Exhaust Heat

Mario Kart, F-Zero, Top Gear, Fifa etc. Hochklassige Renngames und alljährliche EA-Updates gab es schon auf dem SNES.
Matthew Serbianboy
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Exhaust Heat

Beitrag von Matthew Serbianboy » 4. Mai 2011, 22:17

Exhaust Heat (F1 Roc - Race of Champions in Nordamerika) ist ein flottes Rennspiel im Stile der Formel 1. Es erschien 1992 powered by Ocean Software in Europa und Seta in Nordamerika und Japan.

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Das Spiel simuliert eine Formel 1 Karriere und eine Formel 1 Saison eines Formel 1 Superstars. Nachdem man einen Superstar ausgewählt hat, kanns losgehen.
Der Spieler hat eine begrenzte Menge an Kohle, damit er seinen Rennwagen modifizieren kann. Nachdem dies erledigt ist, hat man die Aufgabe, sich für ein Rennen zu qualifizieren oder dies sogar zu gewinnen. Falls das Auto Schaden nehmen sollte, kann man es durch einen Boxenstop wieder auf Vordermann bringen.
Das Spiel hat zwar einen fordernden, aber stets angenehmen Schwierigkeitsgrad.

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Re: Exhaust Heat

Beitrag von Moi-Même » 7. Mai 2011, 09:52

Klingt für mich nach nem F-Zero-Klon, falls es in etwa ein ähnliches Tempo auf den Bildschirm bringt...

...ist da Super-FX im Spiel? Ist ja bei Racern gar nicht so selten, wegen dem Scrolling und so...

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Re: Exhaust Heat

Beitrag von ChronoMoogle » 7. Mai 2011, 11:07

Moi, es hatten nur 2 SNES Racer nen Super FX Chip xD
Was du meinst, ist sicher Mode 7, und das benutzt es auf jeden Fall :)
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Re: Exhaust Heat

Beitrag von Horst_Sergio » 29. Mai 2015, 04:14

Dieses Spiel habe ich in den letzten Wochen regelrecht gesuchtet. Ein richtig gelungener und super spielbarer Racer. Ich würde sogar soweit gehen, das Game ganz nach vorne in eine Top-Liste der SNES-Rennspiele zu packen. Der spielerische Inhalt ist durchweg einfach stimmig.

Die oben erwähnte Auswahl eines F1-Superstars konnte ich allerdings nicht entdecken. Man erstellt einen Savestate und wird dann direkt in ein fiktives Rennteam verfrachtet. Vielleicht ist die Wahl des Rennstalls und Fahrers in einer anderen Region inbegriffen, in der PAL-Version steht dem Spieler eine solche Auswahl nicht zur Verfügung. Ebenso fährt man gegen Kontrahenten mit Phantasienamen wie N.Manson oder A.Seth. Mir persönlich war es jedoch stets herzlich egal, ob nun Originalfahrer (oder in anderen Sportarten Spielernamen) auftauchten. Hauptsache ist, dass das Spiel gut spielbar ist und das wiederum ist Exhaust Heat definitiv.

Die 16 Strecken sind den Originalpisten der Formel-1 auf dem Stand der frühen Neunziger nachempfunden und dank vieler Tuning-Optionen und Bauteile bleibt das Spiel auch langfristig spannend. Innerhalb einer einzigen Rennsaison wird man sein Fahrzeug längst nicht mit dem kraftvollsten Motor ausrüsten können - völlig gleich, ob man jedes Rennen als Sieger absolviert. Die Wahl der passendsten Bauteile vor den Rennen verleiht dem Spiel durchaus eine taktische Tiefe. Exhaust Heat ist mehr Simulation denn Fun-Racer und es macht richtig Laune, seine persönlichen Bestzeiten in den folgenden Saisons zu übertreffen.

Man muss die Strecken erst mal ein wenig verinnerlichen, um auch die fiesesten Hairpins souverän zu nehmen. Boxenstops während der Rennen sind mehr oder weniger unnötig. Der Tank ist immer voll und Reifenwechsel gibts auch nicht. Wer sich vor dem Rennen für eine falsche Ausstattung des Flitzers entscheidet, der hat Pech. Die Boxenstops dienen lediglich dazu, Beschädigungen am Fahrzeug zu reparieren. Jene wiederum werden ansonsten vom Preisgeld abgezogen. Es empfiehlt sich also nicht zu rempeln und möglichst nicht abseits der Strecke auf dem Rasen oder im Kiesbett zu landen - logisch.

Großer, technischer Dämpfer (aber tatsächlich einziger Kritikpunkt, der sich auf das Spielerische auswirkt) ist die spürbar ausgebremste Performance beim Start der jeweiligen Rennen. Das anfängliche Ruckeln erschwert die Überholmanöver immens und frühe Kurven erweisen sich als fiese Hürden. Sobald sich das Feld der Rennfahrer jedoch ein wenig entzerrt hat, läuft das Spiel sehr flüssig. Mit passender Ausstattung des Rennwagens ist das Spieltempo sogar erstaunlich hoch und dennoch ist eine gute Kontrolle über den Flitzer gegeben.

In Anbetracht seines Alters sieht Exhaust Heat auch sonst ganz gut aus. Die Strecken erfreuen mit individuellem Look, auch wenn bedingt durch den Mode-7-Effekt keine Objekte neben der Strecke platziert wurden. Das Tuning ist nett aufgemacht und zwischen den Rennen erfreuen viele Bilder und Extrasequenzen das Auge. Die flotte Titelmucke fügt sich gut ein und die heulenden Motorensounds klingen stimmig.

Abschließend bemerkt hatte sich hier der gewisse Vorzug des 2nd-Hand-Kaufs bemerkbar gemacht, denn die Spuren (oder vielmehr die Bestzeiten), die der Vorbesitzer als Speicherstand hinterließ, waren reichlich Ansporn für mich, eine Saison nach der anderen zu fahren. Erst als mein Nickname triumphierend sämtliche Strecken- und Rundenbestzeiten anführte, konnte ich den Wagen ruhigen Gewissens in die Garage buchsieren.

Tolles Game.
Sebel hat geschrieben:Jeder Horst muss seine Pups-Sammlung präsentieren...
WE WANT A SHRUBBERY!!!
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