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 Betreff des Beitrags: Reisebericht Tokio (Akihabara)
BeitragVerfasst: 29.08.2013 17:32 
SNES-Programmer
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Hallo zusammen!

Ich hatte das Glück mir endlich einen großen Traum von mir erfüllen zu können und nach Tokio zu reisen, der Hauptstadt des Landes aus dem unser geliebter Super Nintendo kommt :) Meine eigentliche Absicht war keine Reise, um SNES-Sachen einzukaufen und ich hatte eigentlich keine Vorahnung, was mich dort bzgl. des SNES erwarten wird. Zuvor hatte ich schon vom Stadtteil Akihabara gehört, welcher auch das Mekka für Gamer genannt wird. Ich hab mir also Tokio angeschaut, war jeden Tag wo anders, habe mir Sehenswürdigkeiten und die Menschen dort angeschaut. Am ersten Tag in Akihabara habe ich einen Laden entdeckt, der immer mehr alte Spiele aufwies, je tiefer ich rein ging. Als ich dann PlayStation 1 Spiele entdeckte, dachte ich, SNES kann ja nicht mehr weit weg sein!

Der Laden, in dem ich mich befand war "Book Off".

Bild

Von diesen gibt es in Tokio einige und nicht nur im Stadtteil Akihabara (habe unter anderem auch einen in Shibuya gefunden). Leider war nichts tolles dabei. Ein haufen loser SNES-Spiele, die meisten wirklich nicht das, wonach man als Sammler sucht. Aber ich dachte mir schon, wenn es hier sowas gibt, muss es wo anders noch mehr geben! Ich hatte Blut geleckt haha...

Das war mein erster Besuch in Akihabara. Leider war er kein großer Erfolg. So zog ich weiter und kam schließlich irgendwann Abends im Hotel an. Im Hotel angekommen habe ich gleich mal im Mobilephone Google geöffnet und gesucht, wo man denn SNES-Sachen in Tokio kaufen kann. Google spuckte folgende Seite aus:

http://www.theguardian.com/travel/2012/ ... hops-tokyo

Also habe ich mir gleich mal den ersten Platz raus gegriffen und mit meinem Smartphone einen Screenshot von einer Karte gemacht, in der Hoffnung den Laden zu finden. Ich hatte keine große Shopping-Aktion für Tokio geplant, also dachte ich mir, ein Laden würde reichen. Die restlichen auf der Liste interessierten mich nicht.

Erneut in Akihabara angekommen (eine ca. 30 minütige Metro-Fahrt von meinem Hotel aus, ohne Umstieg, echt super, Akihabara lag auf meiner Linie!) habe ich also den Super Potato gesucht. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Super Potato seinen Namen in japanischen Schriftzeichen am Laden angebracht hat. Also bin ich eine Weile in der Gegend rum geirrt und habe erst mal einen anderen Laden gefunden: Mulan. Dort drin gab es einige alte Konsolen, darunter auch SFC und N64, in sehr sehr guten Zuständen mit OVP. Als ich den Super Famicom original verpackt sah, für umgerechnet ca. 50 EUR, dachte ich mir, wow den nehm ich mit! Es gab zwei zur Auswahl, beide waren verpackt und in Folie, man konnte also keinen Blick rein werfen. Auf einem der beiden war ein Schild, natürlich alles auf japanisch. Also habe ich mir einen Verkäufer besorgt und gefragt, was das Schild bedeutet. Der konnte leider kein Word englisch und kam irgendwann auf die geniale Idee, sein Smartphone raus zu holen und per Übersetzungs-App mit Sprachfunktion mit mir zu kommunizieren. Leider konnte der wichtigste Satz nicht korrekt übersetzt werden. Aber ich konnte ihn dann doch verstehen, da er mir sagen wollte, dass das Netzteil fehlt und ich jedes mal im Satz "Adapter" gehört habe. Irgendwie habe ich dann aber doch das Gerät ohne Netzteil bekommen :D

Ich habe mich im Mulan noch ein wenig weiter umgeschaut und zuerst nur ein paar lose Module gefunden, dann aber auch ein paar OVP-Spiele. Es war ein bisschen schwierig, da zu checken, was SNES, N64 oder was anderes war. Die Verpackungen haben ja auch ein anderes Format als die deutschen Spiele und zudem haben sie in Japan die Spiele immer so im Regal, dass man die dünne seitliche Kante sieht, der man nicht ansieht, ob es ein SFC-Spiel ist. Bei meinem ersten Besuch im Mulan habe ich Super Mario, Mario Kart und Terranigma übersehen :D Dafür aber ein OVP-Spiel mitgenommen, weil es so günstig war: Treasure Hunter G. Ich wollte einfach unbedingt mein erstes Spiel in Tokio kaufen! :D

Nach dem Einkauf bin ich noch ein wenig weiter rum geirrt und habe den Super Potato gesucht. Der war nicht weit weg, aber für mich zu dem Zeitpunkt gut versteckt. Nach einer Weile habe ich oben an einem Haus eine Kartoffel mit Gesicht, Armen und Beinen gesehen und da hats Klick gemacht :D Es gab nur einen kleinen Eingang, unaufällig neben dem Eingang des Ladens im Erdgeschoss. Im Flur sah es eher aus wie in einem Wohnhaus und ich war mir unsicher, ob ich richtig war. Nachdem ich in den Aufzug eingestiegen bin, habe ich einen anderen im Aufzug gefragt, ob hier "Super Potato" sei. Er sagte ja und ich wollte wissen, welches Stockwerk. Dann zeigte er auf 3 Tasten und ich dachte nur "Wie geil, 3 Stockwerke!!".

Der Super Potato ist echt ein schöner Laden! Er befindet sich im 3. - 5. Stockwerk. Im 5. Stockwerk spielen Leute Retro-Spiele an Automaten. Im 4. Stockwerk gibt es viele alte Konsolen, auch alte Computer-Konsolen. Und im 3. Stockwerk schließlich gibt es SFC, FC und Gameboy!

Hier mal ein nettes Video, das ich gefunden habe, vom Super Potato:



Im Super Potato habe ich mir dann gleich noch ein paar Spiele gekauft. Dort habe ich unter anderem in einem Eck, in dem täglich neue Sachen lagen, aber einzelnd und wohl weniger gut erhalten, das Spiel "Mario & Wario" gefunden. Es hat ungefähr 800 Yen gekostet, was zu dem Zeitpunkt ungefähr 6,30 EUR waren. Eines meiner wenigen Schnäppchen in Tokio!

Am Ende des Tages hatte ich meinen ersten Einkauf (mit groben Preisen):
SFC (50 EUR), Treasure Hunter G (7 EUR), Mario & Wario (6 EUR), Bomber Man (13 EUR), Bomber Man 2 (12 EUR), Bomber Man 4 (23 EUR) und Street Figher 2 (6 EUR). Außerdem hab ich im Super Potato beim Kauf eine Tüte Pommes-Chips bekommen :)

Street Figher 2 ist in einem unglaublich guten Zustand, wie neu. Der SFC ist heller als meine SNES, in einem Zustand wie neu, außerdem waren 2 Controller dabei, welche auch aussehen wie neu! So langsam habe ich gemerkt, dass die in Tokio einen sehr hohen Standard für gebrauchte SFC-Sachen haben!

Nach meiner Rückkehr habe ich hier im Forum meinen Einkauf gepostet, daraufhin hat mir ChronoMoogle netterweise eine Karte mit allen wichtigen Läden erstellt. Kurze Zeit später bin ich also erneut nach Akihabara los gezogen und bin durch alle Läden gezogen. Ich habe noch einen Laden gefunden, der zwar extrem teuer war, jedoch Spiele hatte, die es sonst nirgends gab. In dem Laden musste ich mir leider auch ein paar Spiele kaufen :D

Der teure Laden heißt Retro Game Camp. Hier habe ich auch ein kleines Video auf YouTube gefunden:



Ab hier ist es nun schwierig einzuordnen, welche Spiele ich wo für welchen Preis gekauft habe. Ich erinnere mich noch grob und werde jetzt mal alle Shops aufzählen und kurz meine Eindrücke beschreiben und Fotos dazu posten :)

Eine Karte, die ChronoMoogle erstellt hat, findet ihr hier:
download/file.php?id=4062
Sie war mir eine sehr große Hilfe! :)

Ich habe unter die Läden noch eine kleine Bewertung gepackt. "Junk" bedeutet, dass die Läden einen Bereich hatten, mit Spielen, die sie billig verkauft haben, da der Zustand zu schlecht war.

Super Potato

Ein wunderschöner Laden, der tapeziert ist mit Nintendo-Sachen. Vom Fußboden bis zur Decke, überall sind irgendwelche Sachen! Die Auswahl ist groß und die Preise sind ok! Es gibt günstige Sachen, aber auch teure. Seiken Densetsu sollte man dort vielleicht nicht kaufen, das habe ich z.B. in anderen Läden günstiger gesehen. Man kann dort auch einen Virtual Boy anspielen, der steht mit einstellbarer Höhe im 3. Stockwerk. Ein Blick in die Vitrine lohnt sich, vor allem für die SF Memory Spiele!
Konsolen gab es hier auch, diese waren jedoch teilweise auch teuer für den Zustand (keine OVP, vergilbt). Jedoch nicht so teuer wie im Retro Game Camp.

Auswahl: Groß
Preise: OK / Gut
Zustand: Top
Junk: Ja, auch mit OVP (Spiele sogar für 1 EUR mit OVP)
SF Memory: Ja

Friends

Dieser Laden liegt abgelegen von den anderen Läden in Akihabara. Als ich ihn das erste mal fand, war er leider eine halbe Stunde vor offiziellem Ladenschluss geschlossen. Also am besten nicht zu spät hin gehen. Als ich im Laden drunter fragte, ob es sich um den richtigen Laden handelt, öffnete mir eine Frau, angezogen wie eine Apothekarin, die Tür. Sie hat leider auch kein Englisch gesprochen und ich weiß nicht, wo ich dort gelandet bin :D Möglicherweise bei einer Massage mit hübschen Frauen :D Naja, ich kam dann an einem anderen Tag wieder!
Der Laden ist auf zwei Stockwerke aufgeteilt. Im oberen der beiden basteln drei Männer alles zusammen, was sie haben (dazu komme ich später). Im unteren Stockwerk ist der Laden. Dort gab es einiges, was ich sonst nirgends gesehen habe! Unter anderem auch ein Tetris Multi-Tap, welches recht günstig war. Dieses kostete weniger als 20 EUR. Im Retro Game Camp kostete das selbe in schlechterem Zustand ca. 70 EUR (dazu später auch mehr). Insgesamt war es ein gemütlicher Laden, gekauft habe ich dort jedoch nichts, weil es für mich nichts interessantes gab.

Auswahl: Mittel
Preise: OK / Gut
Zustand: Top
Junk: Nein (oder übersehen?)
SF Memory: Ja

Mulan

Der Mulan hatte leider sehr wenig SFC-Sachen, jedoch sehr gute Preise, vor allem für die Konsolen selber und für den Zustand! Der Laden ist leider sehr eng und nicht auf SFC spezialisiert. Im Erdgeschoss gibt es allgemein alle möglichen Gebrauchtspiele und die Stockwere drüber sind mit Pornos gefüllt :D Dazu muss ich später auch noch mehr sagen!

Auswahl: Klein
Preise: Gut
Zustand: Top
Junk: Ja, aber nur ohne OVP
SF Memory: Nein

Mandarake

Mandarake ist ein großes schwarzes Gebäude, ausnahmsweise mit einem Schild in lateinischen Zeichen! :) Es erstreckt sich über 7 Stockwerke, im 6. Stockwerk gibt es SFC-Sachen! Im Erdgeschoss warten Leute in Schlangen, um ihre gebrauchten Spiele zu verkaufen. Direkt am Aufzug im 6. Stockwerk steht ein Arbeiter, der die neuen SFC-Spiele in Folie packt und begrüßt einen nett, sobald man rein kommt.
Die Auswahl war richtig gut, dort gab es vor allem auch manch begehrtes Spiel, welches nicht all zu teuer war! Ich habe mir dort Donkey Kong gekauft, weiß aber grad nicht mehr, welchen Teil. Außerdem gab es dort die günstigsten Controller, habe mir dort gleich 3 Stück gekauft für weniger als 10 EUR pro Stück!
In der Vitrine gibt es auch schöne Sammlerstücke zu fairen Preisen.

Auswahl: Groß
Preise: Gut
Zustand: Top
Junk: Ja, aber sehr wenig
SF Memory: Ja

Retro Game Camp

Der Laden war eigentlich einfach nur top! Er hatte ein schön übersichtliches Regal und wirklich schöne Nintendo-Sachen, sogar einen Virtual Boy! Aber was war der Haken? Er war der absolut teuerste! :D Den Virtual Boy konnte man in Deutschland aus Japan für weniger bestellen, als dort direkt zu kaufen. Leider musste ich mir dort Power Man X2 kaufen, da ich das sonst nirgends gefunden habe und dann die Serie komplett hatte! Es gab jedoch auch ein paar Ausnahmen mit günstigeren Spielen im Vergleich zu anderen Läden.
Im Retro Game Camp gab es auch eine riesen Auswahl an SFC-Konsolen, jedoch waren diese recht teuer für ihren schlechten Zustand (50 EUR, ohne OVP und vergilbt, mit einem Controller). Dafür gab es einen großen Bestand. Im Mulan gab es wie gesagt nur 2 Konsolen, wenn diese weg waren und man eine wollte, hatte man keine große Auswahl mehr.

Auswahl: Groß
Preise: Schlecht, teuer
Zustand: Top
Junk: Ja, aber nur ohne OVP
SF Memory: Ja

Trader

Vom Trader gibt es eine Menge Läden (Trader 1 / 2 / 3, 4 war irgendwie nur noch ein Lager). Diese verkaufen Gebrauchtspiele. Im Trader 1 war es glaube ich? Dort gab es die meisten SFC Spiele. Auch eine kleine Vitrine, in dieser waren jedoch nicht unbedingt wertvolle, seltene Sachen drin. Der ganze Laden kam was SFC anging eher bodenständig an. Dort habe ich mir z.B. Super Metroid für weniger als 20 EUR gekauft. Einmal kam ich sehr früh in den Laden, was sich als gute Entscheidung erwies. Sie hatten Top-Spiele auffällig platziert, darunter Rock Man X1 und X3. Diese habe ich dann gleich mitgenommen :D Die Junk-Ecke hat mir sehr gut gefallen, da diese recht groß war, also viel Auswahl hatte. Andere Läden hatten meist nur Körbe irgendwo stehen, der Trader jedoch hatte eine ganze Ecke dafür eingerichtet. Wobei dort aber nicht nur SFC-Sachen waren. Gefunden habe ich im Junk leider trotzdem nichts! :D

Auswahl: Groß
Preise: Gut
Zustand: Top
Junk: Ja
SF Memory: Ja

Andere Läden

Es gibt natürlich nicht nur diese Läden! Aber das sind wohl sehr große und bekannte Läden für SFC. Ich habe sogar mal in einem großen Technik-Einkaufszentrum (direkt an der Metro-Station Akihabara) in einer Spieleabteilung SFC-Konsolen gefunden. Also völlig untypisches Bild, da in diesem Laden nur neue Sachen verkauft wurden und Gebrauchtspiele dort auch nicht verkauft wurden.

Es gab einmal auch an einem Samstag einen Flohmarkt in Akihabara. Habe ihn zufällig entdeckt. Dort habe ich jedoch nur bei einem Händler lose Module gesehen, die jedoch professionell verpackt waren und auch Preise wie im Laden hatten. War wahrscheinlich ein Stand von einem Laden.

Erotik und Pornos in Akihabara

Man ist manchmal überrascht, wenn man durch die Gebäude geht... Oft verkaufen Spielehändler auch Pornos. Ich weiß nicht wieso, aber das scheint dort irgendwie häufiger so zu sein :D Also wenn man sich denkt "vielleicht ist im nächsten Stockwerk noch was" kann es sein, dass man sich bei Pornos wieder findet! :D

Außerdem gibt es auch sonst viele Läden dort, die dieses Gebiet vertreten. Meist sind das dann irgendwelche Filme oder Kostüme und Spielzeug. Witzig ist es dann auch, wenn direkt neben einem Regal mit Kinderspielzeug ein Regal mit Dildos steht :D

Zustand

Was mich extrem verwundert hat, war der extrem gute Zutand von allen SFC-Sachen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo alles verkauft wird und man bei eBay manchmal nicht sieht, ob jemand auf die Rückseite oder sonst wo hin was mit Edding geschrieben hat, gibt es in Tokio nichts im Regal, was irgendwie verdreckt ist oder zu sehr mitgenommen. Das landet dann im Junk. Selbst Spiele, die total in Ordnung aussehen, landen manchmal im Junk. Es gibt Kategorisierungen A, B und C. Da immer 3 Sachen kategorisiert werden, vermute ich, es handelt sich um Verpackung, Modul und Anleitung. Ich habe verschiedene Kategorien gekauft. A, B und C. Alle sahen für mich sehr gut aus. Den schlechtesten Zustand hat mein Super Metroid, da die Verpackung ein wenig zerdrückt ist, was zu weißen Rissen geführt hat.
Alles wird in Folien eingepackt, was noch mal einen zusätzlichen Effekt hat, dass es wie neu wirkt. Traumhaft für jeden, der sich an die Regale voller SNES-Spiele aus seiner Kindheit erinnert! Auch in den Kartons sind meist noch die Module und Anleitungen in die original Folien eingepackt! Als ich mir ein Spiel aus der Vitrine gekauft habe, hat es die Verkäuferin ein bisschen verwundert, dass ich den Zustand des Spiels unter die Lupe genommen hatte.

Wie machen die das?

Ich bin mir nicht sicher, aber man kann es sich zusammen reimen... Wenn man die Läden betritt sind die Verkäufer meist damit beschäftigt, Spiele und Konsolen zu reinigen. Und das machen sie richtig gut. Außerdem sehe ich immer wieder einzelne Teile rein kommen. Also einzelne Anleitungen, Module, Verpackungen. Diese werden gesammelt, gereinigt und zusammengesetzt. Somit entsteht ein Spiel oder Hardware, die aussieht wie neu. Wonach man bei uns mühevoll suchen muss, steht dort mehrfach im Regal! Die hohen Standards sind traumhaft für jeden Sammler.

Preispolitik

Es ist schon verwirrend, wenn man Kirby hier für 30 und dort für 50 EUR findet, genauso Seiken Densetsu 3 hier für 40 EUR, da für 20 EUR. Oder auch Spiele wie Terranigma, Street Figher usw. Generell hängt der Preis natürlich von der Seltenheit ab und davon, wie begehrt das Spiel ist (was es dann ja auch wieder selten macht). Also grundsätzlich ähnlich wie bei uns, nur mit humaneren Preisen (kaum ein Spiel kostet über 50 EUR). Dann gibt es die Kategorien, die ich erwähnt hatte. C kommt zwar rüber, wie "schlecht", ist aber komischerweise immer noch extrem gut. Wenn ein Teil eine Kategorie aufsteigt, kostet dies meist 100 Yen Aufpreis (sieht man, wenn 2 nebeneinander liegen und eins z.B. eine Anleitung mit C und eins eine mit B hat). 100 Yen sind ein bisschen weniger als 1 EUR.

Trotzdem scheint es so, als würde jeder Laden seine eigenen Werte vergeben. So kriegt man im Friends z.B. den Tetris Multitap so günstig, hingegen liegt er beim Retro Game Camp in der Vitrine. Manche Läden verkaufen Spiele wie Super Metroid und Seiken Densetsu für wenig, dafür Kirby teuer und umgekehrt. Und das liegt nicht wirklich am Zustand der Spiele.

Fotografieren

Ich habe einige Fotos gemacht, jedoch ist es tatsächlich so, dass Fotografieren generell nicht erwünscht ist und sie auch nicht sehr erfreut über Fotos sind. Die Läden wissen teilweise über ihren Status bescheid und dass sie weltbekannt sind. Fragt man jedoch, ob man ein Foto machen darf, wird man selten ein Nein bekommen. Im Friends habe ich direkt gefragt, weil die Verkäuferin mir etwas aus der Vitrine geholt hat. Das Foto hatte dort aber den Zweck, dass ich googeln wollte, was das ist, bevor ich es kaufe. Das hat sich jedoch nicht verstanden :D

Täglich frische Ware

Es lohnt sich täglich rein zu schauen. Die Läden bekommen rund um die Uhr neue Ware! Und dann kann schon morgen ein schönes neues Stück dabei sein! Die Uhrzeit kann man leider nicht festlegen, da rund um die Uhr Spiele rein kommen.

Handeln

Ich habs nicht versucht, aber Handeln sollte man lieber nicht. In Japan scheint das Thema Geld ein wenig anders zu sein, als bei uns. Man zahlt den Preis, der gegeben ist. Nicht mehr und nicht weniger. Also auch kein Trinkgeld, was ja eher bekannt ist. Ich denke diese Geste kann respektlos rüber kommen.

Edit: Da habe ich mich wohl leider mit dem Handeln geirrt! :D Danke an Seven Force für die Info:
Zitat:
Das stimmt nicht! Handeln ist in Elektronikläden in Japan ziemlich normal, und 10% sind eigentlich immer drin. Gerade wenn man über 10.000 Yen ausgiebt hat man gute Chancen.


Englisch

Die Verkäufer um Rat beten, auf Englisch? No Chance :D Die meisten können kein Englisch. Die meisten Spiele haben japanische Titel und sind schwer zu erkennen, wenn sie seitlich in den Regalen stehen. Für mich war es auf jeden Fall häufig eine schwere Suche. Es ist sicher eine gute Idee vor einer Reise Hiragana zu lernen, damit man wenigstens ein bisschen was versteht! Man kommt aber auch so klar. Irgendwie verständigt man sich dann schon!

Fotos

Ich habe euch in Dropbox einen Ordner mit Fotos zur Verfügung gestellt! :) Dort sind Fotos, die ich von den Läden gemacht habe. Trader ist leider nicht dabei :(

https://www.dropbox.com/sh/do5by5661jox6ge/wT5X_Ex8Xt

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So viel zu SFC! Ich möchte euch noch ein paar weitere Tipps geben, falls ihr eine Reise in Betracht zieht oder sonst mehr Interesse habt.

Kosten meiner Reise

Ich habe diesen Sommer nach einer Möglichkeit für einen Urlaub gesucht. Über einen Reiseblog bin ich auf einen Flug von Emirates aufmerksam geworden. Es gab die Möglichkeit während August für 600 EUR nach Tokio zu fliegen. Also habe ich mir einen möglichst langen Aufenthalt zusammengestellt. Insgesamt war ich 18 Tage in Tokio. Die Reise dort hin war leider sehr lange, da ich erst nach Dubai fliegen musste und von dort aus nach Tokio. Zudem musste ich nach Frankfurt fahren, das Zugticket war inklusive! Ich bin also mit dem ICE nach Frankfurt (1 Stunde), von dort aus nach Dubai (6 Stunden Flug), in Dubai musste ich 10 Stunden auf den Anschlussflug warten, danach ging der Flieger nach Tokio los (10 Stunden Flug). Der Rückflug war etwas angenehmer, da zwischen beiden Flügen nur eine Stunde lag. Der Flug war auch super, da es eine Menge Unterhaltung und alles umsonst im Flieger gab, außer Champagner! Also Bier so viel man will und dazu einen guten Film :)

Erst wollte ich mir für die Unterkunft eine private Unterkunft über Air bnb suchen. Ich war bereits in NYC und Toronto und habe es dort so gemacht. Dort hatte ich dann mit einem Freund eine ganze Wohnung für uns alleine, die günstiger war als ein Hotel. Problem in Tokio ist jedoch, dass Lebensraum rar ist und man dort nur einen Raum zur Verfügung bekommt in der Wohnung von einem. Außer man zahlt mehr. Ich bin mit meiner Freundin nach Tokio gereist, weshalb uns das nicht ganz recht war. Daraufhin suchte ich ein Hotel für uns. Die Entscheidung fiel auf das APA-Hotel. Das ist eine Hotel-Kette in Tokio (Japan?). APA hatte Semi-Doppelzimmer im Angebot. Für 18 Tage haben wir 1300 EUR bezahlt, also geteilt durch 2 => 650 EUR. Nachdem ich bereits gebucht hatte, habe ich mich erkundigt, was ein Semi-Doppelzimmer ist ... man hat ein etwas größeres Einzelbett zur Verfügung. Also wirklich nur was für Pärchen oder sehr sehr gute Kumpels :D Also wenn es ums Geld sparen geht ... Das Zimmer war 9 qm groß. Es gab ein Bad mit Badewanne. Das Zimmer hatte das Semi-Doppelbett, einen Schreibtisch, einen Stuhl dazu, den man aber aus Platzmangel kaum raus ziehen konnte und einen riesen Fernseher mit echt gutem Bild. Ein Fenster hatten wir auch mit einem super Ausblick auf Roppongi, da wir im 13. Stockwerk waren. Was fehlt? Achja, ein Kleiderschrank. Ne, den gab es nicht. Wohin auch damit? :D Aber da wir sowieso den ganzen Tag unterwegs waren, war das kein Problem. Sauber war es sowieso, da die Japaner, wenn sie was machen, es auch mit voller Hingabe machen :) Eine Klobürste gab es komischerweise nicht, was sich manchmal als Problem erwies :D

Weitere Kosten

So, nun essen muss man ja auch noch und Bahn fahren auch! Was war nun das teurere ... Essen kann recht günstig sein. Die meiste Zeit habe ich mir in einem 7/11 oder Family Mart ein Mikrowellen-Gericht geholt. Das kostet so 3-7 EUR, je nachdem wonach einem gerade ist! Das Essen wird direkt im Laden in die Mikro getan (wenn man will). Besteck bekommt man auch mit (meistens Stäbchen). Und es schmeckt richtig gut. Also nicht zu vergleichen mit Mikrowellengerichten in Deutschland. Die in diesen Läden werden täglich frisch gemacht, also das ist nicht ganz das gleiche wie in Deutschland. Softdrinks gabs für 1-2 EUR, Größen variierten. Bier gab es für 1,40 EUR bis 3 EUR. Sehr gutes Bier in Japan ist Asahi Bier. Wenn man wirklich nur Trinken zum Leben braucht, gibt es eine 2L Flasche für 98 Yen (ca. 80 Cent). Im Hotel gab es täglich ein kleines Fläschen und Trinkwasser aus dem Hahn (schmeckt jedoch nicht so gut wie in Deutschland).

Und jetzt kommt das große Übel: Kosten für öffentliche Verkehrsmittel. In Tokio gibt es verschiedene Unternehmen, denen Bahnlinien gehören. Am Anfang findet man sich nicht zurecht, doch schnell leuchtet einem alles ein. Wenn man sich nur mit einer Linie eines einzelnen Unternehmens bewegt, dann kostet eine Fahrt mindestens 120 oder 160 Yen (je nach Unternehmen, also 1 EUR oder ein wenig mehr). Das gute ist, dass eine Fahrt weiter weg (wie die von mir nach Akihabara, 30 Minuten Fahrt) auch nur 190 Yen kostet (1,50 EUR). Das blöde ist, dass die Fahrt zur nächsten Station aber auch den Mindestpreis kostet (also 120 oder 160 Yen). Die 160 Yen waren für die JR Line, das ist die Railway in Japan. Diese fährt in einem Ring in Tokio herum. Die anderen Linien verstreuen sich quer über Tokio. Wechselt man zwischen Linien von versch. Unternehmen kann es manchmal teurer werden. Deshalb fährt man manchmal lieber länger und steigt umständlich um, aber zahlt weniger.

Nunja, ich war ja fast 3 Wochen da, was fast 1 Monat ist. Da schreit ja der Vorschlag nach einer Monatsfahrkarte ... sowas gibt es jedoch nicht. Das gibts nur für eine Strecke von A nach B. Wenn ich also täglich nur nach Akihabara gewollte hätte, hätte ich sie mir kaufen können. Es gibt auch Tagestickets. Grundsätzlich gibt es 3 wichtige Unternehmen für die Bahnen in Tokio. Also wenn man die Linie zum Flughafen weg lässt. Mit der Tokyo Metro kommt man überall hin, wenn auch manchmal mit ungünstigen Umsteigen. So kann man sich für diese eine Tageskarte für 710 Yen kaufen, wenn man mal mehr erleben will an einem Tag. Das entspricht ca. 5,60 EUR. Möchte man zusätzlich die Lines von einem weiteren Unternehmen (ich weiß den Namen gerade nicht mehr) kostet es ca. 1000 Yen. Mit der Standard-Version ist man ganz gut bedient!

Taxi fahren scheint sehr teuer zu sein. Wir haben vom Flughafen zum Hotel 9000 Yen (72 EUR) bezahlt. Es war auch eine weite Strecke (17 km). Jedoch sind um die Uhrzeit keine Bahnen mehr gefahren.
Genau, nachts fahren in Tokio keine Bahnen. Also von 1 bis 5 Uhr kann man eigentlich nicht mehr fahren.

Don't dos

Folgendes sollte man nicht machen, wenn man in Tokio ist:
Trinkgeld geben, Handeln im Laden, Müll auf die Straße werfen (es ist extrem sauber, gibt aber nirgends Mülleimer), Verbeugen, wenn sich ein Händler oder sonstiger Dienstleister vor euch verbeugt (dann muss er sich noch tiefer verbeugen, was eher beleidigend für ihn ist), Händeschütteln gabs irgendwie auch nie wirklich.

Tätowierungen sind dort übrigens auch nicht so gern gesehen. Ein paar junge Leute haben zwar welche, aber wirklich wenige. Diese werden mit der Mafia in Verbindung gebracht. Hat man welche, darf man nicht zum Baden (außer öffentlicher Strand) oder in Fitnessstudios usw. Wer in Japan arbeiten möchte, sollte diese nicht an Stellen haben, an denen man sie trotz Kleidung sieht!

Verhalten bei überfreundlicher Bedienung

Im Laden und im Restaurant wird man mit einer Freundlichkeit behandelt, von der man in Deutschland nur träumen kann. Da fühlt man sich schnell geschmeichelt. Man sollte sich aber zusammenreißen und ganz normal bleiben. Die Verkäufer verbeugen sich, danken 1000 mal und entschuldigen sich für alles. Am besten einfach weiter laufen (z.B. wenn sich ein Händler nach dem Kauf von einer Sache verbeudgt), so machen es die Japaner auch. Je länger man braucht, desto länger sagen die Verkäufer Danke und verbeugen sich :D Also schnell weg! :D

Nach Hilfe fragen

Wenn man jemand nach Hilfe fragt, vorher gut überlegen, ob man dieser Person das auch zutraut. Fragt man jemanden, dann wird in den meisten Fällen der Helfer nicht nachgeben, bis er das Problem irgendwie gelöst hat. Wenn ich also z.B. eine Frau, die garnicht aussieht, als würde sie SNES zocken, nach dem Weg zum Friends frage, dann wird diese wahrscheinlich keine Ahnung fragen und irgendwo nach einer Karte suchen oder im Internet googlen und nicht weg gehen, bis sie mir irgendwie geholfen hat. Das kann echt unangenehm sein oder - so blöd es klingt, denn sie helfen einem ja - viel Zeit kosten :D Also man wird eigentlich nie weg gewiesen oder bekommt kein "weiß nicht". Super Sache! :)

Zahlungsmittel

Zum SNES Shoppen reicht eine Kreditkarte :) Die Läden 7/11, Family Mart usw. nehmen auch Kreditkarten. Für Bahn fahren und essen gehen sollte man jedoch Bargeld mitnehmen! Und vor allem jetzt gerade sollte man Bargeld mitnehmen! In Japan werden Maestro-Karten zur Zeit (August 2013) nicht akzeptiert. Nirgends! Wir haben jeweils 500 EUR bar mitgenommen und das hat ganz genau gereicht. Hätten wir kein Bargeld mitgenommen, dann hätten wir überall hin laufen dürfen! Oder mit dem Taxi fahren, weil man das mit Kreditkarte bezahlen kann. Und das wäre entweder anstrengend geworden oder hätte uns ultra-arm gemacht!

Das Geld haben wir am Flughafen Haneda gewechselt. Für einen Wechselkurs von 126 Yen für 1 EUR. Der Wechselkurs von Google war leider utopisch. In Deutschland hat man uns weniger für 1 EUR gegeben, was für unsere 500 EUR einen Verlust von 50 EUR ausgemacht hätte.

Essen in Tokio

Mit Stäbchen sollte man essen können oder es schnell lernen. Meistens bekommt man nämlich Stäbchen. Geht man in einem Restaurant essen (wir waren jetzt nicht schick essen, also in normalen), gibt es verschiedene Sachen, die anders sein können, als in Deutschland. Erstmal kann es sein, dass die dort kein Englisch sprechen, wenn es solche schönen kleinen japanischen Restaurants sind. Und im schlimmsten Fall haben sie nicht mal eine englische Karte. Aber das gute ist, dass die meisten Bilder vom Essen haben!
Manchmal kommt es auch vor, dass man an einem Automaten sein Essen bestellen muss. Das kann auch schwer werden, wenn alles auf japanisch ist. Dort bezahlt man dann auch direkt.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass man bedient wird und eine Rechnung an den Tisch bekommt. Diese nimmt man am Ende und geht zur Kasse, wo man bezahlt. Einmal hatte ich jedoch auch die normale Deutsche Art, dass ich am Ende die Bedienung gerufen habe, was aber insgesamt eher unüblich war. In japanischen Restaurants gibts manchmal auch Tablets, an denen man bestellt. Das ist sehr komfortabel, da man nicht ständig die Bedienung rufen muss. Aber auch schwer, weils die meistens nur auf japanisch gibt!
Früchte sind übrigens sehr teuer dort und einen klassichen Bäcker mit Brot wie man ihn hier kennt, gibt es dort nicht. Man muss sich also definitiv auf anderes Essen einstellen.
Die meiste Zeit habe ich mich von Essen aus dem 7/11 oder Family Mart ernährt. Das war sehr gut, günstig und ging schnell unterwegs. Außerdem war es häufig so (in Gebieten mit vielen Menschen), dass diese Läden überall waren! Hat man einen Family Mart soweit hinter sich gelassen, dass man diesen langsam aus den Augen verliert, taucht schon der nächste auf oder ein 7/11.

Vegetarisch in Tokio

Ich bin Vegetarier und naja ... das kann man in Tokio vergessen. Jeden Tag Reis und Sandwich mit Eiern??! :D Für die 18 Tage war ich temporär Mörder und habe wieder Fleisch und Fisch gegessen... Es gibt nahezu nichts vegetarisches dort! Überall machen sie Fleisch oder Fisch rein. Und wenn man auf japanisch sagt "Vegetarian", dann denken die, man isst trotzdem Fisch. Am besten man sagt "No meat, no fish". Dann wird die Karte schlagartig SEHR KLEIN. Einmal kam es vor, dass der Koch den Kopf geschüttelt hat und es wohl garnichts für mich gab. Aber sie helfen einem dann immer sehr, etwas essbares zu finden :D Es ist dann nur schwer, zu verstehen, was es ist. Das Essen dort ist schon sehr anders. Es hat mir jedoch extrem gut geschmeckt!

Meine Einkäufe

Und zu guter Letzt noch meine Einkäufe aus Tokio, also auf SNES / SFC bezogen! :D Wobei ich mir dort nicht viel anderes gekauft habe, da es sich kaum lohnt. Alles kostet mindestens so viel wie bei uns.

Ich versuche die sehr grob geschätzten (5 EUR +/-) Preise dahinter zu schreiben.

    Super Famicom Konsole mit 2 Controllern OVP (50 EUR)
    3 separate Controller (je 10 EUR, also 30 EUR)
    Super Multitap OVP (35 EUR)
    Treasure Hunter G OVP (7 EUR)
    Mario & Wario OVP mit Maus und Mauspad (6 EUR)
    Bomber Man 1 OVP (13 EUR)
    Bomber Man 2 OVP (12 EUR)
    Bomber Man 3 OVP (20 EUR)
    Bomber Man 4 OVP (23 EUR)
    Bomber Man 5 OVP (20 EUR)
    Bomber Man 5 Gold Modul (100 EUR)
    SF Memory Modul mit Power Lode Runner und Harvest Moon (58 EUR)
    Street Figher II OVP (6 EUR)
    Super Street Figher II OVP (10 EUR)
    Seiken Densetsu 3 OVP (16 EUR)
    Rock Man X OVP (36 EUR)
    Rock Man X2 OVP (26 EUR)
    Rock Man X3 OVP (37 EUR)
    Hoshi no Kirby OVP (40 EUR)
    Super Metroid OVP (15 EUR)
    Donkey Kong Country 1 OVP (12 EUR)
    Donkey Kong Country 2 OVP (12 EUR)
    Donkey Kong Country 3 OVP (15 EUR)
    Super Robot Wars EX OVP (0,76 EUR)
    Harvest Moon OVP (15 EUR)

Das goldene Bomberman habe ich jedoch nur zum Weiterverkauf gekauft, da ich selbst nicht wirklich scharf darauf bin!

Gesamteindruck

Jederzeit wieder! Japan ist ein super Land! Ich hoffe, dass sich Deutschland eines Tages eine Scheibe von Japan abschneidet, vor allem kulturell. Japan ist ein schönes Land mit vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Es gibt auch schöne Tempel zu sehen, wenn man etwas weiter aus Tokio raus fährt. So teuer, wie alle im Internet geschrieben haben, war es nicht unbedingt. Ja, es kostet viel, aber es ist vergleichbar mit Deutschland. Der einzige Fehler, den ich gemacht habe: August ist keine gute Zeit für einen Urlaub dort. Es war extrem heiß und schwül und das rund um die Uhr! Nachts ist es nicht abgekühlt. Erdbeben haben wir keine miterlebt, diese sind ja in Tokio und Japan sehr häufig. Der Fuji ist zum Glück auch ruhig geblieben :D Mit einer Entfernung von 150 km nach Tokio ist er gefährlich nahe und Medien berichten, dass er langsam wieder ausbrechen sollte (alle 300 Jahre). Was Fukushima anging haben wir uns keine Gedanken gemacht, jedoch ist erst kürzlich wieder etwas passiert, also ich hoffe der kurze Aufenthalt macht einem nichts aus!

Japan ist also ein sehr schönes, sauberes und sicheres Land. Man kann seinen Geldbeutel in der Stadt auf den Boden legen und keiner nimmts mit. Neben uns lag mal eine Tasche, jemand hatte sie vergessen. Da sind sicher tausende Leute dran vorbei, niemand hat sie mitgenommen. Niemand rempelt einen an, niemand kreuzt einem den Weg. In einer Stadt mit so vielen Menschen gibt es Ordnung, ich denke anders geht es auch nicht. Bei Rush Hour ist alles gut organisiert. Alles ist in seinem Fluss.

Jedoch würde ich dort nicht leben wollen, da es schon recht eng ist :D Man hat wenig Raum zum Leben und auch sonst ist dort alles sehr eng und klein. Laut ist es auch überall. Und selbst nachts oder in der Natur sorgen die XXL-Käfer für ordentliche Lautstärke :D

Also, ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen! Ihr könnt mich jederzeit anschreiben, wenn ihr Fragen habt oder hier posten, dann hat jeder was davon! Ich kann jedem SNES-Fan nahelegen, da mal hin zu gehen! Es lohnt sich absolut. Und nicht nur wegen SNES :) Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und falls mal jemand hin reisen will, hoffe ich, dass er hier ein wenig Hilfe gefunden hat! Man kann über Tokio extrem viel erzählen, aber ich habe versucht das wichtigste für einen SNES Freak aufzuschreiben! :D

Zu guter letzt noch ein Bild von meinem Einkauf :)

https://www.dropbox.com/s/62cliyhbk6l1q41/IMG_3779.JPG


Zuletzt geändert von Hapablap am 29.08.2013 18:33, insgesamt 1-mal geändert.


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BeitragVerfasst: 29.08.2013 18:14 
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Schöner Bericht, danke fürs Teilen! :)

Hättest du vor deiner Reise gefragt, hääte ich dir folgende Tipps gegeben:


1. Hol dir eine PASMO-Karte
Das ist eine aufladbare Prepaid Karte, die in allen Bahnnetzen und auch in vielen Conbinis funktioniert. Einfach Karte an den Durchgang zum Bahnsteig dranhalten und er geht auf und der Betrag wird automatisch abgebucht. Spart viel Zeit!

2. Handeln
Hapablap hat geschrieben:
Ich habs nicht versucht, aber Handeln sollte man lieber nicht. In Japan scheint das Thema Geld ein wenig anders zu sein, als bei uns. Man zahlt den Preis, der gegeben ist. Nicht mehr und nicht weniger. Also auch kein Trinkgeld, was ja eher bekannt ist. Ich denke diese Geste kann respektlos rüber kommen.


Das stimmt nicht! Handeln ist in Elektronikläden in Japan ziemlich normal, und 10% sind eigentlich immer drin. Gerade wenn man über 10.000 Yen ausgiebt hat man gute Chancen.

Ich Frage in den Retrogameshops grundsätzlich immer nach. Mal sollte nicht rumstressen, aber wenn man höflich vorschlägt auf ne glatte Summe abzurunden spielen sie eigentlich immer mit.

Bei Beträgen über 10.000 Yen kann man in vielen Läden in Akihabara auch Tax-Free kaufen. Lohnt sich wenn man irgend ein großes Gerät kauft.


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BeitragVerfasst: 29.08.2013 18:20 
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ein fettes Danke für den tollen Bericht :) Hat wirklich Spaß gemacht zum lesen!



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Seven Force hat geschrieben:
Schöner Bericht, danke fürs Teilen! :)

Hättest du vor deiner Reise gefragt, hääte ich dir folgende Tipps gegeben:


1. Hol dir eine PASMO-Karte
Das ist eine aufladbare Prepaid Karte, die in allen Bahnnetzen und auch in vielen Conbinis funktioniert. Einfach Karte an den Durchgang zum Bahnsteig dranhalten und er geht auf und der Betrag wird automatisch abgebucht. Spart viel Zeit!

2. Handeln
Hapablap hat geschrieben:
Ich habs nicht versucht, aber Handeln sollte man lieber nicht. In Japan scheint das Thema Geld ein wenig anders zu sein, als bei uns. Man zahlt den Preis, der gegeben ist. Nicht mehr und nicht weniger. Also auch kein Trinkgeld, was ja eher bekannt ist. Ich denke diese Geste kann respektlos rüber kommen.


Das stimmt nicht! Handeln ist in Elektronikläden in Japan ziemlich normal, und 10% sind eigentlich immer drin. Gerade wenn man über 10.000 Yen ausgiebt hat man gute Chancen.

Ich Frage in den Retrogameshops grundsätzlich immer nach. Mal sollte nicht rumstressen, aber wenn man höflich vorschlägt auf ne glatte Summe abzurunden spielen sie eigentlich immer mit.

Bei Beträgen über 10.000 Yen kann man in vielen Läden in Akihabara auch Tax-Free kaufen. Lohnt sich wenn man irgend ein großes Gerät kauft.


Sehr gerne! :) Ja das mit der Karte habe ich dort auch gesehen. Aber meine Hoffnung ans günstige Fahren ist dann auch gestorben, als ich erfahren habe, dass da nur der Preis abgebucht wird :D

Oh nein das mit dem Handeln wusste ich garnicht! Ok das hätte ich aber sowieso nur einmal machen können bei der Bomberman Gold Edition :D Ich editier es lieber mal, nicht dass ich hier falsche Infos verbreite! :)

Danke Moeki!



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BeitragVerfasst: 29.08.2013 19:29 
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Ja, wie gesagt, mit der Pasmo Karte spart man zwar kein Geld, aber dafür Zeit. Ich finde es recht praktisch nicht bei jeder Station austüfteln zu müssen wieviel man denn nun zahlen muss. :)


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BeitragVerfasst: 29.08.2013 21:49 
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Ein ganz großes Lob für diesen Reisebericht, was ja fast eher als Ratgeber für Tokio-Reisende dienen kann. Vielen Dank und wenn ich es auch mal dorthin schaffen sollte, werde ich mir den mit Sicherheit noch mal ausdrucken.

Tolle Sachen hast du auch mitgebracht, worauf ich auch zu 90% neidisch bin :applaus:



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BeitragVerfasst: 29.08.2013 22:20 
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Danke für den Einblick.
Hat Spass gemacht deine Eindrücke zu lesen.
Hast du übrigens gut geschrieben. Könntest Autor werden.
Sonst lese ich mir kaum so viel Text durch ^^



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BeitragVerfasst: 30.08.2013 04:17 
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Ist echt nett zu lesen der Text, ein paar Bilder wären schön das würde alles auflockern,
war das goldene Bomberman bei kleinanzeigen also von dir :P


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BeitragVerfasst: 30.08.2013 06:37 
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Es freut mich sehr, dass es euch gefällt und vielen Dank für das Lob! :)

F_L_a_S_H hat geschrieben:
Ist echt nett zu lesen der Text, ein paar Bilder wären schön das würde alles auflockern,
war das goldene Bomberman bei kleinanzeigen also von dir :P


Ja genau, das ist von mir :D Der Preis ist so hoch angesetzt, da ich nicht weiß, wie viel es wert ist. Ich würde auch ein paar 100er runter gehen (deshalb VB) :) Da ich Student bin, erhoffe ich mir, ein bisschen was von den Kosten wieder rein zu bekommen :D Aber wenn es nicht demnächst einen Interessenten findet, werde ich es an jemanden aus dem Forum geben, der es sich gewünscht hat.



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BeitragVerfasst: 30.08.2013 10:27 
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Wirklich ein schöner Bericht, Danke dafür!

Deine Eindrücke aus Japan finde ich sehr interessant, ich konnte mir gut vorstellen, wie man sich als Deutscher dort fühlt. Schön zu hören, dass die Menschen so hilfsbereit sind und die Sprachbarriere irgendwie überwunden werden kann. Ich hätte allerdings gedacht, dass Englisch etwas verbreiteter ist.

Die Game Shops sind natürlich auch sehr interessant, da kann man hierzulande nur von träumen. Die Bilder und Videos sind super! Deine Ausbeute ist wirklich sehenswert, mein Neid ist dir sicher. ;)

Hat es deiner Freundin denn dort auch so gut gefallen? Ist Sie auch Retro Gaming Fan?

Was mich sonst noch interessieren würde, gibt es dort eigentlich auch Bars / Kneipen wie bei uns oder sowas in der Art? Wie feiert man in Japan und geht "auf Tour"?



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BeitragVerfasst: 30.08.2013 11:07 
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Calavera hat geschrieben:
Wirklich ein schöner Bericht, Danke dafür!

Deine Eindrücke aus Japan finde ich sehr interessant, ich konnte mir gut vorstellen, wie man sich als Deutscher dort fühlt. Schön zu hören, dass die Menschen so hilfsbereit sind und die Sprachbarriere irgendwie überwunden werden kann. Ich hätte allerdings gedacht, dass Englisch etwas verbreiteter ist.

Die Game Shops sind natürlich auch sehr interessant, da kann man hierzulande nur von träumen. Die Bilder und Videos sind super! Deine Ausbeute ist wirklich sehenswert, mein Neid ist dir sicher. ;)

Hat es deiner Freundin denn dort auch so gut gefallen? Ist Sie auch Retro Gaming Fan?

Was mich sonst noch interessieren würde, gibt es dort eigentlich auch Bars / Kneipen wie bei uns oder sowas in der Art? Wie feiert man in Japan und geht "auf Tour"?


Schön, dass dir der Bericht gefällt! :) Ja mich hat das mit dem Englisch auch sehr verwundert. Ich hatte mich vorher eigentlich kaum informiert und so hab ich die große Überraschung erlebt, dass kaum jemand Englisch dort spricht.

Also meiner Freundin hat es dort sehr sehr gut gefallen, jedoch ist sie kein Retro Gaming Fan, also allgemein zockt sie eigentlich auch garnicht, außer Mario Galaxy :D Ok, die Mario-Figuren, die es überall gab, haben ihr gefallen :D Ihr haben dann mehr die anderen Sehenswürdigkeiten in Tokio gefallen :) Ein Einkauf in Akihabara mit mir war auch mal sehr anstrengend für sie :D

Ich habe den Bericht natürlich stark auf SNES ausgelegt, aber es gibt natürlich jede Menge in Tokio zu sehen!

Was das Nachtleben angeht ... wir hatten unser Hotel direkt am Stadtteil Roppongi. Das ist ganz bekannt für Nachtleben. Das war dann auch unser erstes Ziel, das wir hatten, um mal auszuchecken, wo wir was trinken gehen können. Mir hat es jedoch nicht sehr gut gefallen, da lauter Nicht-Japaner draußen auf der Straße standen, um Leute anzuquatschen und in irgendwelche Bars ein paar Straßen zu bringen. Die haben dann immer Werbung mit ihrer Happy-Hour gemacht. Am Eingang konnte man keinen Blick rein werfen (sie waren zu den Uhrzeiten mit Sicherheit leer) und Eintritt musste man auch bezahlen (ca. 10-15 EUR).

Ein Mann aus Australien, der diesen Job machte, hat uns ein bisschen was gezeigt und uns dann auch erklärt, dass das Nachtleben in Tokio erst nach Mitternacht los geht. Es ist so, dass die letzten Bahnen von 0-1 Uhr fahren. Danach kommt man bis ca. 5 Uhr nicht mehr heim mit der Bahn. Also wird diese Zeit überbrückt bzw. verwendet, um zu feiern. Jedoch meinte er dann auch noch, dass Japaner nicht im klassischen Sinne in Clubs gehen, sondern eher mit Freunden im geschlossenen Kreis essen gehen und dort etwas trinken. Ich kann das nicht beurteilen, weil ich dafür zu kurz dort war. Er meinte jedoch auch, dass Japaner, die gerne Ausländer kennenlernen, in Roppingo feiern gehen. Ich glaube ChronoMoogle kann dazu etwas mehr berichten, er hat da mehr Erfahrungen gemacht! :)

Wir haben dann auch kurze Zeit später ein paar Studenten in Japan kennengelernt und sind mit denen dann Essen gegangen. Es war so ungefähr, wie der Australier es erzählt hat!

In der Nähe unseres Hotels haben wir dann aber noch einen Club gefunden, der interessant aussah. Dort musste man als Mann jedoch fast 30 EUR Eintritt bezahlen. Draußen vor der Tür waren Ausweiskontrollen. Dort war eigentlich kein einziger Tourist. Japaner mussten ihren Ausweis zeigen, Einlass war wohl ab 23 laut Schild am Club. Meine Freundin ist jedoch 22, aber sie haben uns einfach rein gewunken, ohne Kontrolle. Drinnen war dann eine Kasse, um Eintritt zu bezahlen. Meine Freundin kam dann auf die Idee, selbst erst mal einen Blick rein zu werfen, ob es sich überhaupt lohnt. Also ging sie rein. Die Reaktion vom Mann an der Kasse war, dass er mich raus gewunken hat :D Sie meinte es sah gut aus drin.

Ein paar mal waren wir auch in Harajuku abends. Dort sind viele Jugendliche unterwegs. Da gab es dann auch kostenlose Konzerte (2 Bühnen mit Rap an einem Tag) und Break-Dance-Battle (die waren echt gut). Alles kam sehr friedlich rüber. Nachdem das Fest vorbei war, haben sogar einige Leute Müll vom Boden aufgehoben. In Tokio gibt es ja nirgends richtige Mülleimer.

Wir waren auch ein weiteres Mal mit den Studenten unterwegs und sind in einen Club in Shibuya gewesen. Der war direkt an der Straße mit Glasscheiben zum rein sehen. Eintritt war frei. Drin gab es eine Bar und eine Tanzfläche. Das war ein sehr kleiner Club. Dort waren wir aber nur kurz drin, weil es unser letzter Tag war und das Bargeld langsam aus ging (gut kalkuliert :P). Dort ist es jetzt auch nicht richtig abgegangen, aber es war noch vor Mitternacht (vielleicht gehts erst danach richtig los?).

Ein anderes Mal haben wir unsere letzte Bahn von Ebisu nach Hiro-o (1 Haltestelle) verpasst und mussten laufen. Unterwegs haben wir eine hübsche Bar gefunden. Die war eingerichtet wie ein Irish Pub. Drin saßen nur 2 Japaner, sonst niemand. Der Barkeeper konnte sehr gut Englisch und hat uns 2 Cocktails gemacht. Irgendwann ging einer von den beiden Japanern. Als wir gehen wollten, kamen wir mit dem anderen Japaner ins Gespräch. Als Deutscher macht man sich dort sehr beliebt. Die Japaner haben ein sehr gutes Bild von den Deutschen. Vor allem diszipliniert und fleißig. Dann hat uns der Barkeeper noch einen Jägermeister ausgegeben :) Das war wirklich sehr nett, aber auch kein richtiges "auf Tour"-Gehen :P

Aber insgesamt würde ich sagen, dass ich das richtige Nachtleben in Tokio nicht kennengelernt habe. Ich wollte es gerne, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass es ganz schön teuer sei (oder ich nicht wusste, wo man am besten hin geht :D). Und das war mir dann doch nicht sooo wichtig. Außerdem sind wir täglich mindestens 10 Stunden gelaufen und waren dementsprechend abends meist fertig :D

Vielleicht kann ChronoMoogle mal was erzählen über das Nachtleben? Würde mich dann doch interessieren, was ich verpasst habe :)



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 Betreff des Beitrags: Re: Reisebericht Tokio (Akihabara)
BeitragVerfasst: 30.08.2013 14:03 
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Vielen Dank für diesen sehr spannenden und sehr ausführlichen Bericht.
Wobei: Ist ja eher schon eine Reportage!

Ich finde diese Einblicke in den japanischen Alltag immer sehr faszinierend.
Also nochmals vielen Dank!



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BeitragVerfasst: 30.08.2013 14:37 
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Ich bin gerade auf Durchreise in der Heimat und habe leider nicht viel Zeit zum Antworten, aber muss dir grossen Respekt aussprechen, wunderbarer Bericht!



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...weil Terranigma einfach das Größte ist!
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BeitragVerfasst: 30.08.2013 15:49 
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Wow, ja dann nochmal danke für deine ausführliche Antwort!

Das hört sich insgesamt doch ganz gut an. Auch schön zu hören, dass Deutsche mal irgendwo einen guten Ruf genießen... und Jägermeister sowieso. ;)



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BeitragVerfasst: 02.09.2013 00:11 
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Hapablap hat geschrieben:
Vielleicht kann ChronoMoogle mal was erzählen über das Nachtleben? Würde mich dann doch interessieren, was ich verpasst habe :)


Ich bin zwar nicht der ChronoMoogle, aber ich denke ich erzähl auch mal. :D

Wie du schon richtig erkannt hast, ist es recht typisch in Japan in der großen Runde was Essen zu gehen, und dabei auch ordentlich was zu bechern. Solche Läden heißen "Izakaya" und man bekommt so kleine Häppchen, ähnl. wie Tapas, von denen sich dann jeder was nehmen kann. Dazu dann Bier, Sake oder Shochu. Sehr beliebt bei Berufstätigen nach der Arbeit und bei Studenten. Eine sehr berühmte Izakaya ist Gonpachi in Nishi-Azabu (im Stadtteil Roppongi), dort wurde der Showdown in Kill Bill 1 gedreht.

Bars gibt's natürlich auch jede Menge, und in jeder Preisklasse. In Shinjuku gibt es eine Straße "Golden Gai" die berühmt ist für winzig kleine Bars, oft einem bestimmten Thema gewidmet. Manche der Bars sind tatsächlich nur groß genug für eine Theke mit drei Hockern davor. Lohnt sich da mal hinzugehen wenn man in Tokyo ist.

Sehr verbreitet sind auch sog. Hostess-Bars. Das sind Bars mit hübschen Mädels die Typen (meist ältere Geschäftsmänner) bezirzen und sich dann teure Drinks bestellen lassen die der Gast zahlen darf. Die würde ich als Touri eher vermeiden. ;)

Was Clubbing betrifft bietet Tokyo eigentlich alles, was man auch von Berlin, London oder Paris erwarten kann. Womb, Liquidroom, Unit, ageHa und Air dürften die bekanntesten sein.


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