieler (bzw. seiner Herangehensweise) und zu anderen Spielen im Genre zu sehen. Für jemanden ohne jegliche Videospiele-Erfahrung kann zB auch schon Kirby's Dreamland 3 eine echte Herausforderung darstellen.

Es stimmt natürlich, dass Hagane eine recht komplexe Steuerung hat, und unerfahrene Spieler spätestens in Stage 2 an die Wand klatscht (war bei mir auch nicht anders), aber hat man mal den Dreh raus, gehen die Moves wirklich locker von der Hand und es stellt sich heraus, dass das Spiel eigentlich gar nicht so schwer ist. Gerade Stage 2 gehört für mich zu den am besten designten Platforming-Sequenzen die je gespielt habe. Jede Passage in der Stage ist wirklich perfekt abgestimmt, und weiß man erstmal "wie", kommt man überall durch ohne Schaden zu nehmen. Es ist also sozusagen ein großes Puzzle, dass man erstmal lösen muss, und danach ist man dann wirklich ein leibhaftiger Ninja, der mit Style und Finesse jeden Gegner ausschaltet und jedes Hindernis überwältigt.

Zum Ninja kann man aber nur werden, wenn man gewillt ist sich auf die Spielmechanik, die Levelstruktur und die Gegnermuster einzulassen und diese zu lernen. Wenn man nur versucht das Spiel auf biegen und brechen mit egal wievielen Continues durchzubekommen wird man als Spieler natürlich auch keine Fortschritte und Erfolgserlebnisse registrieren und die eigentliche Spieltiefe wird sich nicht offenbaren. Man wird nur immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert für man noch keine Lösung erarbeitet hat und der Frust ist vorprogrammiert.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich Hagane in keinster Weise von den anderen herausragenden Vertretern des Arcade-Action Genres, die du anführst, wie Contra, Shinobi oder Ninja Gaiden. Diese Spiele sind alle ähnlich auf das Lernen der Spielmechanik und der Stages ausgelegt. Ich weiß ja nicht, wie sehr du diese Spiele gezockt hast, aber Ninja Gaiden (sowohl der erste auf dem NES, wie der auf Xbox) als auch Revenge of Shinobi finde ich wesentlich knackiger als Hagane. Gerade die letzte Stage (das Labyrinth) in Revenge of Shinobi lässt sich selbst mit Continues nur durch striktes auswendiglernen meistern. Ähnlich verhält es sich mit den gnadenlosen "Respawn Points" in Ninja Gaiden. Bei Hagane hat man immerhin noch die Chance sich irgendwie durchzuwurschteln wenn man nicht weiß wie's geht. Und die Wall-Jumps in Shinobi III erfordern meiner Meinung nicht minder präzises Timing als die Doppelrolle in Hagane. Möchte gar nicht wissen was du von Spielen wie Super Ghouls 'N Ghosts und R-Type III hältst.

Ich denke, wenn man schwere Spiele nicht mag (was total OK ist), sollte man dennoch versuchen objektiv zu bleiben und sich in einer Rezension nicht nur in die Warte eines Casual Gamers stellen, sondern zumindest untersuchen ob die grundlegende Spielmechanik stimmt, ob das Leveldesign gut durchdacht ist, und ob die notwendige Präzision in der Steuerung und Kollisionabfrage gegeben ist. Es schadet auch nicht, sich mal das eine oder andere Superplay anzugucken (auf YouTube sind einige für Hagane), oft erschließen sich einem dadurch tiefere Aspekte der Spielmechanik, zB dass die von dir als "überflüssig" bezeichneten Überschläge mit dem richtigen Timing dazu verwendet werden können viele der Bosse in Sekundenschnelle zu vernichten — wodurch das Spiel wiederrum einfacher wird.

Ich möchte übrigens noch erwähnen, dass ich keineswegs ein Freak mit zuviel Zeit bin, der Monate an Hagane gesessen hat, um es mit einem Leben durchzuzocken, sondern ich habe es ca. fünf Tage jeden Abend ca. 2 Stunden gespielt und einfach versucht mir für jede Stage eine gute Taktik zu erarbeiten — und voilá irgendwann war ich durch. Meine Taktik für den finalen Boss (die einzig richtig schwere Stelle meiner Meinung) war übrigens nix anderes als "alle Bomben raushauen". ;)

Eigentlich würd ich mich jetzt am liebsten mit dir vors SNES setzen und dir einfach mal zeigen wie ich das Spiel spiele, und dass es eigentlich gar nicht so schwer ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 07.09.2013 19:56 
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Huhu CLE, koennen wir noch mit einer Ueberarbeitung/Anhang von Sound und Grafikabsatz rechnen? ;)



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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 28.09.2013 00:26 
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Da die Leute mich scheinbar um es mal nett zu sagen für zu dämlich halten, Hagane zu spielen hatte ich eigentlich für mich selbst beschlossen das Review erstmal sein zu lassen. Es ist schlicht unmotiviernd gegen Fanboy Argumente und ständige Besserwisserei anzutreten.
So jetzt hab ich nochmal drüber nachgedacht und mich entschlossen, das Spiel nochmal durchzuspielen und das alles ins erste Review einfliessen zu lassen.

Es gibt immer irgendwelche Leute die selbst die simpelsten Spiele zu schwer finden (meine Freundin kann nichtmal Mario richtig springen lassen).
ich gebe zu, dass ich mir für die ersten 2 Stages mehr Zeit hätte nehmen müssen um die Mechanik besser zu erlernen und die Spielphysik besser zu durchdringen.

Bemerkennswertist dabei nur, das von den Leuten die rumnölen mein Review sei zu negativ und nur Gameplay fixiert, selbst kein positives verfasst wurde obwohl sie sich mit dem Spiel vermeintlich gut auskennen.

So Review nochmal etwas überarbeitet. Ist noch ein wenig WIP.
Besonders die Sprungmechanik weiss noch immer nicht zu überzeugen. Auch die "Specialmoves" Notwendigkeit muss man mir nochmal erklären. Weiss jmd ob es Stellen gibt wo diese unbedingt von Nöten sind bzw besser als alle anderen Waffen von der Taktik her funzen?

Ich finde das Feedback ja auch wirklich gut nur gehe ich in meiner Review von mir selbst aus. Ich mache keine Superplays oder sitze täglich stundenlang vor Games für Highscores, Speedruns o.ä. Ich bin so casual so casual geht garnicht mehr. Das Review ist eben auch für Casual Gamer geschrieben, weswegen ich so auf der komplexen Mechanik und dem Difficulty Lvl herumreite. Ein Spiel wird nicht ausnahmlos gut nur weil man sämtliche Positionen von Gegnern und Plattformen fast auswenidig kennt. Wenn man das als Spieler kann, so ist das das gut. Aber machen das 95% Leute die Hagane spielen? Vermutlich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 28.09.2013 01:08 
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Zitat:
Es ist schlicht unmotiviernd gegen Fanboy Argumente und ständige Besserwisserei anzutreten.
[...]
Ich mache keine Superplays oder sitze täglich stundenlang vor Games für Highscores, Speedruns o.ä. Ich bin so casual so casual geht garnicht mehr. Das Review ist eben auch für Casual Gamer geschrieben, weswegen ich so auf der komplexen Mechanik und dem Difficulty Lvl herumreite.

Hier sehe ich die zugrundeliegende Problematik. Wie Du Hagane empfindest und was Du letzten Endes davon hältst, das kann und will Dir keiner vorschreiben. Darum ist die Endwertung ja auch eine, die den Spielspaß bestimmt und nicht etwa eine wie auch immer geartete Gesamtleistung.

In Deinem Text finden sich allerdings etliche Sachaussagen wieder, die faktisch falsch sind, ganz gleich, wie man es dreht und wendet, welche Sympathien man dafür aufbringen mag oder auch nicht. Was Du "überflüssige Purzelbaummanöver" nennst, kann dafür verwendet werden, um Bossgegner in wenigen Sekunden zu zerlegen. Wenn Du es auf die subjektive Ebene herunterbringst und feststellst, dass Dir besagte Manöver in ihrer Ausführung zu schwer sind, steht die Aussage gleich in einem anderen Kontext. Selbiges gilt zu der "unterirdischen Steuerung" - nichts für ungut, aber das zeugt einfach nur davon, dass Du wirklich schlechte Steuerung zu Deinem eigenen Glück bisher nicht erfahren hast.

Es führt auch in die Irre, anzuführen, dass man hunderte Stunden in das Spiel hineinbuttern müsste oder gar jede Ecke auswendiglernen, um auch nur ansatzweise weiterzukommen. In der Hinsicht ist Hagane erheblich liberaler als z.B. Ghosts 'n Goblins-Spiele, Castlevanias oder die Ninja Gaiden-Trilogie, die Dich bitterlich dafür abstrafen, wenn Du das Timing für einen Sprung oder Angriff falsch einschätzt. Auch hier gilt: wenn Du es trotzdem für ungenießbar empfindest, Dein gutes Recht. Dann sei aber doch wenigstens so fair und räume das offenherzig ein, anstatt Zeter und Mordio zu rufen und so zu tun, als ob das ein objektives Problem ist. Ich bin einfach nur grausam schlecht in jedem Mario Kart, ganz gleich, wie viel Zeit ich investiere. Ich erkenne allerdings an, dass das allein mein Versagen ist, nicht dasjenige einer vorgeblich undurchdringbaren Barriere, die das Spiel umgibt.

Man muss auch kein Fanboy sein, um das alles zu konstatieren. Es gibt etliche Spiele, die ich subjektiv grausam finde und mit der Kneifzange nicht anfassen würde, die ich allerdings trotzdem aus sachlicher Perspektive würdigen kann. Da würde ich meinen Spielspaß auch bei 4 oder nur 2 Punkten ansetzen, bei neutralerer Wertung gäb's trotzdem deutlich mehr. Wenn Du Deinen Spielspaß bei 4 Punkten siehst, dann soll es so sein. In mir verfestigt sich dennoch der Eindruck, dass Du allerhand Ausflüchte suchst, um Deinen persönlichen Eindruck semi-objektiv zu verfestigen, Beispiele sind ja schon genug genannt worden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 28.09.2013 01:13 
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CLE hat geschrieben:
Da die Leute mich scheinbar um es mal nett zu sagen für zu dämlich halten, Hagane zu spielen hatte ich eigentlich für mich selbst beschlossen das Review erstmal sein zu lassen. Es ist schlicht unmotiviernd gegen Fanboy Argumente und ständige Besserwisserei anzutreten.
So jetzt hab ich nochmal drüber nachgedacht und mich entschlossen, das Spiel nochmal durchzuspielen und das alles ins erste Review einfliessen zu lassen.


Um es unverbluemt zu sagen, wurde dir tatsaechlich naeher gelegt, dich etwas mehr mit der Spielmechanik und der generellen Action-Materie zu beschaeftigen, bevor du z.B. Teilbereiche der Steuerung als unnuetz abstempelst. Das mag rau klingen, aber soll dir von der Feedbackseite denke ich mitgeben, dass man solche Dinge zuerst hinterfragen sollte, bevor man sie als Fakt in ein Review einbindet, ansonsten kommt von den Kennern natuerlich schnell ein Kopfschuetteln (zu denen ich nicht gehoere, denn ich muss das Spiel noch durchspielen, aber die Argumente von Perikles und Seven Force klangen Wahrheitsgemaess und bewahrheiteten sich auch nach Recherche in Longplays und anderen Reviews zum Spiel). Es ist letztlich fuer die Glaubwuerdigkeit einer Rezension wichtig, dass genannte Fakten auch der Wahrheit entsprechen. Ich kann ja auch nicht behaupten, dass Dragon Quest 6 sein Kampfsystem Innovativ ist, nur weil es das erste RPG ist, das ich spiele oder dass das Cape von Super Mario World ziemlich unnuetz ist, nur weil ich nicht herausgefunden habe, dass man im vollen Lauf damit fliegen kann (um zwei banale Beispiele aufzuzeigen).

Zitat:
Ich finde das Feedback ja auch wirklich gut nur gehe ich in meiner Review von mir selbst aus. Ich mache keine Superplays oder sitze täglich stundenlang vor Games für Highscores, Speedruns o.ä. Ich bin so casual so casual geht garnicht mehr. Das Review ist eben auch für Casual Gamer geschrieben, weswegen ich so auf der komplexen Mechanik und dem Difficulty Lvl herumreite.


Ich denke, wenn du genau das Argument im Review hervorhebst und gleichzeitig nicht vergisst auch die unbestreitbar positiven Seiten des Spiels aufzuzeigen (wie abwechslungsreiches (wenn auch zu hartes) Level und Bossdesign, sowie ein Soundtrack und Grafik, die selbst Casual-Gamer beeindruecken werden), dann werden selbst Fans des Spiels nichts an der Kritik auszusetzen haben und es als Meinung akzeptieren.

Freut mich auf jeden Fall, dass du das Spiel nochmal fuer ein eventuelles 2.0 deines Reviews neu reflektierst und dir die Kritik zwar auch in negativer, aber eben auch in positiver Weise zu Herzen geht.



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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 28.09.2013 01:23 
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@Perikles: Siehe Edit von dem Review. Ich suche wirklich Stellen bzw Bosse wo man mit der Steuerung bzw Special Moves was rausreissen kann. Für Hilfe wäre ich defintiv dankbar!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hagane - The Final Conflict
BeitragVerfasst: 28.09.2013 02:10 
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Dieses Video demonstriert sehr eindrucksvoll, was man bei vollständiger Meisterung der Techniken anstellen kann (die ersten beiden Minuten reichen völlig):



Ich will hier nicht einmal ausschließen, dass Savestates benützt worden sind, keinen Schaden im letzten Level des zweiten Durchgangs zu erleiden scheint mir etwas dick aufgetragen. Die grundlegende Idee sollte allerdings durchschimmern. Besonders wertvoll finde ich den Vorwärtsschlag, wie er in den ersten zwanzig Sekunden des Videos eingesetzt wird - erfordert nur eine Rolle, setzt den Spieler also nicht allzulange gegnerischen Angriffen aus, bringt Hagane sofort nach vorne und richtet erheblichen Schaden an.

Einen eher eleganteren, schnörkellosen Ansatz bietet folgende Aufnahme:



Der Miniboss, der an der Zeitmarke 19:21 erscheint, gab mir das erste Mal erhebliche Schwierigkeiten. Ich versuchte mich hinten zu verstecken und die Shuriken zu werfen, konnte aber nie genug Schaden anrichten und wurde von den Ausfallkontern jedes Mal überrumpelt. Man sehe sich an, wie simpel der Spieler diese Situation umgeht: Schlag, wohl abgestimmter Seitenwechsel, wenn der Platz ausreicht, sonst wird der strategische Rückzug angegangen. Der Kampf wird ran an den Mann gebracht, keine Lücken in der Defensive des Shoguns werden ausgelassen. Das zeigt sich noch einmal rund um die 28-Minuten-Marke bei der Revanche. Dasselbe Prinzip, ebenso anstandslos umgesetzt. Beim letzten Endgegner (ab 32:48) geht er hingegen besonders brutal vor, gebraucht nur das absolute Minimum an Sprüngen und wirft sämtliche Einmalbomben aus dem Arsenal, um den doch nervenzerreibenden Kampf abzukürzen.


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