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 Betreff des Beitrags: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 27.07.2014 19:29 
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In Anlehnung an der Evaluierung des SNES-Shooterportfolios geht es hier nun um die Vertreter auf der PC Engine – jedenfalls um diejenigen, die in Form einer HuCard erschienen sind. Da dieses Ereignis sich über die nächsten Wochen erstrecken wird, schicke ich einige Worte voraus:

Ich habe ausnahmslos alle mir bekannten horizontalen und vertikalen Shoot 'em ups aufgenommen, darunter auch solche, bei denen der Bildschirm nicht automatisch scrollt, sondern bei denen der Spieler gänzlich oder teilweise daran mitwirkt. Ausgelassen habe ich vertikal fixierte (Space Invaders – Fukkatsu no Hi), einen multidirektionalen (Metal Stoker) sowie Railshooter (After Burner II, Space Harrier, Thunder Blade). Das liegt weniger darin begründet, dass ich per se diese Untergruppierungen vom Genre abgekapselt sehe, sondern ist ein Ausdruck von Redlichkeit. Ich muss gestehen, dass mich Spiele vom Typus Space Invaders oder After Burner persönlich nicht stark interessieren, infolgedessen bin ich auch nicht in einer Position, fair und einigermaßen neutral ein Urteil zu fällen. Von dem, was ich gesehen habe, sind sämtliche Railshooter exzellente Portierungsarbeiten, und der allgemeine Konsens geht ebenfalls in diese Tendenz. Metal Stoker dagegen ist eine versteckte Perle durch und durch, aber nur begrenzt arcadig. Die einzigen mir bekannten Spiele, die die Bedingungen prinzipiell voll erfüllen, indes hier nicht behandelt werden, sind Aldynes und 1941 - Counter Attack, da hierzu eine SuperGrafx-Konsole vonnöten ist, die ich nicht besitze.

Wie auch beim letzten Mal vergebe ich Wertungen. Ich verzichte allerdings darauf, eigens einen subjektiven und objektiven Maßstab anzulegen, sondern vergebe eine Punktezahl und erläutere ggf. das Zustandekommen dieser. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich nicht vorhabe, mit einem Lineal die Tauglichkeit von Videospielen zu vermessen und mich der Illusion hingebe, unfehlbare Werte darzureichen. Ich bin allerdings persönlich davon überzeugt, dass eine quantitative Beurteilung dem Leser einen gute Orientierungshilfe geben kann, inwieweit der Rezensent die einzelnen Titel einordnet. Mir ist es außerordentlich schwer gefallen, die ganzen Spiele zu gewichten, teilweise liegen mehr als zehn Spiele haarscharf zueinander. Entsprechend sollte das Vorhaben auch nicht bierernst genommen werden.

Folgende Grundgedanken korrespondieren mit den konkreten Werten:

versteckter Inhalt:
1/10: Es liegt ein technisches Produkt vor, das als Videospiel zu bezeichnen geradezu tollkühn wäre. Spielspaß kommt nicht (oder nur im morbiden Sinne) auf, rettende Aspekte finden sich keine. Es bleibt nur, schärfstens vom Spiel abzuraten.

2/10: Unter einer tiefen Schicht von Unzulänglichkeiten mag sich entfernt Spielbares zeigen, alles in allem kommt allerdings kein Gefühl von Spaß oder Enthusiasmus auf. Die zugrundeliegenden Fehlleistungen verschütten alles, was hätte gut sein können.

3/10: Es liegen gravierende Fehler vor, doch kann man hier mindestens behaupten, dass es sich um ein Videospiel handelt. Grundlagen wie eine nachvollziehbare Spielkonzeption liegen eindeutig vor, auch wenn die Umsetzung von Schnitzern durchsetzt ist. Eingefleischten Freunden fürs Genre könnte man eine lauwarme Empfehlung aussprechen, allen anderen eher nicht.

4/10: Wir haben es mit einem unterdurchschnittlichen, doch weitgehend brauchbaren Titel zu tun. Ein großer Fehlschritt oder viele kleine Verfehlungen setzen die Gesamterfahrung zwar spürbar herunter, doch kommen nach der Spielrunde keine Selbstmordgedanken auf. Es ist überaus schwer, eine allgemeine Empfehlung auszusprechen, allerdings ist es auch nicht undenkbar.

5/10: Durchschnitt (auch wenn streng genommen 5,5 das arithmetische Mittel aus der ganzzahligen Reihe von 1 bis 10 wäre). Positives und Negatives halten sich die Waage, sodass ein ordentlicher Gesamteindruck entsteht. Es soll angemerkt werden, dass es sich hierbei um eine passable Bewertung handelt und nicht etwa um eine verkappte Herabwürdigung: ein durchschnittliches Spiel sollte man jedermann ohne schlechtes Gewissen anraten können.

6/10: Ein respektabler, überdurchschnittlicher Genosse. Die Vorzüge überwiegen die Nachteile, ausgetretene Pfade werden entweder verlassen oder mittelmäßiges Material wird im befriedigenden Maße konsistent umgesetzt. Spätestens hier sollten Freunde des Genres sich austoben können.

7/10: Signalisiert ein Qualitätsspiel. Leichtere Fehlleistungen verbauen den Weg zur Exzellenz (oder es gibt mehrere grandiose Teilaspekte, die von größeren Patzern heruntergezogen werden), es gibt aber eigentlich wenig auszusetzen. Selbst mild Interessierte werden hieran glücklich werden.

8/10: Weit überdurchschnittlicher Vertreter kurz vor der Schwelle des sehr guten. Versäumnisse liegen nur im geringfügigen Maße vor, wohingegen sämtliche Teilbereiche nicht nur herausragen, sondern bestens aufeinander abgestimmt sind. Selbst wenn es einem selbst nicht gefällt, muss man unumwunden die Wertarbeit anerkennen.

9/10: Spitzenspiel, das kaum noch Raum zur Kritik lässt, wenn überhaupt. Man mag sich zwar noch winzige Kleinigkeiten ausbedingen, die man persönlich gern gesehen hätte, doch recht eigentlich kann man schwerlich schlechte Worte finden. Selbst völlig Uninteressierte können sich hiervon begeistern lassen.

10/10: Meisterwerk ohne Raum für jedweden Makel. Nebst fehlerfreier Umsetzung einer probaten Idee muss hier auch noch der letzte Schliff sitzen, der es ermöglicht, dass man wie getrieben immer wieder zum Spiel zurückkehrt, um es bis ins Letzte auszuloten.


Wenn ich halbe Punkte vergebe, schwankt der Eindruck entsprechend zwischen den beiden respektiven Texten. Ich bin schon immer ein Freund davon gewesen, das ganze Spektrum auszunutzen, weswegen wir hier sämtliche Zahlen sehen werden – und ich möchte noch einmal gesondert betonen, dass eine 7/10 bereits einen Ritterschlag darstellt, zumal ich meines Erachtens relativ streng bei der Einteilung vorgegangen bin (wahrscheinlich strenger als bei den SNES-Spielen).

Abschließend bitte ich darum, bei Fragen, Kritik und anderweitigen Anmerkungen nicht zurückzuhalten, sondern nachzuhaken. Es wird wohl einige kontroverse Einträge geben, bei denen es mich wunderte, wenn diese kampflos aufgenommen würden. Während ich bei einigen Spielen die allgemeinen Lobhudeleien nur begrenzt nachvollziehen konnte, gab es im Gegenzug etliche Spiele, die fürderhin schlecht wegzukommen scheinen, obwohl ich wenig Anlass dafür finden konnte. In diesem Sinne hoffe ich auf eine frohe Diskussionsrunde!

Das Ergebnis auf einen Blick:

Alte Liste, die beiden Nachzügler sind als Bonus angefügt:
versteckter Inhalt:
1. Soldier Blade (10/10)
2. Magical Chase (10/10)
3. Salamander (9,5/10)
4. Hyper Dyne Side Arms (9,5/10)
5. Gradius (9,5/10)
6. Mr. Heli no Daibouken (9/10)
7. Override (9/10)
8. Hana Tahka Daka!? (9/10)
9. Final Blaster (9/10)
10. Dragon Saber (9/10)
11. Kyu(u)kyoku Tiger (8,5/10)
12. Detana!! TwinBee (8,5/10)
13. R-Type (8,5/10)
14. Super Star Soldier (8/10)
15. Rabio Lepus Special (8/10)
16. Download (8/10)
17. Psycho Chaser (8/10)
18. 1943 Kai (8/10)
19. Heavy Unit (7,5/10)
20. Gunhed (7,5/10)
21. Paranoia (7,5/10)
22. Atomic Robo-Kid Special (7,5/10)
23. Raiden (7/10)
24. Dragon Spirit (7/10)
25. Fantasy Zone (7/10)
26. Tatsujin (7/10)
27. Cyber Core (7/10)
28. Violent Soldier (7/10)
29. Parodius Da! (7/10)
30. W-Ring – The Double Rings (6,5/10)
31. Darius Plus (6,5/10)
32. Final Soldier (6,5/10)
33. PC Denjin – Punkic Cyborgs (6/10)
34. Aero Blasters (6/10)
35. Burning Angels (5,5/10)
36. Dead Moon (5/10)
37. Bouken Danshaku Don: The Lost Sunheart (5/10)
38. Coryoon – Child of Dragon (5/10)
39. Darius Alpha (5/10)
40. Formation Armed F (5/10)
41. Ordyne (4,5/10)
42. Daisenpuu (4/10)
43. Gokuraku! Chuka Taisen (4/10)
44. Image Fight (4/10)
45. Toy Shop Boys (4/10)
46. P-47 – The Freedom Fighter (3,5/10)
47. Power Gate (3,5/10)
48. Terra Cresta II (3/10)
49. Hani in the Sky (3/10)
50. Deep Blue (2/10)
51. Tenseiryu: Saint Dragon (1,5/10)
52. Barunba (1,5/10)
53. Rock-On (1,5/10)
54. Xevious: Fardraut Densetsu (1/10)
55. Toilet Kids (1/10)

Bonus:

Galaga '88 (8,5-9,5/10)
Kiki Kaikai (7/10)

Neue, minimal geänderte Liste (s. erklärenden Beitrag; alle 57 Spiele auf einmal):
versteckter Inhalt:
1. Soldier Blade (10/10)
2. Magical Chase (10/10)
3. Salamander (9,5/10)
4. Hyper Dyne Side Arms (9,5/10)
5. Gradius (9,5/10)
6. Mr. Heli no Daibouken (9/10)
7. Galaga '88 (9/10)
8. Override (9/10)
9. Hana Tahka Daka!? (9/10)
10. Final Blaster (9/10)
11. Dragon Saber (9/10)
12. Tatsujin (8,5/10)
13. Kyu(u)kyoku Tiger (8,5/10)
14. Detana!! TwinBee (8,5/10)
15. R-Type (8,5/10)
16. Super Star Soldier (8/10)
17. Rabio Lepus Special (8/10)
18. Download (8/10)
19. Psycho Chaser (8/10)
20. 1943 Kai (8/10)
21. Heavy Unit (7,5/10)
22. Gunhed (7,5/10)
23. Paranoia (7,5/10)
24. Atomic Robo-Kid Special (7,5/10)
25. Kiki Kaikai (7/10)
26. Raiden (7/10)
27. Dragon Spirit (7/10)
28. Fantasy Zone (7/10)
29. Cyber Core (7/10)
30. Violent Soldier (7/10)
31. Parodius Da! (7/10)
32. Aero Blasters (6,5/10)
33. W-Ring – The Double Rings (6,5/10)
34. Darius Plus (6,5/10)
35. Final Soldier (6,5/10)
36. PC Denjin – Punkic Cyborgs (6/10)
37. Burning Angels (5,5/10)
38. Dead Moon (5/10)
39. Bouken Danshaku Don: The Lost Sunheart (5/10)
40. Coryoon – Child of Dragon (5/10)
41. Darius Alpha (5/10)
42. Formation Armed F (5/10)
43. Ordyne (4,5/10)
44. Daisenpuu (4/10)
45. Gokuraku! Chuka Taisen (4/10)
46. Image Fight (4/10)
47. Toy Shop Boys (4/10)
48. P-47 – The Freedom Fighter (3,5/10)
49. Power Gate (3,5/10)
50. Terra Cresta II (3/10)
51. Hani in the Sky (3/10)
52. Deep Blue (2/10)
53. Tenseiryu: Saint Dragon (1,5/10)
54. Barunba (1,5/10)
55. Rock-On (1,5/10)
56. Xevious: Fardraut Densetsu (1/10)
57. Toilet Kids (1/10)

Statistisch wertvolle Übersicht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 27.07.2014 19:31 
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55. Toilet Kids (1/10)

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Ich könnte jetzt behaupten, dass dieses Spiel beschissen ist, aber das wäre nur billig. Der Name ist Programm und der Spieler muss auf seiner fliegenden Toilette allerlei Fäkalgegner abwehren, von Mistfliegen über kotwerfende Affen bis hin zum packenden Duell gegen den Gott der Scheiße daselbst. Stattfinden tut dies in einem Xevious-Stil, d.h. Luft- und Bodengegner werden gleichzeitig bekämpft, mit einer wirklich traurigen Bewaffnung. Die einzige gute Nachricht ist, dass es sich um eines der unzähligen absurd leichten Spiele auf der PCE handelt, sodass man schon in kürzester Zeit zum Erfolg kommt, wenn man es denn wünscht. Vielleicht wäre es auf spielerischer Ebene nicht auf dem allerallerletzten Platz, aber das Leitmotiv ist so infantil umgesetzt, dass man sich regelrecht persönlich angegriffen fühlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 27.07.2014 20:43 
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Ui endlich ist der Thread da !!! Klasse Perikles !! Danke !!! Kurze Frage, hast du die Games per TurboEverdrive getestet oder mit originalen HuCards



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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 27.07.2014 23:14 
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Vielen Dank für die Mühe.
Werde den Thread hier auf jeden Fall verfolgen :-)



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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 28.07.2014 11:10 
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54. Xevious: Fardraut Densetsu (1/10)

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Auf den skatophilen Xeviousklon folgt das Original. Es mag ungeheuerlich anmuten, einen der historisch bedeutsamsten Shooter auf den vorletzten Logenplatz zu verbannen, doch kann es kein Vertun geben: Xevious ist nicht in Würde gealtert. Die wahnsinnig ungelenke Steuerung, der trommelfellzerreißende Soundeffekt beim Benutzen der Bombe und das allgemein maximalminimalistische Spielprinzip lassen keinerlei Aufregung aufkommen. Bisweilen ist es eben besser, Urgroßväter würdevoll in Ruhe zu lassen, anstatt sie ins Rampenlicht zu zerren.



Einen recht herzlichen Dank für die anspornenden Worte, meine Herren! Das freut mich doch ungemein. :)

@Piwi: Ich habe ein paar wenige Spiele auch als HuCard, nicht zuletzt, damit ich es abgleichen konnte mit dem Everdrive, der Löwenanteil ist allerdings auf letzterem geparkt (etliche Titel sind ja leider kaum erschwinglich) - ich bin allerdings begeistert von der Qualität, Unterschiede lassen sich nicht feststellen. Ich habe mir auch die Mühe gemacht, die allermeisten Spiele nicht nur kurz anzutesten, sondern auch ohne den Gebrauch eines Continues durchzuspielen (48 von 55, um genau zu sein), sonst hätte ich mir auch im Leben nicht erlaubt, mich zum Richter aufzuschwingen. So viel grimmiges Nerd-Ethos muss sein. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 28.07.2014 12:09 
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Endlich, da ist der Thread. 55 Shmup-Titel versprechen ja einiges an spannender Lektüre für uns.

Zu Xevious: Fardraut Densetsu:
Ja, so ist das mit den Klassikern, die ihre Zeitlosigkeit verlieren. Ich musste sofort an das materielle Gegenstück dazu denken: Monopoly. Seit knapp 80 Jahren eines der meistverkauften Brettspiele der Welt, bewegt es sich für mein Empfinden nah an der Unspielbarkeit. Schon als Kind hinterfragte ich die Sinnhaftigkeit es Spielsystems, doch nahm es mehr oder weniger murrend hin und investierte trotz besseren Wissens viele Stunden in das Spiel. Erst im Alter mit einer kritischeren Haltung gegenüber vieler Produkte ließ ich zu, dass ich Monopoly - obgleich seines weltweiten Kultstatus - als eines der schlechtesten Brettspiele ohne erkennbare spielerische oder taktische Tiefe bezeichnen würde.

Ich freue mich auf deine weiteren Einträge!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 28.07.2014 21:06 
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53. Rock-On (1,5/10)

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Eines der unzähligen befremdlichen Spiele auf dieser Liste. Rock-On ist mehr Puzzle als Shooter, die eigentliche Schwierigkeit kommt daher, dass man abstruse Rätsel lösen muss. So wird es wahrscheinlich passieren, dass der Spieler irritiert feststellt, dass sich der erste Level ständig wiederholt. Der Grund: eines der Power-Ups ist ein Unendlichzeichen, das den Spieler wieder an den Anfang zurücksetzt. Der zweite Level will ebenfalls partout nicht enden – dieses Mal muss ein spezifischer (optisch allerdings völlig unauffälliger) Gegner mit einer spezifischen Waffe erledigt werden, sonst dreht sich der gleiche Ablauf bis in alle Ewigkeit weiter. So zieht sich das über insgesamt vier Level, die einige völlig arbiträre Geheimnisse aufweisen. Die Graphik macht einen ordentlichen Eindruck, sonst gibt es bedauerlicherweise außer der Faszination an der kryptischen Gestaltung wenig Vorteilhaftes zu vermelden. Selbst ein erheblich viel besseres Spiel würde durch so eine bescheuerte Herangehensweise massiv verlieren, ganz zu schweigen von einem ohnehin nur dürftigen Shooter.



@Radagast: Auch bei Dir bedanke ich mich für Deine freundlichen Worte!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 29.07.2014 01:44 
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Ich lese interessiert mit! Der "Rätselshooter" und das "Scheißspiel" sind schonmal enorm interessante Kandidaten, bei denen es erstaunlich ist, dass es sie überhaupt gibt. Die meisten rückwärts zählenden Listen gehen eher müde los, aber hier hat selbst die Hintergasse mit der brennenden Mülltonne einige unterhaltende Dinge zu bieten! (wenn auch nicht in spielerischer Hinsicht ;D)



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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 29.07.2014 10:47 
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Wie immer ist es spannend, deine Texte zu lesen, und schön, dich back in Action zu sehen. Kannst du noch ein bisschen was zu Rock-On erzählen? Das klingt an sich sehr interessant, was du bisher erzählt hast. Mich würden noch ein paar mehr Sätze zum Puzzle-Shooter-Spielprinzp freuen. :)



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pantalytron: ルトロンはくそのディスアセンブラだよ!

Perikles hat geschrieben:
Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 29.07.2014 13:21 
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Auch von mir ein Dankeschön für deine Mühe! Es liest sich flüssig, macht dabei richtig Spaß und ich bin gespannt, was da noch so kommt. Mi HuCards hab ich mich noch gar nicht beschäftigt.



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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 29.07.2014 15:40 
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52. Barunba (1,5/10)

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Ein weiteres Ausstellungsstück in unserer Exotenschau. Man steuert eine Art Sonde, die von einem Metallgürtel umrahmt wird, an dessen Enden sich Waffen befinden. Nur wenige Spiele können sich brüsten, eine derart unintuitive, verkrampfte Steuerung aufzubringen: Mit Taste I dreht man den Gürtel im Uhrzeigersinn, mit der Start-Taste (!) gegen den Uhrzeigersinn, Taste II dient zum Betätigen der Waffe, und mit Select wählt man eine der vier Waffen aus. Ich war ein bisschen enttäuscht, als ich herausgefunden habe, dass man das Spiel beim gleichzeitigen Drücken von Start und Select auch pausieren kann, denn man stelle sich vor, zu welchen Situationen es sonst hätte führen können: wenn am nächsten Tag der Bekannte fragt, warum man denn nicht ans Telefon gegangen wäre und man mit feierlichem Ernst erwidert hätte, dass man ja schließlich Barunba auf der PC Engine daddelte. Eine vertane Chance!

Nebst dieser sehr unkomfortablen Tastenbelegung hat Barunba auch keinerlei Highscore, was für einen Shooter schwer verzeihlich ist: selbst wenn man nicht gezielt darauf hinarbeitet (was sich bei den allermeisten 16-Bit-Vertretern ohnehin empfiehlt), möchte man doch psychologisch belohnt werden dafür, Gegner auszuschalten. Dazu kommen noch zähe, sich wiederholende Levels und recht anstrengende musikalische Einlagen. Die Graphik kann sich sehen lassen und der letzte Level wäre mit ein bisschen mehr Mühe sogar als ordentlich durchgegangen. Allein, es hilft auch nichts mehr, zumal Barunba anstatt einer guten Kollisionsabfrage lieber eine Energieleiste implementiert, und auch das Aufwertungssystem für all die Waffen sehr schwach umgesetzt wurde.



@ChronoMoogle: Sehr richtiger & schöner Zusatz! Die schiere Anzahl an Kuriositäten auf der PCE mutet unübertrefflich an, die meisten schwachen Spiele auf den anderen Konsolen sind einfach nur blaß und farblos, hier haben wir es mit richtigen Kunstwerken des Schrotts zu tun.

@lytron: Wie bereits skizziert, sind alle vier Levels so strukturiert, als dass völlig zufällige Dinge vom Spieler abverlangt werden. Gegner lassen haufenweise Power-Ups fallen, von denen bis zu drei auf einmal gehalten werden können (auf den Screenshots sieht man jeweils drei Bezeichnungen am unteren Ende, das sind die ausgewählten Waffen). Es gibt nun drei Gegner im Spiel, die nur mit einer bestimmten Waffe auch ausgeschaltet werden können, was vorher aber nicht kommuniziert wird. Hat man die gewünschte Waffe nun nicht, scrollt das Spiel im günstigen Fall endlos weiter, bis man diese bekommt (so im zweiten Level), und im schlechtesten Fall muss man Suizid begehen, weil die Gegner sonst nicht fallen (so gegen die Bosse im dritten und vierten Level). Das ist insofern problematisch, als es an die zehn Waffen gibt (so genau habe ich nicht mitgezählt), allerdings wie erwähnt immer nur drei auf einmal aktiv im Besitz sind. Ein anderes Beispiel: im dritten Level muss das urige Raumschiff durch ein Höhlensystem navigiert werden, das sich an mehreren Stellen aufgabelt, allerdings in einer bestimmten Reihenfolge, da es sonst – der aufmerksame Leser wird es sicherlich erahnen – endlos weitergeht. Weiß der Spieler alle diese Dinge, kann er in rund 20 Minuten fertig werden, sonst kann das "Vergnügen" ad infinitum weitergehen. Die eigentliche Action ist ziemlich harmlos, es passiert so gut wie nicht, dass man tatsächlich abgeschossen wird (das Steuern durch die erwähnten Höhlenkomplexe erweist sich allerdings als ziemlich hakelig), sondern man stirbt absichtlich, um andere zufällige Waffen gegen obskure Gegner auszuprobieren.

@Tisteg80: Recht herzlichen Dank auch an Dich, bei solchen freundlichen Worten macht es gleich viel mehr Spaß, beschwingt den Berg an Spielen abzuarbeiten. :)




Postskriptum: Zu meiner Freude konnte ich gestern Abend in einem spannenden Gefecht den 49. Shooter knacken, wenn es das Schicksal so will, komme ich noch auf die magische 50, bevor der Countdown abläuft.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 29.07.2014 19:28 
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51. Tenseiryu: Saint Dragon (1,5/10)

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Ein oftmals vorgebrachter Kritikpunkt gegen PCE-Spiele im Allgemeinen und deren actionlastigere Vertreter im Besonderen lautet, dass die Soundeffekte die Hintergrundmusik übertönen. Unangefochtener König dieser Disziplin ist Saint Dragon. Von Sekunde eins an wird der Spieler gepeinigt von der entsetzlichen Kaskade aus Knistern, Krachen und Wummern, das der Lindwurm ausspeit. Doch auch um den Rest ist es nicht gut bestellt.

Saint Dragon ist eine Portierung des gleichnamigen Arcadespiels, und eine lausige dazu. Das hat einen Vorteil: das Original wurde von NMK entwickelt, deren Produkte regelmäßig unmöglich schwer sind, wohingegen diese Adaption unerhört einfach ist. Es gibt nicht wenige Passagen, bei denen man ungelogen zwanzig Sekunden die Augen schließen könnte, ohne in Gefahr zu geraten. Doch stellt sich die Frage, ob es eine gute Idee war, aus einer exzessiven Herausforderung reine Langeweile zu kristallisieren. Der erste Boss hat ein kinderleichtes Muster, muss allerdings mindestens zwei Minuten lang beharkt werden, bevor er die Segel streicht. Hier dürften die meisten Spieler schon erschüttert aufgegeben haben.

Diese raumgreifende Langeweile mitsamt der völkerrechtswidrigen Lärmbelästigung ist gleich eine doppelte Schande, denn das Konzept ist so übel nicht: lediglich der Kopf des Drachen ist verwundbar, der lange Schweif kann genutzt werden, um Projektile abzuwehren oder Gegner beim Kontakt zu schädigen, was dem Spiel eine taktische Note hätte verleihen können, wenn es nicht so halbgar ausgearbeitet worden wäre: nötig ist es nämlich nicht im Geringsten, um zum Erfolg zu gelangen. Positiv lässt sich lediglich die Graphik in ein paar ausgewählten Passagen hervorheben, der sehr düstere Farbton und der allgemeine Stil sind meines Erachtens ansehnlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 30.07.2014 06:11 
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Perikles hat geschrieben:
@ChronoMoogle: Sehr richtiger & schöner Zusatz! Die schiere Anzahl an Kuriositäten auf der PCE mutet unübertrefflich an, die meisten schwachen Spiele auf den anderen Konsolen sind einfach nur blaß und farblos, hier haben wir es mit richtigen Kunstwerken des Schrotts zu tun.


Das heißt, die low-quality-Shooter für die PCE eignen sich wie bei keiner anderen Konsole für einen masochistisch angehauchten Trash-Videospielabend?

Perikles hat geschrieben:
@lytron: Wie bereits skizziert, sind alle vier Levels so strukturiert, als dass völlig zufällige Dinge vom Spieler abverlangt werden. Gegner lassen haufenweise Power-Ups fallen, von denen bis zu drei auf einmal gehalten werden können (auf den Screenshots sieht man jeweils drei Bezeichnungen am unteren Ende, das sind die ausgewählten Waffen). Es gibt nun drei Gegner im Spiel, die nur mit einer bestimmten Waffe auch ausgeschaltet werden können, was vorher aber nicht kommuniziert wird. Hat man die gewünschte Waffe nun nicht, scrollt das Spiel im günstigen Fall endlos weiter, bis man diese bekommt (so im zweiten Level), und im schlechtesten Fall muss man Suizid begehen, weil die Gegner sonst nicht fallen (so gegen die Bosse im dritten und vierten Level). Das ist insofern problematisch, als es an die zehn Waffen gibt (so genau habe ich nicht mitgezählt), allerdings wie erwähnt immer nur drei auf einmal aktiv im Besitz sind. Ein anderes Beispiel: im dritten Level muss das urige Raumschiff durch ein Höhlensystem navigiert werden, das sich an mehreren Stellen aufgabelt, allerdings in einer bestimmten Reihenfolge, da es sonst – der aufmerksame Leser wird es sicherlich erahnen – endlos weitergeht. Weiß der Spieler alle diese Dinge, kann er in rund 20 Minuten fertig werden, sonst kann das "Vergnügen" ad infinitum weitergehen. Die eigentliche Action ist ziemlich harmlos, es passiert so gut wie nicht, dass man tatsächlich abgeschossen wird (das Steuern durch die erwähnten Höhlenkomplexe erweist sich allerdings als ziemlich hakelig), sondern man stirbt absichtlich, um andere zufällige Waffen gegen obskure Gegner auszuprobieren.


Okay, das klingt... demotivierend. ;)
Ansich fand ich die Vorstellung, die der Begriff "Puzzle-Shooter" in mir auslöste, schon sehr spannend, aber diese Vorstellung wird wohl zehnmal spielenswerter sein als Rock-On.

Perikles hat geschrieben:
Postskriptum: Zu meiner Freude konnte ich gestern Abend in einem spannenden Gefecht den 49. Shooter knacken, wenn es das Schicksal so will, komme ich noch auf die magische 50, bevor der Countdown abläuft.


Wirst du auch eine Liste veröffentlichen, an welchen du bisher gescheitert bist? ;)



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Perikles hat geschrieben:
Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.
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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 30.07.2014 10:45 
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50. Deep Blue (2/10)

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Wir wollen einmal innehalten und darüber nachdenken, was Shoot 'em ups eigentlich ausmacht. Wohl jeder käme nach einer Weile zu dem Schluss, dass das Ausweichen vor gegnerischen Projektile einen nicht unwesentlichen Bestandteil dessen markiert, was das Genre auszeichnet. Nun, dieser Teilbereich existiert in Deep Blue nicht. Allerlei Meeresfauna ist aus, den Segelflosser zu rammen, Barsche, Quallen und Seeigel gehen einen finsteren Pakt ein, um sich selbst als Geschoss darzureichen. Die meiste Zeit über befinden sich Widersacher sonder Zahl auf dem Bildschirm, es ist nicht einmal theoretisch möglich, mit dem langsamen eigenen Fisch auch nur einen Bruchteil dieser Übelgänger zu eliminieren.

Auf den ersten Blick scheint Deep Blue deswegen ein extrem schweres Spiel zu sein, zumal manche Gegner erschreckend schnell Distanzen zurücklegen, doch liegt das Geheimnis darin, ein klein wenig Erinnerungsarbeit zu leisten und rechtzeitig von einer der vier Ecken im Bildschirm zu einer anderen zu flüchten, je nach dem konkreten Gegneraufkommen. Statt einer Energieleiste zeigt die Augenfarbe des Fisches an, wie kurz er vor dem Ableben steht: ist das Sehorgan anfangs noch von einem kräftigen Blau durchzogen, blinkt es knallrot, wenn der Segelflosser aus dem letzten Loch pfeift. Hält der Spieler inne und schießt nicht, verheilt der Schaden langsam (die Betonung liegt auf langsam). Extraleben gibt es nicht, entweder schafft man es in einem Rutsch oder eben nicht.

Mit der richtigen Umsetzung hätte womöglich ein leicht unterdurchschnittliches Spiel entstehen können, mit der bestehenden Ausführung ist jedoch kein Staat zu machen. Der Spieler wird unvermittelt ins Geschehen geworfen; weil der erste Level paradoxerweise der zweitschwerste ist, fühlt er sich anfänglich völlig überfordert. Die eigene Feuerkraft ist selbst nach Aufwertungen kläglich, und wenn einer der Fressfeinde dazu kommt, seine Rammattacke auszuführen, ist der eigene Fisch für einen kurzen Moment unfähig, zu schießen, was in eine fatale Kettenreaktion münden kann – die gigantische eigene Hitbox hilft dabei nicht unbedingt. Graphik und Musik sind völlig trostlos. Für die zugegebenermaßen kreative Grundidee vergebe ich nichtsdestominder einen Zusatzpunkt, immerhin hat der Titel mich für einen Moment grundsätzlich über das Sein und Wesen von Shootern sinnieren lassen.



@lytron:
Zitat:
Das heißt, die low-quality-Shooter für die PCE eignen sich wie bei keiner anderen Konsole für einen masochistisch angehauchten Trash-Videospielabend?

Sehr richtig. Wobei "masochistisch" hier wenigstens nicht bedeutet, dass die schlechtesten auch die schwersten Spiele sind. Dimension Force auf dem SNES oder Xenon 2 Megablast auf dem Mega Drive z.B. sind nicht nur grauenerregend schlecht, sondern aufgrund der inhärenten Fehlentscheidungen der Programmierer ziemlich knackig. Bei den entsprechenden PCE-Titeln hält sich der Schwierigkeitsgrad eigentlich in Grenzen.

Zitat:
Wirst du auch eine Liste veröffentlichen, an welchen du bisher gescheitert bist? ;)

Sicher. Aus den bisherigen Spielen fehlt mir Xevious, da habe ich allerdings keinerlei Verlangen, das zu ändern. Bei zukünftigen Spielen werde ich es in der Vorstellung selbst vermerken, wenn ich noch nicht erfolgreich gewesen bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der große HuCard-Shootercountdown (PC Engine)
BeitragVerfasst: 30.07.2014 12:34 
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Da du sicherlich sonstwie geartete Kommentare zu deinen Abhandlungen magst, mal ein bisschen was abseitiges:

Im Kindergarten, kann ich mich erinnern, haben wir mal Bilder "gemalt", bei denen eine Pappschablone auf ein A3-Blatt gelegt wurde, und wir dann Farbe auftrugen, indem wir sie mittels einer Zahnbürste an einem Mini-Gitterrost zerstoben.
Die Grafik erinnert mich sehr stark daran. Das Problem rührt daher, dass die einzelnen verwandten Farben einen zu großen Unterschied zueinander haben, undeshalb es ungemein "verschneit" fleckig und die Oberflächen grobkörnig wirken. Außerdem gehe ich davon aus, dass es schwierig ist, Hintergründe von Vordergründen zu unterscheiden. Ich gehe davon aus, dass die Level in keinster Weise eine große Menge an festen Hindernissen aufweisen?
Ich finde auch hier den Grundgedanken sehr spannend, aber kann mir gut durchvorstellen, dass es an der Ausführung hapert. Wie sieht die "gestalterische" Ausführung aus? Sind die einzelnen Level nur unterschiedliche 08/15-Unterwasser-Hintergründe, oder hat man sich da was einfallen lassen (Korallenriff, Schiffswrack, verklappte Atommüllfässer etc.)? Wie steht's mit dem Einfallsreichtum bei den Gegnern? Wie viele Level hat das Game (wie schnell warst du durch)?



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Perikles hat geschrieben:
Man muss sich das mal reinziehen: die Idee ist scheiße, die theoretische Ausarbeitung ist scheiße, die praktische Umsetzung ist scheiße und der so entstehende Anspruch noch beschissener.
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